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Personalentwicklung

Personalentwicklung

Personalentwicklung umfasst die Förderung und betriebliche Weiterbildung der Mitarbeitenden, Führungskräfte und Teams und geht mit der Organisationsentwicklung einher. Ziel der Personalentwicklung ist es, einerseits die Beschäftigungsfähigkeit (Employability) zu sichern und andererseits auch zur Motivation und zum Commitment der Mitarbeitenden beizutragen. 

Zu den Aufgaben betrieblicher Weiterbildner gehört es, den Entwicklungsbedarf im gesamten Unternehmen und bei einzelnen Mitarbeitenden zu ermitteln und dazu passende Personalentwicklungsmaßnahmen innerhalb des Weiterbildungsbudgets zu identifizieren. Dies geschieht in enger Abstimmung zwischen Personalentwicklung und den Fachbereichen: Zum einen melden die Fachbereiche ihren Weiterbildungsbedarf, zum anderen ermitteln die Personalentwickler den aktuellen und künftigen Entwicklungsbedarf in allen Fachbereichen.

Auf diese Weise werden die drei Ebenen von Personalentwicklung miteinander verknüpft:

Personalentwicklung: Aufgaben, Prozesse und Instrumente

Als Personalentwicklungsinstrument spielt das Personalentwicklungsgespräch eine große Rolle: Es schafft einen regelmäßigen und verbindlichen Rahmen, innerhalb dessen Führungskraft und Mitarbeitende im gemeinsamen Dialog Entwicklungsbedarf identifizieren und vereinbaren. Die Personalentwicklung ermittelt im Anschluss, ob diese Anforderungen mit dem tatsächlichen Personalentwicklungsbedarf im Unternehmen übereinstimmen und unterstützt die Mitarbeitenden und Vorgesetzten dabei, geeignete Personalentwicklungsmaßnahmen zu finden, durchzuführen und nachzuhalten. In enger Kooperation zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden wird darauf geachtet, ob das Erlernte auch wirklich im Arbeitsalltag angewendet wird. Hierfür werden meist die vier Evaluationsstufen nach Donald Kirkpatrick herangezogen.

Strategische Personalentwicklungsmaßnahmen

Die absolvierten Personalentwicklungsmaßnahmen werden wiederum im nächsten Personalentwicklungsgespräch besprochen, bewertet und dabei gegebenenfalls weiterführende Maßnahmen vereinbart. Alle individuellen Maßnahmen – Bedarfsermittlung, Identifizierung der Personalentwicklungsinstrumente, Planung, Durchführung und Nachbereitung der Personalentwicklungsmaßnahmen sowie Transfersicherung und Erfolgsmessung – sollten integraler Bestandteil einer strategischen Personalentwicklung sein, die auf die strategischen Unternehmensziele einzahlt.

Personalentwicklung und Talent Management

Personalentwicklung ist auch ein Hauptaufgabenfeld im Talent Management. Dabei wird eine bestimmte Mitarbeitergruppe, die besonders rar oder von besonders hoher strategischer Bedeutung für das Unternehmen ist, in den Fokus genommen. Diese Mitarbeitenden erhalten sowohl eine auf ihre Bedürfnisse und Wünsche abgestimmte Weiterbildung als auch Laufbahnplanung.

Zum Einsatz kommen in der Praxis Personalentwicklungsmaßnahmen wie Inhouse-Seminare, externes Training, Coaching, Mentoring oder Job Rotation. Dabei sollten alle Maßnahmen auf Bedarfsanalysen basieren, die die Unternehmensstrategie und die unternehmenseigenen Kompetenzmodelle sowie die Erfordernisse an Skills der Zukunft mit einbeziehen.




BPM-Thesen 2026

"HR darf nicht immer auf Erlaubnis warten"

Trotz einiger Erholungssignale kommt die deutsche Wirtschaft auch 2026 nicht in Schwung. Zwischen Kostendruck, Einstellungsstopps und Abbauprogrammen müssen HR-Abteilungen nun die Zukunftsfähigkeit der Betriebe im Blick behalten. In diesem Spannungsfeld bewegen sich auch die HR-Thesen des Bundesverbandes der Personalmanager*innen. Im Interview plädiert Präsident Matthias Kempf für mehr Change-Kompetenz und eine klare Haltung.  




PERSONALquarterly Ausgabe 1/2026

Proaktivität

Proaktivität gilt als zentrale Ressource für den Erfolg von Individuen und Organisationen. Dynamische Märkte, Transformation und demografischer Wandel erfordern eigeninitiatives Handeln. Beschäftigte, die Probleme antizipieren und ihr Arbeitsumfeld aktiv gestalten, tragen zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit bei und sichern auch ihre eigene Beschäftigungsfähigkeit. Studien belegen, dass Proaktivität am Arbeitsplatz nicht nur mit mehr Leistung und Lernen einhergehen, sondern auch Stress entgegenwirken kann, – vorausgesetzt, es wird von Führung und Organisation unterstützt.  










Kolumne E-Learning

Deutsche Beschäftigte lernen – andere lernen schneller

Die industrielle Transformation beschleunigt sich. Fast jede Branche spricht über KI, Automatisierung und neue Produktionsformen. Doch während der technologische Anspruch steigt, hinkt die Lernrealität der Beschäftigten, insbesondere im gewerblichen Bereich, oft hinterher. Deutschland ist aktiv – aber nicht aktiv genug, schreibt Kolumnistin Gudrun Porath. Und: Es verliert im internationalen Vergleich an Boden.























Leadership

Emotionale Intelligenz als Schlüssel zu erfolgreicher Führung?

Durch die Digitalisierung und das Arbeiten aus dem Homeoffice stellen sich neue Anfor­derungen an Führungs­kräfte. Sie benötigen mehr Einfühlungs­vermögen, wenn sie ihre Teammitglieder über­wie­gend online anleiten. Emotionale Intelli­genz scheint an Bedeutung zu gewinnen. Jedoch gibt es noch Zweifel daran, wie wertvoll das Konzept tat­säch­lich als Auswahl­kriterium für die Besetzung von Spitzen­posten ist – und inwie­weit sich emotionale Intelligenz erlernen lässt.