Personalentwicklung als strategischer Hebel im BGM
Im Kontext eines ganzheitlichen BGM nimmt die Personalentwicklung (PE) eine Schlüsselrolle ein. Sie bildet die Schnittstelle zwischen moderner Personalstrategie und gesundheitsförderlicher Unternehmensgestaltung. Während das klassische BGM häufig mit Gesundheitsschutz und Prävention assoziiert wird, liegt in der PE ein großes – oft unterschätztes – Potenzial zur Förderung von Motivation, Leistungsfähigkeit und langfristiger Beschäftigungsfähigkeit. PE zielt auf die gezielte Entwicklung beruflicher Fähigkeiten, um gegenwärtige und zukünftige Anforderungen bewältigen zu können. Dabei wird sie besonders dann wirksam, wenn durch Qualifizierungsmaßnahmen Differenzen zwischen Mitarbeiterfähigkeiten und Arbeitsplatzanforderungen ausgeglichen werden, statt auf Personalfluktuation zu setzen.
Insbesondere die betriebliche Fort- und Weiterbildung dient dabei nicht nur der Kompetenzentwicklung, sondern auch der Förderung von Gesundheit und Motivation. Laut Berufsbildungsgesetz (§ 1 BBiG) umfasst sie Maßnahmen zur Erhaltung, Erweiterung und Anpassung beruflicher Fähigkeiten. Dies ist ein zentrales Ziel im Kontext von Digitalisierung, demografischem Wandel und zunehmender Komplexität in der Arbeitswelt.
Typische PE-Maßnahmen im BGM-Kontext umfassen:
- Wissensweitergabe (z. B. durch erfahrene Mitarbeitende oder externe Trainer)
- Job Enrichment und Job Rotation zur Förderung von Lernmotivation und kognitiver Aktivierung
- Laufbahn- und Nachfolgeplanung zur langfristigen Perspektivensicherung
- Förderung von Selbst- und Sozialkompetenz durch Teamentwicklung und Planspiele
Insgesamt unterstützt PE nicht nur die individuelle Entwicklung, sondern trägt zur strategischen Positionierung eines Unternehmens als lernende und gesunde Organisation bei.
Anzeige Master of Business Administration - Schwerpunkt Betriebliches Gesundheitsmanagement Der Studiengang qualifiziert Sie durch den Erwerb von Fach- und Führungskompetenzen insbesondere in den fundamentalen Bereichen der Ökonomie für eine Führungsposition im gehobenen Management. Vier praxis- und anwendungsorientierte Spezialisierungsrichtungen ermöglichen Ihnen eine individuelle Schwerpunktsetzung. Weitere Informationen: |
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.330
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
7551
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
577
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
266
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
262
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
198
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
174
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
163
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
149
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
128
-
Neue Biomonitoring-Methode deckt Phthalat-Belastungen auf
10.06.2026
-
Wie Geräusche die Arbeitsleistung beeinflussen
05.06.2026
-
Was Unternehmen jetzt zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten wissen müssen
03.06.2026
-
3 Tipps für mehr Akzeptanz des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Unternehmen
29.05.2026
-
DGUV Barometer Arbeitswelt 2026: Arbeitsschutz steigert "Krisenresilienz"
26.05.2026
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
18.05.2026
-
Wie effektiv ist Betriebssport? Wissenschaftliche Studien liefern gemischte Ergebnisse
12.05.2026
-
Psychische Gesundheit im Betrieb: ifaa-Studie 2026
07.05.2026
-
TÜV Rheinland: Gefährdungsbeurteilung neu denken
06.05.2026
-
Aktualisierung DGUV Information 205-040: Brandschutz Prüffristen
29.04.2026