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Beamtenbesoldung

Bild: Haufe Online Redaktion

Die Beamtenbesoldung ist ein wesentlicher Teil der durch das Beamtenrecht seitens des Dienstherrn zu sichernden amtsangemessenen Alimentation.  

Bis zur ersten Föderalismusreform, die am 1.9.2006 in weiten Teilen in Kraft getreten ist, konnte der Bund im Interesse eines gleichmäßigen Leistungsangebots in allen Bundesländern die wesentlichen Grundlagen des Beamtenrechts über das sog. Rahmenrecht definieren und die Besoldung für die aktiven Beamtinnen und Beamten und die Versorgung für die Pensionäre bundeseinheitlich festlegen.




Die Zusammensetzung der Beamtenbesoldung

Dies ist nun nicht mehr der Fall. Der Bund kann noch Grundlagen des Statusrechts, etwa Einstellungen oder Versetzungen, gemeinsam regeln; das ist mit dem Beamtenstatusgesetz geschehen. Die Regelung von Besoldung, Versorgung und dem gesamten Laufbahnrecht liegt dagegen, jeweils für ihren Bereich, bei den Bundesländern und beim Bund für die Bundesbeamten.
Die Beamtenbesoldung richtet sich nach der Besoldungsordnung, der Besoldungsgruppe und innerhalb der Besoldungsgruppe nach der Erfahrungsstufe oder der Dienstaltersstufe. Außerdem sind der Familienstand und die Zahl der kindergeldberechtigten Kinder für den Familienzuschlag zu berücksichtigen. Ggf. kommen noch andere Zulagen wie Stellenzulagen, Amtszulagen oder Leistungszulagen hinzu. Weitere Bestandteile der Besoldung (Sonderzuwendung, sog. Weihnachtsgeld) werden auf spezialgesetzlicher Grundlage (Sonderzahlungsgesetze des Bundes und der Länder) regional unterschiedlich erbracht.