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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Bild: Haufe Online Redaktion

Mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann ein Arbeitnehmer nachweisen, dass er wegen Krankheit nicht in der Lage ist, die dem Arbeitgeber geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen.

Kann ein Arbeitnehmer seiner zuletzt ausgeübten, im Arbeitsvertrag festgelegten Tätigkeit aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit nicht nachkommen, wird dies ggf. von einem Vertragsarzt durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bestätigt.

Hier gibt es Erst- und Folgebescheinigungen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als auf der Erstbescheinigung angegeben, ist eine erneute ärztliche Bescheinigung (Folgebescheinigung) auszustellen.

Begann die Arbeitsunfähigkeit bereits vor dem ersten Arztbesuch, so ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nur ausnahmsweise, nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu zwei Tage rückzudatieren.



Arbeitnehmer muss Arbeitsunfähigkeit unverzüglich mitteilen

Die Arbeitsunfähigkeit mit voraussichtlicher Dauer ist dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, ist der Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber in der Nachweispflicht. Er hat die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung auch früher zu verlangen. Für Bezieher von Arbeitslosengeld und Übergangsgeld gelten die gleichen Regularien.

Bestandteile der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung:

  • Ausfertigung zur Vorlage beim Arbeitgeber
  • Ausfertigung für Versicherte
  • Ausfertigung zum Verbleib beim Arzt

Die Arbeitsunfähigkeit muss ebenfalls bei der Krankenkasse angezeigt werden; die Frist dafür ist eine Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, regelt § 5 Abs. 1 Satz 5 EFZG die Verpflichtung des Arztes, der Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung unverzüglich zu übersenden. Wenn die ärztliche Bescheinigung einen entsprechenden Vermerk trägt, ist der versicherte Arbeitnehmer von seiner Meldepflicht befreit.