Arbeitnehmer haben Anspruch auf Erholungsurlaub. Die Dauer des gesetzlichen Urlaubsanspruchs beträgt mindestens 24 Werktage. Schwerbehinderte Arbeitnehmer erhalten zusätzlich fünf Urlaubstage im Jahr.

Der Urlaubsanspruch ist neben der Vergütung der geleisteten Arbeit des Arbeitnehmers ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsverhältnisses. Die rechtlichen Grundlagen dazu stehen im Bundesurlaubsgesetz. Neben dem gesetzlichen Urlaubsanspruch kann sich ein solcher aber auch aus Tarifvertrag oder individuellem Arbeitsvertrag ergeben.

Um einen gesetzlichen Urlaubsanspruch geltend machen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen: Zum einen muss der Mitarbeiter zum anspruchsberechtigten Personenkreis gehören. Dazu gehören nach dem Gesetz Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten. Auch Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbstständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind, zählen dazu. Zum anderen muss eine sechsmonatige Wartezeit einmalig erfüllt sein.


News 27.11.2018 Bundesurlaubsgesetz

News 09.08.2018 Urlaubsanspruch

Arbeitgeber entscheidet über Zeitpunkt und Dauer des Urlaubs

Macht der Arbeitnehmer seinen Urlaubsanspruch geltend, so kann er nicht frei und selbstständig über den Zeitpunkt des Urlaubs bestimmen. In letzter Konsequenz entscheidet der Arbeitgeber über den Zeitpunkt und die Dauer des Urlaubs. Er muss dabei jedoch die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers berücksichtigen.

Vom Urlaubsanspruch sind andere Arten der Freistellung zu unterscheiden, zum Bespiel unbezahlte Freistellung zur Betreuung eines Kindes, Freistellung während des Mutterschutzes, Freistellung als unbezahlte Elternzeit oder während der Pflegezeit.

Urlaubsanspruch im öffentlichen Dienst

Der TVöD enthält zum Urlaub einige Sonderregelungen. Diese betreffen die Berechnung des Urlaubsentgelts und Zahlungszeitpunkt, die Urlaubsdauer und ihre Berechnung, die zusammenhängende Gewährung des Urlaubs, die Urlaubsübertragung, den Teilurlaub, die Minderung bei Ruhen des Arbeitsverhältnisses und den Zusatzurlaub. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes.

News 24.07.2018 Urlaubsplanung im Unternehmen

Das LAG Düsseldorf hatte kürzlich über die Kündigung einer Arbeitnehmerin zu entscheiden, die einen abgelehnten Urlaubsantrag ignorierte und ihren Urlaub auf Mallorca verlängerte. Dies gibt Anlass zur Frage, wann Arbeitgeber Urlaub verweigern, widerrufen oder einseitig festlegen dürfen?mehr

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News 23.04.2018 Urlaubsanspruch

Im Mai gibt es so einige Feiertage. Für viele Arbeitnehmer ist dies die Gelegenheit den Urlaub durch einen Brückentag geschickt zu verlängern. Aber wie sieht es arbeitsrechtlich aus? Müssen Arbeitgeber Brückentage gewähren?mehr

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News 06.02.2018 Urlaubsrecht

Selten beginnt der Start eines neuen Mitarbeiters im Unternehmen zu Jahresbeginn. In den meisten Fällen findet der erste Arbeitstag irgendwann im Laufe des Jahres statt. Es stellt sich dann häufig die Frage, wie sich der Urlaubsanspruch bei Arbeitgeberwechsel richtig berechnet.mehr

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News 19.12.2017 Urlaubsrecht

Schwerbehinderte Arbeitnehmer haben Anspruch auf zusätzlichen Urlaub. Ein Überblick für Arbeitgeber zu den Voraussetzungen, der Berechnung und den Besonderheiten - beispielsweise wenn die Schwerbehinderteneigenschaft nicht während des kompletten Jahres besteht.mehr

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News 14.12.2016 Bundesarbeitsgericht

Nach deutschem Urlaubsrecht verfallen Urlaubsansprüche, wenn der Arbeitnehmer keinen Urlaubsantrag gestellt hat. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, von sich aus Urlaub zu gewähren. Das BAG hat nun dem EuGH die Frage vorgelegt, ob dies mit Europarecht vereinbar ist.mehr

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News 14.07.2016 Wenn Not am Mann ist

Müssen Arbeitnehmer auf ihren Urlaub verzichten, wenn Not am Mann ist? Nur im Extremfall. Aber wann tritt der ein?mehr

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News 10.05.2016 Urlaubsansprüche des verstorbenen Beschäftigten

Wird eine Urlaubsabgeltung bei Tod des Arbeitnehmers geleistet, handelt es sich nicht um sv-rechtlich relevantes Arbeitsentgelt. Das Bundesarbeitsgericht und der Europäische Gerichtshof klärten, ob Erben den Urlaubsanspruch nach Tod des Arbeitnehmers auszahlen lassen können.mehr

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News 25.04.2016 Direktionsrecht

Der Urlaubszeitpunkt ist nicht der Schwerpunkt einer arbeitsvertraglichen Beziehung, kann aber trotzdem zu erbitterten Auseinandersetzungen führen, am Arbeitsplatz und flankierend im Privatleben der Arbeitnehmer. (Wie) kann der Arbeitgeber hier mit seinen betrieblichen Belangen die Oberhand behalten? Oder bleibt ihm nur übrig, dem eigentlich benötigten Arbeitnehmer leise weinend hinterher zu winken?mehr

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News 11.12.2015 Urlaubsabgeltung

Zuletzt hat das Arbeitsgericht Berlin – ähnlich der EuGH-Rechtsprechung – entschieden: Der Urlaubsanspruch wandelt sich mit dem Tod des Arbeitnehmers in einen Abgeltungsanspruch der Erben. "Das ist die falsche Richtung", meint Rupert Felder von der Heidelberger Druckmaschinen AG und ordnet das Urteil ein.mehr

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