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Elternzeit

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Mit der Elternzeit hat ein Arbeitnehmer Anspruch gegenüber seinem Arbeitgeber auf eine dreijährige Freistellung von der Arbeit. In dieser Zeit kann er sich der Betreuung und Erziehung seines Kindes widmen.

Die Elternzeit beanspruchen können beide Elternteile. Voraussetzung dafür ist, dass der jeweilige Partner das Kind selbst betreut und erzieht. Zudem muss er mit dem Nachwuchs in einer häuslichen Gemeinschaft leben. Die Eltern können auch beide gleichzeitig Elternzeit beanspruchen. Während der Freistellung ruht das Arbeitsverhältnis, dennoch besteht die Möglichkeit, einer Teilzeittätigkeit nachzugehen. Die rechtlichen Grundlagen zur Elternzeit stehen im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz.




Elternzeit und Mutterschutz

Die Elternzeit kann, muss sich aber nicht direkt an die Zeit des Mutterschutzes anschließen. Ein generelles Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz besteht für werdende Mütter in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und dauert bis zum Ablauf der 8. Woche nach der Geburt. 

Wer Elternzeit beantragen möchte, muss diese sieben Wochen vor deren Beginn schriftlich beim Arbeitgeber verlangen. Dabei müssen nicht die gesamten drei Jahre zusammenhängend beansprucht werden. Eltern können auch einen Teil der Freistellung bis zum 8. Lebensjahr des Kindes aufsparen.

Die Elternzeit stellt Unternehmen vor große Herausforderungen in der Personalplanung. Gleichzeitig bietet die Familienauszeit eine Chance für Unternehmen, in Zeiten des Fachkräftemangels motivierte Mitarbeiter langfristig zu binden und zusätzlich als familienfreundliches Unternehmen bei Bewerbern zu punkten.