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Mitarbeiterführung

Mitarbeiterführung

Mitarbeiterführung findet tagtäglich bei der Arbeit statt – ob im Bürogespräch oder in virtuellen Meetings im Homeoffice. Definieren lässt sich Mitarbeiterführung als die bewusste Einflussnahme der Führungskraft auf den oder die Geführten, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Es lassen sich die direkte und die indirekte Führung unterschieden: Bei der direkten Führung geht es um den persönlichen Austausch, Anweisungen oder Gespräche. Die indirekte Führung ergibt sich aus dem organisationalen Rahmen, zum Beispiel über Belohnungssysteme oder die Gestaltung der Entscheidungswege.

In den meisten Unternehmen definieren die Hierarchien, wer die Weisungsbefugnis innehat und die Mitarbeiterführung übernimmt. Es gibt aber auch die laterale Führung: Wenn Kollegen und Kolleginnen andere führen, ohne eine offizielle Weisungsbefugnis zu haben. Verzichten Unternehmen größtenteils auf Hierarchien herrscht die kollegiale Führung vor.

Was macht eine gute Mitarbeiterführung aus?

Das Ziel der Mitarbeiterführung ist klassischerweise die Motivation, Steuerung und Kontrolle von einzelnen Mitarbeitenden sowie von Teams. Dabei werden in der Tradition von John P. Kotter Management- und Leadership-Aufgaben unterschieden und entsprechend auch andere Maßstäbe an gute Führung gesetzt. Manager und Managerinnen führen gut, wenn sie beispielsweise die Arbeitsprozesse effizient steuern und controllen sowie zur Problemlösung beitragen. Leader führen gut, wenn sie beispielsweise ihre Mitarbeitenden motivieren können, Visionen entwickeln und Veränderungen anstoßen. Was als Führungserfolg angesehen wird, hängt von der jeweiligen Führungsdefinition in der Organisation ab.

Methoden zur Mitarbeiterführung

Kommunikation ist die Grundlage der Mitarbeiterführung. Entsprechend basieren die am häufigsten genutzten Instrumente der Mitarbeiterführung auch auf Kommunikation: So sind zumeist Mitarbeiterbefragungen, Leistungsbeurteilungen und vor allem Mitarbeitergespräche als Führungsinstrumente im Einsatz. Sie dienen der gezielten Kommunikation zu Leistung und Feedback.

Wie Führungskräfte kommunizieren und wie ihr Führungsverhalten ausfällt, hängt einerseits von ihren Persönlichkeitsmerkmalen ab und andererseits von der Führungssituation, in der sie kommunizieren. Sowohl die Persönlichkeit als auch das Führungsverhalten wurden in zahlreichen Studien untersucht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es weder eine bestimmte Persönlichkeit gibt, die Führungserfolg garantiert, noch gibt es einen bestimmten Führungsstil, der alleinig erfolgsversprechend ist. Vielmehr hängt beides auch von der Aufgabenstruktur, der Führungssituation und der Beziehung zum Geführten ab.

Moderne Mitarbeiterführung

Aktuell ist eine Veränderung in der Führungskultur vieler Unternehmen zu beobachten. Auf den beschleunigten Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft reagieren die Unternehmen, indem sie die früher vorherrschende, stark hierarchisch geprägte Führungskultur mit autoritativem Führungsstil ablösen. Es entsteht eine wertschätzende, mitarbeiterorientierte Führung – oft auch als agile Führung bezeichnet. Führungskräfte befähigen ihre Mitarbeitenden zu eigenverantwortlichem Arbeiten. Sie geben Entscheidungen in die Teams ab, legen Wert auf Vertrauen und Transparenz und setzen lediglich die Rahmenbedingungen, damit ihre Mitarbeitenden ihr volles Potenzial entwickeln können.

Mitarbeiterführung im Homeoffice

Die Digitalisierung der Arbeitsprozesse und der Zusammenarbeit stellt eine besondere Herausforderung für Führungskräfte dar. Sie müssen virtuell führen können. Diese "Remote-Führung" erfordert mehr Aufwand, um die Beziehung zu den Mitarbeitenden und die informelle Kommunikation aufrecht zu erhalten. Zeitgleich ist dies ein Stresstest für den Wandel in der Führungskultur: Zeigt sich doch unter Homeoffice-Bedingungen, ob die angestrebte Vertrauenskultur in der modernen Führung tatsächlich schon gelebt wird oder das Streben nach Kontrolle und Steuerung wieder die Überhand gewinnt.




Führungskräfteentwicklung bei BMW

"Führungskräfte brauchen persönliche Stabilität und Resilienz"

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Proaktivität gilt als zentrale Ressource für den Erfolg von Individuen und Organisationen. Dynamische Märkte, Transformation und demografischer Wandel erfordern eigeninitiatives Handeln. Beschäftigte, die Probleme antizipieren und ihr Arbeitsumfeld aktiv gestalten, tragen zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit bei und sichern auch ihre eigene Beschäftigungsfähigkeit. Studien belegen, dass Proaktivität am Arbeitsplatz nicht nur mit mehr Leistung und Lernen einhergehen, sondern auch Stress entgegenwirken kann, – vorausgesetzt, es wird von Führung und Organisation unterstützt.  
































Personalmagazin Ausgabe 8/2025

Die 40 HR-Köpfe 2025

Die Konjunktur schwächelt, der Kosten- und Transformationsdruck steigt. Für Top-Entscheider in HR haben sich die Vorzeichen und Prioritäten geändert. Gefragt sind jetzt Persönlichkeiten, die den Umbruch gestalten. Wer sind 2025 die „40 führenden HR-Köpfe“? Wer leistet Wegweisendes in Management, Wissenschaft und Beratung? Ein Blick hinter die Kulissen des Rankings, das die Redaktion des Personalmagazins alle zwei Jahre erstellt und auf die Ausgezeichneten.







PERSONALquarterly Ausgabe 3/2025

Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz

Psychische Gesundheit hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Anliegen moderner Personalarbeit entwickelt. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich daher dem Thema mentale Gesundheit am Arbeitsplatz aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Beiträge geben vielfältige Impulse für die Praxis. Sie verdeutlichen, dass mentale Gesundheit nicht nur ein individuelles Thema, sondern ein organisationales Gestaltungsfeld ist – und damit eine zentrale Aufgabe für HR.