Tipps für mehr Mitarbeitermotivation nach der Sommerpause
Unabhängig davon, ob es tatsächlich eine erholsame Urlaubszeit war oder nur eine ruhigere Phase während der Sommermonate: Die Rückkehr in den gewohnten Arbeitsrhythmus fällt Mitarbeitenden oft nicht leicht. Doch ähnlich wie der Jahresbeginn nach den Feiertagen, der für viele Beschäftigte in der Arbeitswelt einen Neustart markiert, kann auch die Rückkehr aus der Sommerpause für eine Neuausrichtung in den Teams genutzt werden. Mit diesen fünf Maßnahmen können Sie die Motivation Ihres Teams neu beleben.
1. Ziele überprüfen und neu definieren
Ein klärendes Gespräch mit der Unternehmensführung oder dem oberen Management gibt Aufschluss darüber, ob sich die Ziele der Abteilung oder des Unternehmens im 2. Halbjahr geändert haben. Sobald hier Klarheit herrscht, sollten gemeinsam mit dem Team Ziele, Meilensteine und konkrete Maßnahmen festgelegt werden, die es zu erreichen und umzusetzen gilt. Eine gemeinsame Zielsetzung stimmt alle auf die Erwartungen ein, Mitarbeitende fühlen sich sicherer und die Motivation wird gefördert.
2. Den gemeinsamen Rhythmus wiederbeleben
Die Wiedereinführung regelmäßiger Teambesprechungen und Einzelgespräche trägt wesentlich dazu bei, die Stabilität zurückzugewinnen. Dadurch finden Teammitglieder mit unterschiedlichen Arbeitszeiten und unterschiedlichem Tempo besser zueinander. Zusätzliche kleine Rituale, die die Verbindung untereinander fördern, können zudem zur Leistungssteigerung beitragen. Entscheidend dabei ist, dass dies in einer sicheren Umgebung stattfindet, in der sich die Teammitglieder engagiert einbringen können, sich wertgeschätzt fühlen und gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden kann.
3. Strategisches Feedback geben
Laut einer aktuellen Studie von Culture Amp ist die überwiegende Mehrheit (94 Prozent) der Mitarbeitenden der Überzeugung, dass ihre Arbeit wichtig für den Unternehmenserfolg ist. Dies verdeutlicht ihre intrinsische Motivation, das heißt sie sind bereit, über das normale Maß hinauszugehen. Dieses Engagement kann jedoch nachlassen, wenn Mitarbeitende keine Fortschritte bei den Unternehmenszielen oder den individuellen Zielen sehen. Mit einem regelmäßigen und qualitativ hochwertigen Feedback unterstützen Manager Teammitglieder dabei, ihre eigene Dynamik besser zu erkennen sowie jene Schritte zu identifizieren, die sie voranbringen. Auch hier ist ein geschützter Raum für sensible Gespräche und die Erarbeitung von Aktionsplänen unerlässlich – eine Maßnahme, die die Leistung und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärkt. Eine weitere Analyse ergab, dass leistungsstarke Mitarbeitende deutlich zufriedener mit der Qualität des Feedbacks ihrer Vorgesetzten (83 Prozent Zustimmung) sind als ihre leistungsschwächeren Kollegen (71 Prozent). Dies deutet darauf hin, dass häufiges und qualitativ besseres Leistungsfeedback auch zu einer höheren Leistung führt.
4. Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden im Blick behalten
Auch die Übergangsphasen nach dem Urlaub können für Mitarbeitende anstrengend sein. Deshalb ist die proaktive Nachfrage bei den Teammitgliedern nach dem individuellen Wohlbefinden am Arbeitsplatz wichtig. Managerinnen und Manager können Unterstützung bei der Neuordnung der Arbeitsprioritäten anbieten oder nachfragen, ob ein neues Projekt ihnen helfen könnte, die Kreativität und Energie wieder in Schwung zu bringen. Führungskräfte sind zudem Vorbilder für ihre Teams – Mitarbeitende spiegeln deren Verhalten bewusst oder unbewusst wider. Zeiten mit hoher Arbeitsbelastung sind für alle Beteiligten schwierig, deshalb sollten auch Managerinnen und Manager auf ihr eigenes Wohlbefinden achten.
5. Alle Erfolge anerkennen
Unsere Studien zeigen auch, dass in der DACH-Region nur 62 Prozent der Mitarbeitenden der Meinung sind, dass sie für gute Arbeit in ihrem Unternehmen angemessene Anerkennung erhalten. Damit hat das Vertrauen in den Umgang mit Anerkennung ein Fünfjahrestief erreicht: Nur 45 Prozent der Befragten stimmen zu, dass die richtigen Personen anerkannt und belohnt werden. Das sollte jeder Führungskraft zu denken geben. Anerkennung kann einen großen Einfluss auf die Motivation eines Mitarbeitenden haben. Sie muss nicht komplex sein – schon ein einfaches Lob in einer Besprechung oder eine handschriftliche Notiz, die eine gute Leistung anerkennt, kann dazu beitragen, dass sich Menschen gesehen und wertgeschätzt fühlen.
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