Mit kooperativer Führung durch die Krise
Mit kooperativer Führung kommen Unternehmen aus Sicht der Mitarbeitenden am besten durch die Krise. Das ist das Ergebnis des Leadership-Monitors des Tech-Anbieters HR Works. Autoritäre Führungspraktiken schneiden dagegen deutlich schlechter ab. Im Rahmen der repräsentativen Studie wurden rund 2.100 Beschäftigte aus Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung zum Führungsstil in ihrem Unternehmen befragt.
Kooperative und autoritäre Führung in der Krise
Rund 58 Prozent der befragten Mitarbeitenden ordnen den Leadership-Stil ihrer Führungskraft als kooperativ ein. Dieser Führungsstil setzt auf Mitbestimmung und eigenverantwortliches Handeln. 19 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Führungskraft autoritär führt. Weitere 19 Prozent bescheinigen ihrer Führungskraft einen Laissez-Faire-Stil.
Aus Sicht der Mitarbeitenden erweist sich kooperative Führungsarbeit als fast dreimal so wirksam wie autoritäre. So schätzen sie nahezu zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) als einen erfolgreichen Weg zur Bewältigung von Krisen ein, während dies 24 Prozent bei einem eher autoritären Führungsstil so sehen.
Autoritäre Führung: Wenn das Vertrauen fehlt
Aus Perspektive der Mitarbeitenden leidet das Vertrauen in Teams, die stärker autoritär geführt werden. So bescheinigen die Befragten, die sich autoritärem Leadership ausgesetzt sehen, ihren Führungskräften Misstrauen (42 Prozent), fehlende Anerkennung (48 Prozent) und Egoismus (54 Prozent).
Deutlich besser schneiden in diesen Kategorien demnach Chefinnen und Chefs ab, die eher auf kooperatives Management setzen: Als misstrauisch empfinden sie 5 Prozent ihrer Mitarbeitenden, Anerkennung vermissen 18 Prozent, als egoistisch kritisieren sie 10 Prozent.
Kooperative Führung: Wertschätzung ist Trumpf
Im Rahmen der Umfrage gaben die Teilnehmenden überdies Auskunft, welche Erfahrungen mit Führungskräften ihnen positiv in Erinnerung geblieben sind. Empathie und Wertschätzung wurden dabei laut Studie besonders häufig genannt. So antwortete ein Teilnehmer: "Mein damaliger Chef stand voll hinter uns, hatte Wertschätzung und uns immer verteidigt. Er hatte einen netten Umgangston." Eine andere Antwort lautet: "Ich wurde so angenommen, wie ich bin. Das, was ich gut konnte, wurde gewürdigt und gut eingesetzt. Meine Schwächen wurden ebenso angenommen, aber mehr auf die Stärken geachtet und die wurden genutzt."
Von Seiten der Mitarbeitenden, die ihre Führungskraft als autoritär wahrnehmen, wurde dagegen ein toxisches Arbeitsklima beschrieben, z. B.: "Er hat mich heruntergeputzt, ohne dass ich ausreden konnte. Das war sehr ungerecht und führte zu meiner inneren Kündigung."
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