3

Psychische Belastung

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Psychische Belastung ist die Antriebskraft für die menschliche Entwicklung. Denn psychische Belastungen sind die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch (seelisch) auf ihn einwirken (DIN EN ISO 10075) – nicht zu verwechseln mit den Begriffen „psychische Erkrankungen“ und „Stress“. Psychische Belastungen sind ein normaler, aber zugleich auch wichtiger Bestandteil des Lebens – auch am Arbeitsplatz. Einflüsse, die aus der Arbeit von außen auf die Psyche des Menschen einwirken, sind beispielsweise die Arbeitsaufgabe, die Arbeitsumgebung oder der unmittelbare Arbeitsplatz selbst.

Für Unternehmen gilt, dass in psychischen Belastungen steckende Potenzial zu nutzen, um persönlichkeitsförderliche Beanspruchung zu bewirken. Zusätzlich sollten sie die aus den Arbeitsbedingungen ergebenden psychischen Belastungen so gestalten, dass Fehlbeanspruchung vermieden werden kann. Nur so lässt sich die Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz langfristig sicherstellen. Die psychische Beanspruchung steht für die unmittelbare Auswirkung der psychischen Belastung auf den inneren Zustand eines Menschen.




Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Die Gefährdungsbeurteilung ist eine arbeitsschutzgesetzliche Pflicht. Ziel ist es, Unfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren wie psychischen Belastungen vorzubeugen. Bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist es wichtig, die äußeren Einflüsse in legitime Belastung und Fehlbelastung zu unterscheiden. Denn Belastungen können nicht nur schädlich, sondern auch anregend wirken. Zusätzlich beschreibt die Gefährdungsbeurteilung ausschließlich psychischen Belastungen, die aus der Arbeit entstehen – keine individuellen psychischen Probleme.