Die Grunderwerbsteuer (GrEST) ist eine Verkehrsteuer und muss beim Erwerb eines innenländischen Grundstücks oder eines Grundstückanteils vom Käufer bezahlt werden. Die Grunderwerbsteuer ist im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) geregelt.

Die Grunderwerbsteuer ist eine Verkehrsteuer und steht den Ländern zu, die auch den Steuersatz festlegen. Dieser beträgt in Deutschland je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent (siehe unten Übersicht nach Ländern). Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist die Gegenleistung, bei einem Grundstückskauf also der Kaufpreis (einschließlich übernommener sonstiger Leistungen oder dem Verkäufer vorbehaltener Nutzungen).


News 11.09.2018 FG Kommentierung

News 06.08.2018 BFH Kommentierung

Auslöser der Grunderwerbsteuer

Der wichtigste Rechtsvorgang, bei dem Grunderwerbsteuer entsteht, ist der (Grundstücks-)Kaufvertrag. Sofern kein den Anspruch auf Übereignung begründendes Rechtsgeschäft vorausgegangen ist, kann die Grunderwerbsteuer auch an die Auflassung oder einen Eigentumsübergang anknüpfen. Bei einer Zwangsversteigerung unterliegt das Meistgebot der Besteuerung. Darüber hinaus kann Grunderwerbsteuer entstehen, wenn bei einer Personengesellschaft, die ein inländisches Grundstück besitzt, innerhalb von 5 Jahren mindestens 95 Prozent der Anteile auf neue Gesellschafter übergehen. Auch eine Anteilsvereinigung, bei der mindestens 95 Prozent der Anteile in der Hand eines Erwerbers vereinigt werden, löst Grunderwerbsteuer aus.

Bestimmte Vorgänge sind von der Besteuerung ausgenommen, z. B. wenn Grundstücke durch Erbschaft oder Schenkung übergehen oder an den Ehegatten bzw. Lebenspartner veräußert werden. Vergünstigungen bei der Grunderwerbsteuer bestehen auch für Umstrukturierungen innerhalb eines Konzerns.

Grunderwerbsteuer in den Bundesländern zum 1.1.2018

  • Baden-Württemberg: 5,0 Prozent
  • Bayern: 3,5 Prozent
  • Berlin: 6,0 Prozent
  • Brandenburg: 6,5 Prozent
  • Bremen: 5,0 Prozent
  • Hamburg: 4,5 Prozent
  • Hessen: 6,0 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern: 5,0 Prozent
  • Niedersachsen: 5,0 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 6,5 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 5,0 Prozent
  • Saarland: 6,5 Prozent
  • Sachsen: 3,5 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 5,0 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 6,5 Prozent
  • Thüringen: 6,5 Prozent
News 02.08.2018 Gesetzentwurf der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat am 1.8.2018 den Gesetzentwurf zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften ("Jahressteuergesetz 2018") beschlossen.mehr

News 01.08.2018 Immobilientransaktionen

Die Auflagen für die Abwicklung von Share Deals bei Immobilientransaktionen werden verschärft. Nach der Sommerpause wird im Bundesfinanzministerium ein erster Referentenentwurf ausgearbeitet. Sobald der fertig ist, startet das Gesetzgebungsverfahren im Bundestag und Bundesrat. Die Immobilienbranche fürchtet, dass die neuen Vorgaben für Share Deals womöglich faktisch rück­­­­wirkend gelten.mehr

News 25.07.2018 FG Köln

Das FG Köln hat entschieden, dass für gebrauchte bewegliche Gegenstände, die sich in einer Immobilie beim Kauf befinden, keine Grunderwerbsteuer fällig wird.mehr

News 22.06.2018 Finanzministerkonferenz

Die Finanzminister der Länder beschlossen am Donnerstag eine Reform bei den sog. Share Deals, wie Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) mitteilte.mehr

News 18.06.2018 Bundestag

Die FDP-Fraktion hatte gefordert, die Belastung mit Grunderwerbsteuer für selbst genutztes Wohneigentum zu reduzieren. Dies sollte durch einen neu zu schaffenden Freibetrag für Familien erreicht werden. Dieser Antrag wurde nun im Finanzausschuss des Bundestags (vorerst) abgelehnt.mehr

News 19.03.2018 BFH Kommentierung

Verpflichtet sich der Grundstückskäufer im Zusammenhang mit dem Grundstückskaufvertrag, dem Mieter eine beschränkte persönliche Dienstbarkeit (sog. Mieterdienstbarkeit) gegen Entgelt zu bestellen, liegt darin keine Gegenleistung für das Grundstück.mehr

News 26.01.2018 BFW

Einen neuen Rekordwert von 13,14 Milliarden Euro sollen die Länder im vergangenen Jahr durch die Grunderwerbsteuer eingenommen haben – das wäre ein Anstieg von sechs Prozent gegenüber 2016 und ein Plus von 50 Prozent verglichen mit 2011. Bei diesen Zahlen beruft sich der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen auf Angaben des Bundesfinanzministeriums. "Die Schmerzgrenze für die Mittelschicht ist mehr als erreicht", warnt BFW-Chef Andreas Ibel.mehr

News 12.01.2018 Politik

Einen Durchbruch gab es bei den Sondierungsgesprächen zur Regierungsfindung zwischen CDU, CSU und SPD. Auch Themen der Immobilienwirtschaft wurden besprochen. Ein Punkt betrifft die Mietpreisbremse: Die Regelung soll auf Wirksamkeit evaluiert werden. Außerdem hat der Bund die Beteiligung am sozialen Wohnungsbau auch für 2020 und 2021 garantiert – genauso wie die Schaffung steuerlicher Anreize für den freifinanzierten Wohnungsbau.mehr

News 08.01.2018 BFH Kommentierung

Die bloße Einräumung einer Vollmacht zur Ausübung der Rechte aus einem Gesellschaftsanteil reicht für einen Anteilsübergang nach § 1 Abs. 2a GrEStG nicht aus.mehr

News 13.11.2017 BFH Kommentierung

Der Veräußerer schuldet bei einheitlichem Erwerbsvorgang die GrESt in voller Höhe auch dann, wenn ein Dritter zur Gebäudeerrichtung verpflichtet ist.mehr

Meistgelesene beiträge
News 24.10.2017 IW Köln

In vielen Bundesländern steigt die Grunderwerbsteuer immer weiter. Das belastet private Hauskäufer, denn Vermögensaufbau und Neubauten werden verteuert. Ein Blick zu den europäischen Nachbarn offenbart mögliche Reformen, zeigt eine Studie des IW Köln.mehr

News 18.09.2017 Politik

Der Steuerzahlerbund und der Vermieterverband fordern von der Regierung in Rheinland-Pfalz die Senkung der Grunderwerbsteuer von fünf auf 3,5 Prozent. Das Finanzministerium in Mainz lehnt das ab. Auch eine Bremse bei der Grundsteuer B sei nicht geplant, erklärte das Ministerium. Die Verbände hatten eine maximale Erhöhung des Hebesatzes um 20 Prozentpunkte in drei Jahren sowie ein Höchsthebesatz vorgeschlagen.mehr

News 11.09.2017 Kommentar zur Bundestagswahl 2017

Die Parteien konzentrieren sich in ihren Wahlprogrammen bei Immobilien-Themen auf das Segment "Wohnen". Dies werde der Bedeutung von Gewerbeimmobilien nicht gerecht, meint JLL-Deutschlandchef Timo Tschammler und appelliert an die Politik, auch das Gewerbesegment in den Blick zu nehmen.mehr

News 06.09.2017 Politik

Die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat eine Bundesratsinitiative gestartet, die privaten Eigenheimerwerbern hohe Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer von bis zu 250.000 Euro pro Person ermöglichen soll. Der Antrag soll dem Finanzministerium zufolge am 22. September in den Bundesrat eingebracht werden.mehr

News 18.07.2017 FG Münster

Werden mehrere Kirchengemeinden zusammengelegt, kann dies Grunderwerbsteuer auslösen. So entschied das FG Münster.mehr

News 17.07.2017 BFH Kommentierung

Ein Gesellschafter ist neu (i. S. v. § 1 Abs. 2a GrEStG), wenn er erstmals ein Mitgliedschaftsrecht an einer grundbesitzenden Personengesellschaft erwirbt oder innerhalb von 5 Jahren seine Beteiligung aufstockt.mehr

News 07.07.2017 Politik

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein will auf Bundesebene für mehr Gerechtigkeit bei der Grunderwerbsteuer sorgen. Die Rede ist von einer Bundesratsinitiative gegen sogenannte Share Deals. Die Schließung des "Steuerschlupflochs" stehe auf der politischen Agenda, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Denn damit könnten Kapitalgesellschaften die Grunderwerbsteuer komplett umgehen.mehr

News 19.06.2017 BFH Kommentierung

Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH, ob die Steuerbegünstigung für Umstrukturierungen im Konzern nach § 6a GrEStG einen unzulässigen selektiven Vorteil verschafft.mehr

News 29.05.2017 BFH Kommentierung

Die Änderung der Flächengrößen und/oder Baukosten aufgrund eines geänderten Angebots des Veräußerers um mehr als 10 % spricht gegen das Vorliegen eines einheitlichen Erwerbsgegenstands.mehr

News 24.04.2017 Wohneigentum

Das Thema kommt immer wieder auf den Tisch: Die Erwerbsnebenkosten für den Immobilienkauf sind in Deutschland im europäischen Vergleich unverhältnismäßig hoch, wie Studien zeigen. Dabei wäre dem Immobilienverband ZIA zufolge eine neue Förderung oder die geplante Wiedereinführung der Eigenheimzulage nicht notwendig, wenn der Gesetzgeber stattdessen auf eine Reduktion der Hemmnisse beim Immobilienkauf, explizit die Senkung der Grunderwerbsteuer, setzte.mehr

News 21.04.2017 Grunderwerbsteuer

Millionen von Euro an Steuergeldern gehen durch sie am deutschen Fiskus vorbei: Nicht nur die Länder, auch die Bundesregierung will deshalb gegen Share Deals am Immobilienmarkt vorgehen. Jetzt hat die Regierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen geantwortet und unter anderem in Aussicht gestellt, dass ein Schlussbericht über die erarbeiteten Lösungsvorschläge zur Finanzministerkonferenz am 19. Oktober vorgelegt werden soll.mehr

News 18.04.2017 BFH Kommentierung

Ein nachträglicher Bauerrichtungsvertrag ändert die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer.mehr

News 11.04.2017 FG Hamburg

Das FG Hamburg hat entschieden, dass keine Grunderwerbsteuer anfällt, wenn eine zunächst im Rahmen einer Vereinbarungstreuhand gehaltene Beteiligung an einer grundbesitzenden Personengesellschaft auf den bisherigen Treugeber übergeht und er damit mindestens 95% der Anteile am Gesellschaftsvermögen hält.mehr

News 07.04.2017 Bundestagswahl 2017

Ihre Erwartungen an die künftige Bundesregierung hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) formuliert. Der Katalog umfasst unter anderem eine Erhöhung der linearen AfA und die Senkung der Grunderwerbsteuer.mehr

News 03.02.2017 Politik

Die baden-württembergische SPD will die Wohnungsbaumittel auf 300 Millionen Euro aufstocken. Von der Regierung in Stuttgart sind eigentlich 250 Millionen Euro Landeswohnraumförderung geplant. Außerdem wollen die Sozialdemokraten die Grunderwerbsteuer für junge Familien halbieren, aktuell liegt der Steuersatz bei fünf Prozent.mehr

News 02.02.2017 IVD

In Deutschland sind im vergangenen Jahr 240,5 Milliarden Euro in Immobilien investiert worden, das sind 9,6 Prozent mehr als 2015. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbands IVD. Dadurch sind die Zusatzeinnahmen aus der Grunderwerbsteuer um 10,2 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro (2016) gewachsen. Den höchsten Umsatz verzeichnete Bayern mit mehr als 50 Milliarden Euro, den höchsten Anstieg das Saarland mit einem Plus von knapp 39 Prozent.mehr

News 08.11.2016 Immobilienmarkt

In Deutschland sind die Nebenkosten für den Immobilienkauf mehr als doppelt so hoch wie in den Niederlanden und fast viermal so hoch wie in Großbritannien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Damit sich auch ärmere Haushalte weiter Eigentum leisten können, empfiehlt das IW der Bundesregierung die Senkung der Nebenkosten.mehr

News 21.10.2016 BFH Kommentierung

Der Ausfall der Forderung des Verkäufers eines Grundstücks aufgrund Insolvenz des Käufers führt nicht zu einer Änderung der Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer. mehr

News 19.10.2016 BFH Pressemitteilung

Beim Grundstückskauf führt der Ausfall der Kaufpreisforderung aufgrund einer Insolvenz des Käufers nicht zu einer Änderung der Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer.mehr

News 09.09.2016 Politik

Die Länderfinanzminister wollen eine Reform der Grunderwerbsteuer. Sie fühlen sich von großen Immobilienunternehmen ausgetrickst. Investoren ersparen sich demnach die Grunderwerbsteuer, indem sie nicht Immobilien direkt kaufen, sondern sich am Erwerb beteiligen, also Firmenanteile kaufen (Share Deals). Bis Mitte November wollen die Minister nun Lösungsvorschläge erarbeiten, damit der Staat künftig auch von größeren Immobiliengeschäften profitiert.mehr

News 09.09.2016 Finanzministerkonferenz

Mit einer Reform der Grunderwerbsteuer wollen die Länder Tricksereien durch große Immobilienkonzerne einen Riegel vorschieben.mehr

News 05.09.2016 BFH Kommentierung

Bei einer Grundstücksschenkung unter Auflage (Wohnungsrecht) unterliegt der Wert der Auflage auch dann der Grunderwerbsteuer, wenn die Schenkung insgesamt von der Schenkungsteuer befreit ist.mehr

News 23.08.2016 Stuttgart

Die baden-württembergische Landesregierung in Stuttgart plant eine erneute Erhöhung der Grunderwerbsteuer um 1,5 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent, wie aus Kreisen der CDU bekannt wurde. Der Eigentümerverband Haus & Grund kritisierte den Plan. "Im Kern ist das keine gute Lösung", sagte Michael Hennrich, Vorsitzender von Haus & Grund Württemberg. Man werde alles dafür tun, um eine Erhöhung zu verhindern.mehr

News 06.07.2016 FG Pressemitteilung

Das FG Hamburg hat entschieden, dass ein Grundstückserwerb i. S. d. § 16 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG rückgängig gemacht ist, auch wenn in derselben Urkunde, in der der Grundstückskaufvertrag aufgehoben wurde, 94 % der Anteile der grundstücksveräußernden Kapitalgesellschaft an die Muttergesellschaft der Erwerberin veräußert worden sind.mehr

News 17.05.2016 Steuern

Beim Erwerb einer Eigentumswohnung in der Zwangsversteigerung mindert eine vorhandene Instandhaltungsrücklage die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer nicht.mehr

News 17.05.2016 BFH Kommentierung

Beim Erwerb einer Eigentumswohnung im Wege der Zwangsversteigerung ist das Meistgebot als Bemessungsgrundlage der GrESt nicht um die anteilige Instandhaltungsrückstellung zu mindern.mehr

News 21.03.2016 BGH

Bei der Prüfung, ob ein Immobilienkaufvertrag wegen eines besonders groben Missverhältnisses zwischen Kaufpreis und Verkehrswert sittenwidrig ist, sind vom Verkäufer übernommene, normalerweise vom Käufer zu tragende Erwerbsnebenkosten von der Leistung des Käufers abzuziehen.mehr

News 10.02.2016 Politik

Die Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer sind 2015 auf einen neuen Rekordwert von rund 11,2 Milliarden Euro geklettert. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sind sie damit um 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.mehr

News 21.12.2015 Steuern

Die Grunderwerbsteuer in Thüringen steigt zum 1. Januar 2017 auf 6,5 Prozent. Das hat der Landtag in Erfurt beschlossen.mehr

News 21.12.2015 Ländererlasse

Das Steueränderungsgesetz 2015 hat die Verweise in das GrEStG geändert und damit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 23.6.2015 Rechnung getragen. Ersatzbemessungsgrundlage ist nunmehr der Grundbesitzwert.mehr

News 08.12.2015 FG Pressemitteilung

Über die grunderwerbsteuerlichen Folgen einer Umstrukturierung im Konzern hatte das FG Düsseldorf zu entscheiden.mehr

News 22.10.2015 FG Pressemitteilung

Wird eine Grundbesitz haltende Personengesellschaft durch Ausscheiden des vorletzten Gesellschafters aufgelöst und wächst ihr Vermögen dem verbleibenden Gesellschafter an, löst dieser Vorgang Grunderwerbsteuer aus. Im Verfahren über die gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts kann der gemeine Wert nicht aus den vereinbarten Anteilskaufpreisen oder den Abfindungszahlungen abgeleitet werden.mehr

News 14.10.2015 Ländererlasse Kommentierung

Das BVerfG hat mit Beschluss vom 23.6.2015 die Regelung zur Ersatzbemessungsgrundlagen für mit der Verfassung unvereinbar erklärt. Als Grund führt das Gericht an, dass die Regelung zu einer Ungleichbehandlung gegenüber den Steuerschuldnern führt, deren Grunderwerbsteuer auf der Grundlage der Regelbemessungsgrundlage erhoben wird.mehr

News 24.09.2015 Bundestag

Der Finanzausschuss hat umfangreiche Änderungen des Steuerrechts beschlossen. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde zudem von "Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung zum Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" umbenannt in "Steueränderungsgesetz 2015". Das Gesetz soll heute (24.9.2015) im Bundestag verabschiedet werden.mehr

News 27.08.2015 BFW

Die Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer sind im ersten Halbjahr 2015 auf einen neuen Rekordwert von 5,3 Milliarden Euro geklettert. Damit hat sich die Steuer in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) sieht diese Entwicklung kritisch.mehr

News 19.08.2015 Landespolitik

Die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer in Thüringen sind in diesem Jahr weiter leicht angestiegen. Im vergangenen Jahr nahm der Freistaat 108 Millionen Euro ein und damit so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr.mehr

News 23.07.2015 BVerfG Kommentierung

Das BVerfG hat entschieden, dass die Regelung über die Ersatzbemessungsgrundlage im Grunderwerbsteuerrecht mit dem Gleichheitssatz nach Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar ist, und den Gesetzgeber verpflichtet, spätestens bis zum 30.6.2016 rückwirkend zum 1.1.2009 eine Neuregelung zu treffen.mehr