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Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungsbeurteilung

Die systematische Analyse der Gefährdungen an unterschiedlichen Arbeitsplätzen und bei verschiedenen Tätigkeiten ist ein Kerngedanke im präventiven Konzept der Gefährdungsbeurteilung.

Die Gefährdungsbeurteilung liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers, der sie durchzuführen hat. Bei der Prüfung geht es nicht nur um körperliche, sondern auch um psychische Gefährdung. Ergebnisse müssen die Grundlage für betriebliche Arbeitsschutzaktivitäten sein, die regelmäßig überprüft werden müssen.

Leitlinie zur Gefährdungsbeurteilung

Die Leitlinie "Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation" der Bundesregierung und der Berufsgenossenschaften sieht folgende Schritte für die Gefährdungsbeurteilung vor:

  • Festlegen von Arbeitsbereichen und Tätigkeiten,
  • Ermitteln der möglichen Gefährdungen,
  • Beurteilen der Gefährdungen,
  • Festlegen konkreter Arbeitsschutzmaßnahmen (Rangfolge der Schutzmaßnahmen beachten),
  • Durchführung der Maßnahmen,
  • Überprüfen der Wirksamkeit der Maßnahmen.

Lärmschutz gegen Stress und Krankheiten

Lärmbelästigung am Arbeitsplatz: Grenzwerte und Maßnahmen

Lärm bei der Arbeit stört nicht nur die Konzentration und die Kommunikation zwischen den Kollegen, sondern ist häufig auch Ursache von Stress und Krankheiten. Beim Lärmschutz im Unternehmen werden aber häufig Fehler gemacht. Das liegt unter anderem auch daran, dass oft nicht klar ist, was Lärmbelästigung bzw. -belastung überhaupt ist. Was sagen die Regelwerke über den Lärmschutz? Und wie sollten Arbeitgeber beim Lärmschutz im eigenen Betrieb vorgehen?

Umfrage

Status quo im Arbeitsschutz: Ergebnisse der neuen GDA-Befragung

Ende Juni 2025 wurden die aktuellen Ergebnisse der GDA-Betriebs- und Beschäftigtenbefragung 2023/24 veröffentlicht. Obwohl sich der Arbeitsschutz in deutschen Unternehmen seit der letzten Erhebung im Jahr 2015 spürbar verbessert hat, bestehen weiterhin erhebliche Defizite. In etwa einem Drittel aller Betriebe werden Gefährdungsbeurteilungen noch immer nicht durchgeführt, und in jedem vierten Unternehmen bleiben Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben folgenlos.








Physische Belastungen

Leitmerkmalmethode Ganzkörperkräfte: Neues Screening-Verfahren für besonders große Körperbelastungen

Die Leitmerkmalmethoden sind Screening-Verfahren zur Beurteilung und Gestaltung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) bei physischen Arbeitsbelastungen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine neue Leitmerkmalmethode für Ganzkörperkräfte entwickelt, die für besonders schwere physische Tätigkeiten und entsprechenden Belastungen typisch sind. Diese wurde in der betrieblichen Praxis bereits umfangreich getestet und wird daher den Unternehmen zur Anwendung empfohlen.






Arbeitsschutz im Homeoffice

Hat der Arbeitgeber beim Homeoffice ein Zutrittsrecht zu den privaten Wohnräumen?

Das Homeoffice ist dadurch geprägt, dass es sich in räumlicher Hinsicht den Einflussmöglichkeiten des Arbeitgebers weitgehend entzieht. Dennoch bedingen die arbeitgeberseitigen Fürsorgeverpflichtungen und auch die öffentlich-rechtlichen Arbeitsschutzvorschriften, dass der Arbeitgeber auch im Homeoffice zahlreiche Schutzverpflichtungen hat. Fraglich bleibt, ob der Arbeitgeber die Wohnräume des Beschäftigten zum Zwecke des Arbeitsschutzes überhaupt betreten darf. 



Gefährdungsbeurteilung im Arbeitsschutz

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung richtig durchführen

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist unternehmerische Pflicht. Dabei geht es nicht um die psychische Verfassung der Beschäftigten, sondern um die Gestaltung der Arbeit im Hinblick auf psychische Belastungen. Handlungshilfen der GDA zu Vorgehensweise, Methoden und Instrumenten unterstützen Arbeitgeber. Sie müssen geeignete Maßnahmen festlegen und umsetzen.





Mobile digitale Arbeitsgeräte

Smartwatch & Co: Gesundheitshelfer mit kleinen Gesundheitsrisiken

Ob Smartwatch, Apple Watch oder Fitnesstracker – Wearables werden zunehmend zur persönlichen Gesundheitsüberwachung eingesetzt. Rund um die Uhr können ihre Träger mit ihnen Gesundheit und Fitness messen. Einige kleinere Gefährdungen gibt es bei ihnen allerdings auch zu beachten. Insgesamt aber überwiegen die Vorteile deutlich und deshalb werden sie auch zunehmend im betrieblichen Gesundheitsschutz eingesetzt.



Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Empfehlungen für gute hybride Bildschirmarbeit veröffentlicht

Hybride Arbeit beschreibt die Mischung aus Präsenzarbeit und mobiler Arbeit. Sie kann die Flexibilität und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern, insbesondere für Beschäftigte mit Beeinträchtigungen oder nach längerer Arbeitsunfähigkeit. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat dazu Empfehlungen für eine sichere und gesunde hybride Bildschirmarbeit veröffentlicht.


DGB-Index Gute Arbeit

Mangelhafter Arbeitsschutz im Dienstleistungssektor

Eine aktuelle Untersuchung von ver.di in Zusammenarbeit mit dem DGB-Index Gute Arbeit wirft ein alarmierendes Licht auf die Zustände des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Dienstleistungssektor. Die 17. Ausgabe der ver.di-Arbeitsberichterstattung unter dem Titel "Arbeitsbelastung hoch, Arbeitsschutz mangelhaft" offenbart eine besorgniserregende Vernachlässigung der Sicherheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten.




Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Gewaltprävention – Umsetzung des „Aachener Modells“ im Gastgewerbe

Im Rahmen von der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen sollte auch das Thema Gewaltprävention behandelt werden. Das gilt insbesondere für das Gastgewerbe, in dem die Beschäftigten oft mit alkoholisierten Gästen, Aggressionen und sexueller Belästigung zu tun haben. Genau für diese Branche hat die Berufsgenossenschaf Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) ihr „Aachener Modell“ entwickelt.



Psychische Belastungen

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen: Handlungsbedarf in Großküchen

Psychische Belastungen und Beanspruchungen im ohnehin stressigen Arbeitsfeld Großküche haben aufgrund von Rationalisierung, Fachkräftemangel und den Folgen der COVID-19-Pandemie in den vergangenen Jahren nochmals stark zugenommen. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist daher ein wichtiges Instrument, um negative Entwicklungen im Betrieb zu erkennen. Die direkte Beteiligung der Beschäftigten ist hierfür essentiell.




Betriebssicherheitsverordnung im Überblick

Betriebssicherheitsverordnung erklärt: Das Wichtigste auf einen Blick

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist ein wichtiger Eckpfeiler der deutschen Gesetzgebung. Sie wurde zuletzt 2015 aktualisiert und legt detaillierte Standards für die Verwendung aller Arbeitsmittel im betrieblichen Kontext fest. Ziel ist es, ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Die Verantwortung liegt dabei sowohl bei Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern.


Mutterschutz

Betriebliche Beschäftigungsverbote nach dem Mutterschutzgesetz

Das moderne Mutterschutzrecht ist von dem Gedanken getragen, schwangeren und stillenden Frauen eine Weiterbeschäftigung zu ermöglichen, so dass diese gleichberechtigt am Arbeitsleben teilnehmen können. Der Arbeitgeber muss aber durch geeignete Schutzmaßnahmen die Gesundheit der Frau und des Kindes gewährleisten, so kann auch ein betriebliches Beschäftigungsverbot als Schutzmaßnahme umgesetzt werden.


Medizinabfall

„Sharps“ im Gesundheitswesen: Wie sie sicher zu entsorgen sind

Bei der Entsorgung von medizinischem Abfall in den Einrichtungen des Gesundheitswesens sind viele Besonderheiten zu beachten. Besonders gefährlich für die Beschäftigten sind scharfe und spitze medizintechnische Instrumente wie Skalpelle, Pipetten oder Kanülen – sogenannte „Sharps“. Denn bei ihnen sind gleich zwei Risiken zu beachten: die Infizierung mit Krankheitserregern sowie Schnitt- und Stichverletzungen.


Absturzunfälle

Gründächer: Absturzgefahr auf den grünen Inseln über der Stadt

Gründächer erfreuen sich wachsender Beliebtheit, denn sie sind ein wichtiger Baustein für gesündere und klimafreundlichere Städte. Doch für den Arbeitsschutz ergibt sich ein Problem: Handwerker müssen das Dach wegen Grün- und Wartungsarbeiten häufiger betreten als es bei anderen Dächern der Fall ist. Die Absturzgefahr für die Beschäftigte, die das Arbeiten in Höhen nicht immer gewohnt sind, ist dabei stets akut.



Gefährdungsbeurteilung

"Remote-Begehung" – Arbeitsschutz effektiv aus der Distanz organisieren

Die heutigen Unternehmensstrukturen sind oft komplex: Mitarbeiter arbeiten teilweise mobil und Unternehmen setzen sich aus vielen großen und kleinen Standorten zusammen, die häufig eher funktions- statt standortabhängig zusammenarbeiten. In solchen Strukturen müssen Führungskräfte und Arbeitsschutzverantwortliche Prozesse und Schutzmaßnahmen auch für Niederlassungen und kleine Standorte organisieren, an denen sie räumlich nicht präsent sein können.


Unfallfaktoren und Absturzursachen

Absturzunfälle verursachen großen Teil der tödlichen Arbeitsunfälle

Etwa 30 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle, die zwischen 2009 und 2022 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erfasst wurden, sind auf Absturzunfälle zurückzuführen. Besonders besorgniserregend ist, dass etwa 25 Prozent der Betroffenen, oft aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen, von Dächern stürzten oder durch Lichtkuppeln brachen. Untersucht wurden auch Unfallfaktoren und Absturzursachen, was zur Reduzierung von Absturzunfällen beitragen kann.


Gefährdungsbeurteilung im Arbeitsschutz

Gefährdungsbeurteilung für mobiles Arbeiten im Homeoffice erstellen

Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gemäß dem Arbeitsschutzgesetz gilt auch für mobile Beschäftigte. Die Arbeit aus dem Homeoffice muss deshalb im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Die Gefährdungsbeurteilung muss technische, organisatorische und arbeitszeitliche Faktoren berücksichtigen. Doch wie gestaltet sich diese Pflicht, wenn der Arbeitgeber weniger Einfluss auf die Arbeitsumgebung hat?



Gefährdungsbeurteilung

Last-Minute-Risk Analysis: Risikominimierung durch die schnellste Form der Gefährdungsbeurteilung

In einem sicheren Arbeitsumfeld spielt das Risikobewusstsein der Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle. Die Last-Minute-Risk Analysis (LMRA) ist eine bewährte Methode, um dieses Bewusstsein zu fördern und potenzielle Gefahren rechtzeitig zu identifizieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die LMRA eingesetzt werden kann, um Mitarbeitende zu befähigen, Risiken zu erkennen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.


Gefährdungsbeurteilung bei hoher Arbeitsbelastung

Rolle der Gefährdungsbeurteilung bei Zeit-, Leistungsdruck und Informationsflut

Laut dem Stressreport 2019 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der im Jahr 2020 veröffentlicht wurde, geben 60 % der Befragten (N=17.852) an, dass sie häufig verschiedene Arbeiten gleichzeitig erledigen müssen, 48 % geben an, dass sie häufig unter starkem Termin- oder Leistungsdruck stehen, 46 % geben an, dass sie häufig Arbeitsunterbrechungen haben und 34 % geben an, dass sie häufig sehr schnell arbeiten müssen (BAuA, 2020).




Psychische Gesundheit

Spätestens in den letzten zwei Jahren wurde klar, dass psychische Gesundheit keine reine Privatsache ist. Denn psychische Belastungen wirken sich auf alle Lebensbereiche aus. Was Arbeitnehmende krank macht und wie Führungskräfte und Unternehmen präventiv damit umgehen können, lesen Sie in diesem Top-Thema.


Novellierte Mutterschutzgesetz

Vorgaben des Mutterschutzgesetzes: So ist die Realität in den Betrieben

Durch das 2018 novellierte Mutterschutzgesetz haben schwangere und stillende Frauen erstmals einen eindeutig formulierten rechtlichen Anspruch auf den Schutz der Gesundheit und eine Gleichstellung am Arbeitsplatz. Darüber hinaus muss der Arbeitgeber verschiedene mütterspezifische Schutzmaßnahmen im Betrieb umsetzen. Eine DGB-Studie aus dem Jahr 2022 zeigt aber, dass die betriebliche Realität vielfach immer noch nicht den neuen gesetzlichen Anforderungen entspricht.



Dynamik 4.0

Psychische Gefährdungsbeurteilung: Wie die Digitalisierung Betrieben helfen kann

Digitale Instrumente werden seit längerem auch für die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen (GBP) angewendet. Ganzheitliche digitale Gefährdungsbeurteilungen gibt es aber erst seit wenigen Jahren. Ein Wegbereiter für die Entwicklung ganzheitlicher digitaler GBP-Systeme war das Projekt „Dynamik 4.0“. Mit dem im Rahmen dieses Projekts entwickelten webbasierten System lassen sich auch völlig neuartige psychische Stressoren, die durch Industrie 4.0 entstanden sind, schnell und flexibel erfassen und angehen – vor allem durch die konsequente Einbindung der betroffenen Beschäftigten.