Mangelhafter Arbeitsschutz im Dienstleistungssektor
Belastungen und Vernachlässigungen
Trotz spürbarer Belastungen am Arbeitsplatz gibt nur etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten an, unter den derzeitigen Bedingungen bis zur Rente durchhalten zu können. Ein Großteil - immerhin 87 Prozent - ist von mindestens zwei der untersuchten Belastungen betroffen. Das wirft die Frage auf, warum wirksame Gesundheitsvorsorge und angemessener Arbeitsschutz immer noch Mangelware sind.
Rebecca Liebig, ver.di-Vorstandsmitglied, kommentiert die Ergebnisse als "echtes Desaster für die Arbeitswelt". Sie betont die dringende Notwendigkeit, dass Arbeitgeber ihren gesetzlichen Pflichten im Arbeitsschutz nachkommen und die Sicherheit und das Wohlbefinden ihrer Beschäftigten gewährleisten. Gerade im Dienstleistungssektor, der einem ständigen Wandel unterworfen ist, sind gut qualifizierte, motivierte und vor allem gesunde Beschäftigte unerlässlich, um die anstehenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Gefährdungsbeurteilung ist Basis gesunder Arbeitsplätze
Ein zentraler Baustein, um gesunde und sichere Arbeitsplätze zu schaffen, ist die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung. Besorgniserregend ist jedoch, dass fast die Hälfte der Beschäftigten angibt, dass in ihrem Betrieb keine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde. Selbst wenn Maßnahmen ergriffen wurden, waren diese oft unzureichend und konnten die Belastungen der Beschäftigten nicht angemessen reduzieren.
Arbeitsschutz liegt in Verantwortung der Arbeitgeber
Der Bericht erinnert daran, dass es höchste Zeit ist, dass die Arbeitgeber im Dienstleistungssektor ihrer Verantwortung gerecht werden und den Arbeits- und Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst nehmen. Den vollständigen Bericht finden Sie hier als Download.
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