Empfehlungen für gute hybride Bildschirmarbeit veröffentlicht
Mit neuen Formen der Zusammenarbeit wie hybrider Arbeit, ändern sich auch die Anforderungen an alle Beteiligten: Arbeitgeber müssen sichere Arbeitsgestaltungen schaffen, während Beschäftigte sich besser selbst organisieren müssen. Führungskräfte stehen gleichzeitig vor Herausforderungen wie der Führung auf Distanz und dem Informationsmanagement.
Auch hybride Arbeit braucht Regeln
Erfahrungen zeigen, dass hybride Arbeit dort gut funktioniert, wo betriebliche oder tarifvertragliche Regeln existieren. Im Rahmen der Politikwerkstatt „Mobile Arbeit“ soll deshalb mithilfe von Empfehlungen ein Rahmen für die Gestaltung gesundheitsförderlicher, hybrider Arbeit in der betrieblichen Praxis geschaffen werden.
Empfehlungen für hybride Bildschirmarbeit
Die BMAS-Empfehlungen beinhalten sieben Schritte für die Gestaltung guter hybrider Bildschirmarbeit:
Schritt 1: Begriffe, Anwendungsbereiche und Ziele definieren
Ein gemeinsames Verständnis und klare Ziele für mobile Arbeit wie die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die Verringerung des Pendelns und die Wiedereingliederung nach Krankheit erleichtern die Einführung. Wichtig ist auch, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer der mobilen Arbeit freiwillig zustimmen.
Schritt 2: Geeignete mobile Bildschirmtätigkeiten festlegen
Es sollten Kriterien festgelegt werden, um zu beurteilen welche Tätigkeiten mobil erledigt werden können. Dabei müssen Datenschutz, Anwesenheitserfordernisse und technischen Anforderungen berücksichtigt werden.
Schritt 3: Zeitliche Rahmenbedingungen festlegen
Festlegung, wie viel Zeit maximal mobil gearbeitet werden darf und an welchen Tagen Anwesenheit im Büro erforderlich ist. Auch Regelungen zur Erreichbarkeit und Planbarkeit der Präsenzarbeit bei Desksharing sind notwendig.
Schritt 4: Kostenregelungen treffen
Transparente Vereinbarungen zur Kostenübernahme für Arbeitsmittel und Arbeitsschutz sind wichtig. Der Arbeitgeber trägt grundsätzlich die Kosten, aber auch "Bring your own device"-Modelle sind möglich.
Schritt 5: Gefährdungsbeurteilung durchführen
Eine Gefährdungsbeurteilung stellt sicher, dass auch bei mobiler Arbeit gesunde und sichere Arbeitsbedingungen herrschen. Checklisten können hierbei hilfreich sein, und der Arbeitgeber muss erforderliche Schutzmaßnahmen umsetzen.
Schritt 6: Beschäftigte informieren und unterweisen
Beschäftigte müssen über ihre Pflichten und Rechte bei mobiler Arbeit informiert und entsprechend unterwiesen werden, damit sie ihre Arbeitsbedingungen selbst mitgestalten und einhalten können.
Schritt 7: Maßnahmen auf Wirksamkeit kontrollieren und anpassen
Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen stellen sicher, dass die Arbeitsbedingungen dauerhaft sicher und produktiv bleiben. Änderungen der Rahmenbedingungen (z. B. Wohnungswechsel) erfordern eine erneute Durchsicht aller Schritte.
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