05.10.2012 | Mutterschutz

Arbeitsplatzgestaltung bei Schwangerschaft

Schwangere brauchen Bewegung
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Arbeitgeber müssen schwangere Mitarbeiterinnen in besonderem Maße schützen. Das gilt vor allem bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes.

Der Arbeitgeber hat bei Einrichtung und Unterhaltung des Arbeitsplatzes und bei Regelung der Beschäftigung die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz von Leben und Gesundheit der werdenden und stillenden Mütter zu treffen. Arbeitsplatz ist umfassend i. S. von § 2 ArbStättV die Beschäftigungsstelle einschließlich des betrieblichen Umfelds und der technischen Einrichtung. Auch Beleuchtung, Belüftung, Bodenbelag und Zugänge müssen dem Mutterschutz gerecht werden. Für werdende und stillende Mütter ist eine Liegegelegenheit einzurichten. Das Schutzgebot erfasst auch Arbeitsorganisation wie Arbeitszeit, Pausen oder Arbeitstempo.

Hat die Schwangere überwiegend stehende Tätigkeiten zu verrichten, hat der Arbeitgeber gem. § 2 Abs. 2 MuschG für eine Sitzgelegenheit zum kurzen Ausruhen zu sorgen. Das "Stehen" oder "Gehen" muss der Tätigkeit das dominierende Gepräge geben. Die Sitzgelegenheit muss zum kurzen Ausruhen nach Beschaffenheit und Arbeitsorganisation geeignet sein. Nach Ablauf des fünften Schwangerschaftsmonats kann diese Verpflichtung des Arbeitgebers überlagert werden durch ein Beschäftigungsverbot nach § 4 Abs. 2 Nr. 2 MuSchG. Beschäftigt der Arbeitgeber umgekehrt werdende oder stillende Mütter mit Arbeiten, bei denen sie ständig sitzen muss, muss er ihr Gelegenheit zu kurzen Unterbrechungen der Arbeit geben.

Schlagworte zum Thema:  Mutterschutz, Schwangerschaft

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