15

Wissensmanagement

Bild: Haufe Online Redaktion

Unter dem Begriff Wissensmanagement werden im Personalmanagement all jene Aufgaben zusammengefasst, die dazu beitragen, das Wissen für das Unternehmen zu erwerben, es weiterzuentwickeln, im Unternehmen weiterzugeben sowie abzuspeichern.

Ziel des Wissensmanagement ist es, das richtige Wissen rechtzeitig an den richtigen Stellen zur Verfügung zu stellen. Wissensmanagement ist damit mehr als Kommunikations- oder Informationsmanagement. Es hat eine steigende Bedeutung, denn Wissen wird aufgrund des Trends hin zur wissensbasierten Wirtschaft immer mehr zur wertvollen Ressource in Unternehmen.

Um in einer Organisation erfolgreiches Wissensmanagement zu etablieren, sollten die Verantwortlichen sich zunächst darüber klar werden, was das Wissensziel des Unternehmens ist und welches Wissen dort bereits vorhanden ist. Dieses Wissen sollte systematisch entwickelt und fehlendes Know-how erworben werden. Teil des betrieblichen Wissensmanagements ist es darüber hinaus, Wissen im Unternehmen zu verteilen, richtig zu nutzen, zu bewahren und zu bewerten. Gerade um das Wissen im Unternehmen zu bewahren und zu verteilen ist die richtige Informations- und Kommunikationstechnologie nötig. Häufig werden hier Intranet-Plattformen verwendet, auf denen Wissen gespeichert wird und auch weitergegeben sowie bewertet werden kann.



Wissensmanagement als Teil von Personalprozessen

Das Wissensmanagement ist Teil verschiedener Personalprozesse: So spielen beim Wissenserwerb und der Wissensentwicklung die Personalauswahl sowie die Personalentwicklung eine große Rolle. Mithilfe der diagnostischen Methoden wie dem Assessment Center wird festgestellt, welche Skills im Unternehmen vorhanden sind. Wenn man sich dabei von einer reinen Stellen- oder Aufgabenbetrachtung löst und alle vorhandenen Skills der Mitarbeiter erfasst, sprechen Experten auch von „Skill Management“. Bei der Wissensverteilung wiederum spielt zum Beispiel auch die Vergütung mit Prämiensystemen als HR-Aufgabe eine Rolle.