Informationsfluss scheitert an der Hierarchiestufe
Die Kommunikation in deutschen Unternehmen ist einer Studie zufolge verbesserungswürdig: 63 Prozent der befragten Arbeitnehmer bemängeln darin, dass an ihrem Arbeitsplatz eine "Kultur der Unwissenheit" herrsche. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des IT-Dienstleisters Beck et al. Services in Zusammenarbeit mit der Business- und IT-Beratung Q-Perior unter mehr als 100 Fach- und Führungskräften. Über ein Drittel der Befragten ist sogar der Meinung, dass ihr Arbeitgeber das Teilen von Informationen behindere.
Kommunikation nur auf gleicher Hierarchieebene
Ein weiterer Kritikpunkt ist das Kommunizieren über die Sprossen der Karriereleiter hinweg: Immerhin jeder dritte Angestellte gibt an, dass eine offene Kommunikation nur innerhalb der gleichen Hierarchieebene möglich sei. Ein Viertel beschwert sich über eine "strikte Top-Down-Kultur", ebenso viele finden die Kommunikationsregeln in ihrem Unternehmen verbesserungswürdig. Hier erschwerten formale Dienstwege den Mitarbeitern schnell auf wichtige Informationen zuzugreifen oder aktuelle Arbeitsergebnisse zu kommunizieren, so die Studienautoren. Dies sei aber gerade deshalb wichtig, weil sich zwei von drei Angestellten heute als Wissensarbeiter begriffen, die ihr Fachwissen effizient koordinieren müssen.
Fehlende Kommunikation kostet Geld
Dabei sollten die Unternehmen eigentlich ein gesteigertes Interesse daran haben, den Informationsfluss am Laufen zu halten: Firmen, die sich bei verkürzten Innovationszyklen und verbesserten Produkten durch fehlende Kommunikation von den Mitbewerbern abhängen lassen, verlören dabei mitunter richtig Geld, warnen die Autoren.
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