Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger erhält Leonardo-Preis
Der Preis wurde zum Auftakt der Messe Zukunft Personal in Schloss Bensberg erstmals in drei verschiedenen Kategorien verliehen. Preisträger sind neben Bullinger die beiden Geschäftsführer der Festo Konzern-Holding Dr. Wilfried Stoll und Dr. h.c. Kurt Stoll in der Kategorie "Company Transformation" sowie Professor Sugata Mitra, Initiator des Experiments "Hole in the Wall" in der Kategorie "Crossing Borders".
"Thought Leadership": Forschung heute - Entwicklung von morgen
Die Kategorie "Thought Leadership" richtet den Fokus auf Persönlichkeiten, die viele Nachahmer in Unternehmen und in der Gesellschaft inspiriert und bei ihren Innovationsbestrebungen Wert auf Wachstum in Europa gelegt haben. In dieser Kategorie entschied sich das international besetzte Advisory Board des Leonardo – European Corporate Learning Award aus folgenden Gründen für den Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.
"Hans-Jörg Bullinger ist in der akademischen Welt das Symbol für Innovation, für Innovationsmanagement und Innovationsstrategien", kündigte Laudator, Staatssekretär Helmut Dockter, den Preisträger an. Am Anfang eines Innovationsprozesses stünde immer die Courage, etwas Neues zu wagen, neue Wege zu gehen. Bullinger habe als Fraunhofer-Präsident "viele Projekte mit Relevanz für das Corporate Learning auf den Weg gebracht, an denen sich Wirtschaftakteure und auch die Zivilgesellschaft in Europa orientiert haben", ergänzte Günther M. Szogs, "Secretary" des Leonardo Advisory Board.
"Company Tranformation": Bildung auch Aufgabe der Gesellschaft
Der Preis "Company Transformation" zeichnet Persönlichkeiten aus, die ganzheitliche, innovative Ansätze für Corporate Learning umgesetzt und damit andere Betriebe inspiriert haben. Preisträger dieser Kategorie sind die Eigentümer des Automatisierungskonzerns Festo. Kurt Stoll, der "Tüftler" und Wilfried Stoll, der Visionär und Geschäftsmann, hätten gezeigt, dass es möglich sei, zwei verschiedene Talente erfolgreich zu vereinen und zu nutzen, würdigte Professor Johan Löhn, Präsident der Steinbeis Universität Berlin, die Preisträger.
"Crossing Borders": Lernchancen für jene, die keine Chance haben
Der Leonardo in der Kategorie "Crossing Borders" ehrt alternative Ansätze, die führende Geisteshaltungen in Frage stellen und so Veränderungen, vor allem auch in der betrieblichen Weiterbildung, bewirken. Sugata Mitra, Professor für Educational Technology an der Newcastle University in Großbritannien und Gastprofessor beim Media Lab im Massachusetts Institute of Technology (MIT), nahm diese Auszeichnung in Schloss Bensberg entgegen.
Mitra ist vor allem durch sein "Hole in the Wall"-Experiment bekannt, bei dem er einen Computer mit Internetzugang in einem Slum in New Delhi installierte und so aufzeigte, in welch hohem Maß Kinder selbstorganisiert lernen und soziales Verhalten entwickeln können. "Auf der einen Seite sind Sie die Sache angegangen wie ein Ingenieur", richtete sich Professor Wim Veen in seiner Laudatio an Sugata Mitra. "Dazu kam, dass Sie aus einer Vision heraus gehandelt haben: Denen eine Chance geben, zu lernen, die keine Chance haben!"
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