5

Gleitzone

Bild: Haufe Online Redaktion

In der Gleitzone befinden sich regelmäßige monatliche Arbeitsentgelte aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung zwischen 450,01 Euro und 850 Euro.

Liegt ein Arbeitsverhältnis in der sogenannten Gleitzone vor, hat dies zur Folge, dass Arbeitnehmer einen reduzierten Beitragsanteil zur Sozialversicherung zahlen.

Sonderzahlungen werden bei der Ermittlung des Arbeitsentgelts berücksichtigt, wenn ein Rechtsanspruch besteht oder sie mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich gezahlt werden. Bei schwankendem Arbeitsentgelt muss eine Schätzung vorgenommen werden. Ist diese im Nachhinein nicht richtig, wird eine Korrektur für die Zukunft vorgenommen. Werden mehrere Beschäftigungen ausgeübt, werden diese addiert. Minijobs werden nicht berücksichtigt.




Beitragsberechnung in der Gleitzone

Für die Berechnung der Beiträge wird nicht das tatsächlich erzielte Arbeitsentgelt zugrunde gelegt. Der beitragspflichtige Betrag wird nach folgender Formel berechnet, wobei der Faktor „F“ 0,7547 beträgt:

 

F x 450 + ([850/(850-450)] – [450/(850-450)] x F) x (AE – 450)

Von dem errechneten Betrag werden zunächst die vollen Beiträge je Versicherungszweig ermittelt. Im Anschluss daran wird der hälftige Arbeitgeberanteil berechnet. Dies geschieht dann aber aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt (bei der Berechnung sind Besonderheiten beim Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag zu beachten).

Die Gleitzonenregelung gilt nicht für die Beschäftigung im Rahmen der Berufsausbildung oder eines in der Studienordnung vorgeschriebenen Praktikums oder eines dualen Studiums.

Neben den genannten gilt die Regelung zur Gleitzone z. B. auch nicht für

  • Umschüler,
  • Teilnehmer am freiwilligen sozialen oder freiwilligen ökologischen Jahr sowie am Bundesfreiwilligendienst,
  • behinderte Menschen in Einrichtungen für behinderte Menschen,
  • Versicherungspflichtige in Einrichtungen der Jugendhilfe etc.