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Nachhaltigkeit

Business Strategie nachhaltig

Der Begriff Nachhaltigkeit prägt nicht nur die öffentlichen Debatten, auch Unternehmen engagieren sich in diesem Bereich. Das umfasst alle ESG-Kriterien: die Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance). Eine der größten Hürden ist die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen auf EU- und Länderebene. Auch das Datenmanagement für mehr Transparenz in den Unternehmen ist eine große Herausforderung.

Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche

Der Gebäudesektor verursacht mehr als ein Drittel des deutschen CO2-Ausstoßes – das macht vor allem Investitionen in die energetische Sanierung dringend notwendig. Auch nachhaltiges Bauen und die „Circular Economy“ (Kreislaufwirtschaft) ist kein neues Thema für Immobilien- und Wohnungswirtschaft. Die Europäische Union (EU) will Anlegerinnen und Anleger mit dem sogenannten „Green Deal“ zu klima-freundlichen Investitionen ertüchtigen. 

Wohnungswirtschaft: Nachhaltigkeit durch Digitalisierung

Ebenso wichtig, wenn nicht noch wichtiger als Neubauten für den Klimaschutz, ist die nachhaltige Bewirtschaftung von Bestandsgebäuden, die einen Großteil der Immobilien in Deutschland ausmachen. Neben energetischen Sanierungsmaßnahmen kommen digitale Möglichkeiten in der Bewirtschaftung ins Spiel. Wohnungsunternehmen werden zunehmend auch Anbieter von Service-Diensten. Beispiele sind E-Mobilitätsangebote oder eine zentrale effiziente Energieversorgung. 

WEG-Reform: Nachhaltigkeit in Verwaltungen

Die am 1.12.2020 in Kraft getretene WEG-Reform kann Verwaltungen helfen, nachhaltiger zu denken. Abläufe sollten organisatorisch und technisch etwa so angepasst werden, dass Sanierungen oder Modernisierungen einfacher in die Wege geleitet werden, indem Eigentümerversammlungen hybrid abgehalten werden. Nachhaltigkeit lässt sich aber nicht auf die Energieeffizienz von Gebäuden reduzieren. Neben der Umwelt sind auch soziale Aspekte und eine erfolgreiche Unternehmenskultur wichtig.

ESG-Strategien und Impact Investing

Immer wichtiger für die Verwaltung – und den Ankaufsprozess – von nachhaltigen Immobilien werden ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance). Mit einer ESG-Due Diligence können unter anderem technische und ökologische Rahmenbedingungen (auch Umweltlasten), mögliche Risiken und die Angemessenheit des Kaufpreises geprüft werden. Über die ESG-Prinzipien hinaus können Investorinnen und Investoren mit Impact-Investing-Strategien ein nachhaltigeres Portfolio aufbauen. Mit Impact Valuation („Wirkungsbewertung“) kann etwa der Einfluss der in Bestandsgebäuden gebundenen Treibhausgase und damit die Emissionsdaten sichtbar gemacht werden.

Zertifizierungen: Ökologische Aspekte im Neubau

Die Nachhaltigkeit von Neubauten kann mit Gebäudezertifizierungen nachgewiesen werden. Die Zertifikate sind vor allem für institutionelle Investoren eine Grundlage für die nachhaltige Kaufentscheidung. Beispiele: LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) oder die Zertifikate der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen).
 

Nachhaltigkeit in der Steuerberatung

Was bedeutet Nachhaltigkeit für eine Steuerkanzlei? Es gehört viel mehr dazu als die Reduzierung des Papierverbrauchs. Eine Steuerkanzlei der Zukunft agiert ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltig und profitiert von ungeahnten Potenzialen für Kanzlei, Mandanten und Umwelt.

Merkmale nachhaltig agierender Steuerkanzleien

Eine auf­ Nachhaltigkeit spezialisierte Kanzlei unterstützt bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung, hilft bei der Umsetzung von Umweltauflagen und -vorgaben und berät bei der Beantragung von Fördermitteln.
Die sozial-nachhaltig agierende Kanzlei geht schonend mit der wertvollsten Ressource - den Mitarbeitenden -  um, etabliert ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein, lebt Teamgeist, Transparenz und Diversität.
Die ökologisch-nachhaltig handelnde Kanzlei reduziert den Energie- und Materialverbrauch, verringert den CO2-Ausstoß und fördert ökologisches Mitarbeiterverhalten (bis ins private Umfeld).

Vorteile von mehr Nachhaltigkeit in der Steuerkanzlei

Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit ist eine weitere Möglichkeit, sich im Markt zu differenzieren. Durch die positive Verankerung der Beiträge für Umwelt und Gesellschaft lässt sich leichter eine Unternehmens- und Arbeitgebermarke im Vergleich zu nicht-nachhaltig ausgerichteten Wettbewerbern der Steuerkanzlei aufbauen. Das Vertrauen der Marktpartner wächst.
Ein sehr pragmatischer Grund für die Befassung mit dem Thema Nachhaltigkeit ist die Erfüllung von erhöhten Informationsanforderungen gerade von Mandanten und u. U. auch Lieferanten. Diese müssen für ihre CSR- bzw. CO2-Berichterstattung in der Regel auch Verbrauchs- und Emissionsdaten von ihren Unternehmenspartnern einbeziehen.
 







grüne Wellen
grüne Wellen
Sustainable Economy Summit 2026

Green AI im Mittelstand: Warum kleine KI-Modelle den größten Nachhaltigkeitseffekt haben

KI gilt als Energiefresser, dabei kann sie im Mittelstand Ressourcen schonen, CO₂ einsparen und Effizienz steigern. Vorausgesetzt, man wählt die richtigen Modelle. Peter Rolfes vom Green-AI Hub erklärt, warum kleine, spezialisierte KI-Lösungen oft wirkungsvoller sind als große Sprachmodelle und wo Nachhaltigkeitsverantwortliche die entscheidenden Stellschrauben finden.




Reporting_DataAnalytics_Team_Dashboard_Meeting
Reporting_DataAnalytics_Team_Dashboard_Meeting
Nachhaltigkeit als Geschäftsmodellfrage

Warum Zukunftsfähigkeit heute neu gedacht werden muss

Nachhaltigkeit war in Unternehmen lange vor allem eines: ein Zusatzthema oder ein „Megatrend“, den es zu adressieren gilt. Mal verortet in der Kommunikation, mal im Berichtswesen, mal in einzelnen Projekten rund um Energie, Verpackung oder soziale Verantwortung – alles, was nach einer „Gutmensch-Maßnahme“ klingt, welche optional erscheint, wenn man noch etwas für die Außenwirkung machen möchte. Doch genau dieses Verständnis greift immer weniger. Denn Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur eine Frage guter Absichten oder einzelner Maßnahmen. Sie wird zunehmend zur Geschäftsmodellfrage.



Kieselalgen
Kieselalgen
Sustainable Economy Summit 2026

Antikörper aus Kieselalgen: Für Phaeosynt ist Nachhaltigkeit kein Kompromiss

Kieselalgen statt Kaninchen: Das Hannoveraner Start-up Phaeosynt produziert Antikörper komplett ohne Tierversuche – und bringt mit hey mela® den weltweit ersten tierfreien Schwangerschaftstest auf den Markt. COO und Geschäftsführerin Alina Eilers erklärt, warum Nachhaltigkeit und Qualität hier kein Widerspruch sind und wie die Technologie eine ganze Branche verändern soll.


























Header Daniel Dahm_TdW
Header Daniel Dahm_TdW
Treiber des Wandels im Portrait

Dr. Daniel Dahm – Lebensdienlichkeit als Maßstab

Wie gestalten wir eine Zukunft, die wirklich trägt? Dr. Daniel Dahm fordert uns heraus, Nachhaltigkeit radikal, und doch einfach, zu denken. Mit Konzepten wie der „Sustainability Zeroline“ und seinem Fokus auf Lebensdienlichkeit und Regeneration setzt er Maßstäbe für konsequentes Handeln. Dr. Anna Katharina Meyer porträtiert ihn im ersten Teil unserer neuen Serie „Treiber des Wandels im Portrait“.




frau arbeitet praezise in schmuck oder feinwerkstatt
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Kreislaufwirtschaft

Recht auf Reparatur: Gesetzentwurf stärkt Verbraucher und belastet Handel

Mitte Januar 2026 hat das Bundesjustizministerium einen Gesetzentwurf zur Umsetzung des EU-Rechts auf Reparatur vorgelegt. Während die Zielsetzung grundsätzlich begrüßt wird, warnt der Digitalverband Bitkom vor erheblichen Belastungen für den Handel, insbesondere durch erweiterte Informationspflichten und die verpflichtende Ersatzteilvorhaltung über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren.





Kalender auf dem Laptop
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Nachhaltigkeitsberichterstattung

Österreich setzt CSRD um und beschließt NaBeG – Deutschland weiter im Rückstand

News aus dem österreichischen Parlament: Mit dem Nachhaltigkeitsberichterstattungsgesetz (NaBeG) ist die CSRD nun national beschlossen. Unternehmen erhalten damit Rechtssicherheit für die ESG-Berichterstattung. In Deutschland befindet sich das Gesetz im parlamentarischen Prozess und ist noch nicht rechtskräftig: unklare Fristen und wachsender Umsetzungsdruck belasten die Unternehmen weiterhin.





zwei Frauen reden im Büro
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Nachhaltigkeit und Change Management

„Es geht nicht um Kompromisse“

Mittelständische Unternehmen stoßen schnell an Grenzen, wenn sie ihre Lieferketten nachhaltiger gestalten wollen. Für höhere Standards müssen sie sich mit dem Wettbewerb und weiteren Stakeholdern zusammentun. Aber ist auf freiwilliger Basis überhaupt mehr drin als bescheidene Kompromisse? Ja, sagt die Prozessberaterin Dr. Petra Künkel. Sie plädiert für Ambition und betont: Der Dialog muss Spaß machen.