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Arbeitsmedizinische Vorsorge

ältere Dame arbeitet an Schreibtisch im Büro

Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist ein zentrales Instrument des betrieblichen Gesundheitsschutzes und basiert auf der ArbMedVV. Sie verpflichtet Arbeitgeber, je nach Tätigkeit Vorsorge anzubieten oder zu veranlassen, um gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Sie dient ausschließlich dem Gesundheitsschutz und umfasst Pflicht, Angebots und Wunschvorsorge. Auf den Haufe-Portalen Arbeitsschutz, Recht, Personal und Öffentlicher Dienst finden Fach- und Führungskräfte vertiefende Fachbeiträge, gesetzliche Einordnungen und praxisnahe Hinweise zur rechtskonformen Umsetzung der arbeitsmedizinischen Vorsorge.

Weiter Hintergründe und Informationen zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge finden Sie auf der entsprechenden Wissensseite.

Arbeitsmedizinische Vorsorge auf dem Portal Arbeitsschutz

Auf dem Portal Haufe Arbeitsschutz wird die arbeitsmedizinische Vorsorge aus praktischer und organisatorischer Perspektive umfassend dargestellt.

Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge nach ArbMedVV
Das Portal erläutert detailliert die Systematik der ArbMedVV und erklärt, bei welchen Tätigkeiten eine Pflichtvorsorge zwingend durchzuführen ist – etwa bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, biologischen Arbeitsstoffen oder bestimmten physikalischen Einwirkungen. Zudem wird dargestellt, wann eine Angebotsvorsorge zu unterbreiten ist und unter welchen Voraussetzungen Beschäftigte eine Wunschvorsorge verlangen können. Fachbeiträge zeigen, wie diese Vorsorgearten in die betriebliche Organisation integriert werden und welche Rolle die Gefährdungsbeurteilung als Auslöser für Vorsorgemaßnahmen spielt.

Rolle des Betriebsarztes und Ablauf der Vorsorge

Das Portal Haufe Arbeitsschutz erläutert die Aufgaben des Betriebsarztes nach Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) und beschreibt den Ablauf arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen. Es wird erklärt, welche Inhalte Bestandteil der Beratung sind, wie ärztliche Schweigepflicht und Datenschutz gewahrt werden und welche Bescheinigungen dem Arbeitgeber ausgestellt werden dürfen. Zudem werden typische Praxisfragen behandelt, etwa zur Terminorganisation, zu Fristen oder zur Dokumentation der Vorsorge.

Abgrenzung zu Eignungsuntersuchungen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der klaren Abgrenzung zwischen arbeitsmedizinischer Vorsorge und Eignungsuntersuchung. Haufe Arbeitsschutz stellt dar, welche rechtlichen Voraussetzungen für Eignungsuntersuchungen gelten und welche datenschutzrechtlichen Anforderungen dabei zu beachten sind.

Arbeitsmedizinische Vorsorge auf dem Portal Recht

Auf dem Portal Haufe Recht wird die arbeitsmedizinische Vorsorge aus arbeits- und haftungsrechtlicher Perspektive eingeordnet.

Arbeitgeberpflichten und Ordnungswidrigkeiten
Haufe Recht erläutert die rechtlichen Verpflichtungen des Arbeitgebers aus der ArbMedVV und dem ArbSchG. Beiträge zeigen, welche Konsequenzen drohen, wenn Pflichtvorsorgen nicht angeboten oder durchgeführt werden. Bußgeldtatbestände und mögliche haftungsrechtliche Folgen werden systematisch dargestellt.

Datenschutz und Persönlichkeitsrechte
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit Gesundheitsdaten. Das Portal erläutert die datenschutzrechtlichen Anforderungen nach DSGVO und Bundesdatenschutzgesetz, insbesondere hinsichtlich der Verarbeitung besonders sensibler Gesundheitsdaten. Es wird dargestellt, welche Informationen der Arbeitgeber erhalten darf und wo die ärztliche Schweigepflicht Grenzen setzt.

Arbeitsmedizinische Vorsorge auf dem Portal Personal

Auf dem Portal Haufe Personal wird die arbeitsmedizinische Vorsorge in organisatorische und personalrechtliche Prozesse eingeordnet.

Integration in HR-Prozesse
Haufe Personal zeigt, wie arbeitsmedizinische Vorsorge in Einstellungsprozesse, Versetzungen oder Tätigkeitsänderungen eingebunden werden kann. Beiträge erläutern, wie Vorsorgetermine koordiniert, Beschäftigte informiert und Teilnahmebescheinigungen dokumentiert werden. Zudem wird dargestellt, welche Mitwirkungspflichten Beschäftigte haben und wie mit Ablehnungen umzugehen ist.

Schnittstellen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement
Darüber hinaus wird die Verbindung zwischen arbeitsmedizinischer Vorsorge und betrieblichem Eingliederungsmanagement erläutert. Fachbeiträge zeigen, wie medizinische Beratung und Präventionsmaßnahmen in längere Krankheitsverläufe eingebunden werden können.

Arbeitsmedizinische Vorsorge auf dem Portal Öffentlicher Dienst

Auf dem Portal Haufe Öffentlicher Dienst werden Besonderheiten der arbeitsmedizinischen Vorsorge im staatlichen und kommunalen Bereich behandelt.

Umsetzung in Behörden und öffentlichen Einrichtungen
Beiträge erläutern, wie die ArbMedVV im öffentlichen Dienst angewendet wird und welche organisatorischen Zuständigkeiten bestehen. Dabei wird die Zusammenarbeit mit Betriebsärzten und Personalvertretungen eingeordnet.

Dienstrechtliche Besonderheiten
Darüber hinaus werden Unterschiede zwischen tariflich Beschäftigten und Beamtinnen und Beamten dargestellt, insbesondere im Hinblick auf Vorsorgeuntersuchungen und gesundheitliche Eignungsfragen.

Arbeitsmedizinische Vorsorge ist ein zentrales Element des präventiven Arbeitsschutzes. Sie verbindet medizinische Expertise mit organisatorischer Verantwortung und trägt dazu bei, arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und langfristige Ausfälle zu vermeiden.


Gärtner beim Hecke schneiden
Gärtner beim Hecke schneiden
Arbeitsmedizinische Vorsorge

Hautkrebsvorsorge: Nur 20 Prozent der Beschäftigten erhalten Angebot

Eine Analyse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt, dass nur jeder fünfte Außenbeschäftigte von seinem Arbeitgeber ein Angebot zur arbeitsmedizinischen Hautkrebsvorsorge erhalten hat. Männer erhielten dabei deutlich mehr Angebote als Frauen, Beschäftigte größerer Betriebe mehr als die von kleineren. Vor allem ältere Beschäftigte nahmen die Angebote aber auch tatsächlich wahr.


Bauarbeiter Helm weiß Gehörschutz
Bauarbeiter Helm weiß Gehörschutz
Berufsbedingte Schwerhörigkeit

Ototoxische Gefahrstoffe und Lärm: Gefährliche Mischung für die Ohren

Lärmschwerhörigkeit ist nach wie vor eine der häufigsten Berufskrankheiten, besonders in Branchen wie Bau und Metallverarbeitung. Ototoxische Stoffe können das Gehör zusätzlich schädigen, wobei eine Kombination mit Lärmbelastung das Risiko erhöht. Präventive Maßnahmen, wie Lärmschutz und die Reduzierung der Exposition gegenüber schädlichen Stoffen, sind entscheidend, um irreversible Hörschäden zu vermeiden.







Atemschutzträger
Atemschutzträger
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Atemschutzgeräte: Alles Wissenswerte zur DGUV-Empfehlung

Diese DGUV-Empfehlung gehört zu den Eignungsbeurteilungen. Mit ihr stellt der Arzt fest, ob eine Person die physischen und psychischen Grundlagen mitbringt, um eine bestimmte Arbeitstätigkeit ausüben zu können oder diese fortsetzen darf. Berufsgruppen, die hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind und für ihre Arbeit Atemschutzgeräte benötigen, sind z.B. Feuerwehrleute oder Soldaten.



Patientin und Pflegepersonal
Patientin und Pflegepersonal
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung: Alles Wissenswerte zur DGUV-Empfehlung

In vielen Berufen spielt der Schutz vor Infektionskrankheiten eine zentrale Rolle. Das sind vor allem Tätigkeiten, bei denen enger Kontakt mit Menschen und Tieren zum Alltag gehört – also jederzeit Ansteckungsgefahr für die Beschäftigten besteht. Die DGUV-Empfehlung „Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung“ will diese Gefährdung auf ein Minimum reduzieren.



Friseur
Friseur
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Obstruktive Atemwegserkrankungen: Alles Wissenswerte zur DGUV-Empfehlung

Bei obstruktiven Atemwegserkrankungen handelt sich um weit verbreitete Verengungen (Obstruktionen) der Atemwege. Hierzu zählen die chronische Bronchitis, das Lungenemphysem und Bronchiektasen. Betroffen sind Beschäftigte in sehr unterschiedlichen Branchen, vom Friseurhandwerk bis hin zu Gießereien und der Landwirtschaft. Arbeitsmedizinische Vorsorgen nach der DGUV-Empfehlung „Tätigkeiten mit Stoffen, die obstruktive Atemwegserkrankungen auslösen können“, richten sich somit an Beschäftigte mit sehr diversen beruflichen Hintergründen.



Maschine
Maschine
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Benzol und Benzolhomologe: Alles Wissenswerte zur DGUV-Empfehlung

Bei Benzol und den Benzolhomologen Toluol und Xylol handelt es sich um im Wasser nicht lösliche Flüssigkeiten, die in diversen Rohölen, Benzin, Petroleum sowie Lack-, Druckfarben-, Klebstoff- und Reinigungsmitteln enthalten sind. Beschäftigte, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten mit diesen Flüssigkeiten in Kontakt treten, können im Fall von Benzol sogar an Krebs erkranken. Typische Belastungen bei der Arbeit mit Toluol und Xylol sind Ekzeme und Reizungen der Haut und Schleimhäute.



Mann am Flughafen
Mann am Flughafen
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Arbeitsaufenthalt im Ausland: Alles Wissenswerte zur DGUV-Empfehlung

Die DGUV-Empfehlung „Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen und gesundheitlichen Belastungen“ wendet sich an Beschäftigte mit Tätigkeiten in Regionen, in denen klimatische Bedingungen herrschen und Gesundheitsrisiken auftreten, die sich von Mitteleuropa teilweise signifikant unterscheiden - insbesondere in den Tropen und Subtropen sowie den Kälte- und Hochgebirgsregionen der Erde.


Arbeiter an Bohrmaschine
Arbeiter an Bohrmaschine
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Belastungen des Muskel-Skelett-Systems: Alles Wissenswerte zur DGUV-Empfehlung

Rund 80 Prozent der Beschäftigten erleiden mindestens einmal im Leben eine Muskel-Skelett-Erkrankung. Grund hierfür sind in vielen Fällen die körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz. Mit der DGUV-Empfehlung „Belastungen des Muskel-Skelett-Systems einschließlich Vibrationen“ sollen die Folgen von arbeitsbedingten Belastungen des Beschäftigten ermittelt und bei Erkrankungen Möglichkeiten für eine wirksame Therapie identifiziert werden. 


Lagerhalle groß
Lagerhalle groß
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Arbeiten in sauerstoffreduzierter Atmosphäre: Alles Wissenswerte zur DGUV-Empfehlung

Diese DGUV-Empfehlung gehört zu den Eignungsbeurteilungen. Mit ihr stellt der Arzt fest, ob eine Person die physischen und psychischen Grundlagen mitbringt, um eine bestimmte Arbeitstätigkeit ausüben zu können oder aber diese fortsetzen darf. Im Falle der Arbeiten in sauerstoffreduzierter Atmosphäre muss der zuständige Arzt feststellen, ob der Beschäftigte an einem Arbeitsplatz tätig sein kann, an dem die Luft eine reduzierte Sauerstoffkonzentration von 15 bis 13 Prozent aufweist.

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Arzt
Arzt
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

DGUV-Empfehlungen für arbeitsmedizinische Beratungen und Untersuchungen

Die Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen, oft nur als „G-Untersuchungen“ bezeichnet, gibt es nicht mehr. Bereits 2013 wurde eine erste Neuorientierung vorgenommen, die vor allem den Vorsorgeaspekt stärker in den Vordergrund rückte. 2022 folgte eine weitgehende Novellierung, bei der neben dem Präventionsgedanken der Schwerpunkt insbesondere auf der Beratung der Beschäftigten bzw. Versicherten liegt. Der Artikel stellt die wichtigsten Änderungen der vergangenen Jahre vor.


Patient bei der Impfung
Patient bei der Impfung
Arbeitsmedizinische Vorsorge

Die Wunschvorsorge nach der ArbMedVV

Europarechtlichen Vorgaben folgend muss Deutschland im Rahmen des Arbeitsschutzes gewährleisten, dass sich die Beschäftigten einer präventivmedizinischen Überwachung unterziehen können. National wurde dieses vorgegebene Ziel durch die „Wunschvorsorge“ umgesetzt. In der Praxis ist allerdings festzustellen, dass diese Form der arbeitsmedizinischen Vorsorge weitestgehend unbekannt ist. Hier erhalten Sie die wesentlichen Hintergründe der Wunschvorsorge.



Arztgespräch2
Arztgespräch2

Eignungsuntersuchungen in der Arbeitsmedizin

Die Prüfung der gesundheitlichen Eignung für sogenannte „gefahrgeneigte Tätigkeiten” ist seit Inkrafttreten der ArbMedVV ein Diskussionsthema in vielen Unternehmen. Es gibt dazu zahlreiche Meinungen, aber oft wenig Klarheit. In diesem Top-Thema werden die verschiedenen und oft verwirrenden Aspekte von Eignungsuntersuchungen im betrieblichen Kontext beschrieben.


Gärtner
Gärtner
Berufskrankheiten vorbeugen

Hautarztverfahren: Auch in den grünen Berufen ein Präventionserfolg

Mit dem Hautarztverfahren können Ärzt:innen sowie Unfallversicherungsträger schnell und effektiv geeignete Maßnahmen ergreifen, um einer dermatologischen Berufskrankheit vorzubeugen und Betroffenen zu ermöglichen, in ihrem Beruf zu bleiben. Für die „grünen Berufe“ hat die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bereits vor 20 Jahren dieses Verfahren eingeführt. Denn in diesen Bereichen gibt es ganz besonders viele Betroffene mit berufsbedingten Ekzemen und Allergien.


Mitarbeiter in Bar
Mitarbeiter in Bar
ArbMedVV

Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Nachtarbeitnehmern

Tätigkeiten in den Nachtstunden lassen sich im Arbeitsleben nicht gänzlich vermeiden. Dies betrifft nicht nur Bereiche, in denen dies dem Berufsbild immanent ist (wie z. B. in Krankenhäusern und bei der Polizei), sondern auch solche, in denen sich heutige Lebensformen und Gewohnheiten widerspiegeln wie z. B. in der Gastronomie und dem Freizeitverhalten der Menschen. Arbeitnehmer haben bei Nachtarbeit Anspruch auf eine arbeitsmedizinische Vorsorge.







Dachdecker
Dachdecker
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Arbeiten mit Absturzgefahr: Alles Wissenswerte zur G 41-Untersuchung

In manchen Unternehmen spielen Tätigkeiten mit erhöhter Absturzgefahr eine große Rolle. Der Wunsch nach Erbringung eines Nachweises der gesundheitlichen Eignung  für diese teils äußerst gefahrgeneigten Tätigkeiten ist nachvollziehbar. Risiken für Maschine und Mensch sollen durch die G 41-Untersuchung auch wegen der damit verbundenen haftungsrechtlichen Konsequenzen minimiert werden.


Frau vor Bildschirm
Frau vor Bildschirm
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Bildschirmarbeitsplätze: Alles Wissenswerte zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

Arbeiten im Büro ist heute in der Regel gleichbedeutend mit dauerhaftem Sitzen am Bildschirm-arbeitsplatz. Dauersitzen und vielstündiges Sehen in Bildschirmentfernung sind Beanspruchungen, für die der Mensch nicht optimiert ist. Deshalb können daraus Belastungen entstehen, die Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit am Bildschirmarbeitsplatz negativ beeinflussen können.


Mann am Steuer eines Autos
Mann am Steuer eines Autos
Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten: Alles Wissenswerte zur G 25-Untersuchung

In vielen Unternehmen spielen Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten eine große Rolle. Der Wunsch nach Erbringung eines Nachweises der gesundheitlichen Eignung für diese teils gefahrgeneigten Tätigkeiten ist nachvollziehbar. Risiken für Maschine und Mensch sollen durch die G 25-Untersuchung auch wegen der damit verbundenen haftungsrechtlichen Konsequenzen minimiert werden.