Berufskrankheit



Große Baustelle mit 2 Kränen
Große Baustelle mit 2 Kränen
Gesundheitsrisiko Vibration

Wie Vibrationskonten die Gesundheit von Beschäftigten schützen

Die Lärm- und Vibrationsschutz-Arbeitsschutzverordnung fordert, dass Unternehmen ihre Beschäftigten vor zu starken Vibrationen durch elektrische Arbeitsmittel wie Bohrhämmer oder Kettensägen schützen. Um die Vibrationen präzise zu erfassen, müssen Betriebe für jeden betroffenen Mitarbeiter ein sogenanntes „Vibrationskonto“ führen. Was genau bedeutet das und wie werden die Werte dafür ermittelt?




Unfall Verletzung Umzug Kartons
Unfall Verletzung Umzug Kartons
Jahresbericht zu Unfall- und Berufskrankheiten

Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2022“ veröffentlicht

Das Bundeskabinett hat am 13. Dezember 2023 den Bericht über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen für das Jahr 2022 veröffentlicht. Der Bericht basiert auf den Meldungen der Unfallversicherungsträger und der Arbeitsschutzbehörden der Länder. Auch im Berichtsjahr 2022 ist das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen stark von der SARS-CoV-2-Pandemie geprägt, mit einem deutlichen Anstieg von Verdachtsanzeigen und Anerkennungen von Berufskrankheiten, insbesondere aufgrund von Infektionskrankheiten wie COVID-19.



Harbour Bridge, Sydney, Australien
Harbour Bridge, Sydney, Australien
Lagebericht zum weltweiten Arbeitsschutz

Weltkongress für Arbeitssicherheit 2023: ILO nennt neue globale Zahlen für tödliche Arbeitsunfälle

Der 23. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz fand vom 27. bis 30. November 2023 in Sydney statt. Auf dem diesjährigen Kongress stellte die ILO, die Arbeitsorganisation der UNO, eine Studie mit den neuesten weltweiten Zahlen zu tödlichen Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten vor. Demnach sind Männer mehr betroffen als Frauen, die Landwirtschaft ist die gefährlichste Branche.


Zigaretten Aschenbecher Nichtraucher Rauchverbot
Zigaretten Aschenbecher Nichtraucher Rauchverbot
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Krebs als Berufskrankheit auch bei ehemaligen Rauchern

Die Harnblasenkrebserkrankung eines Schweißers kann wegen der beruflichen Einwirkung aromatischer Amine trotz langjährigen Rauchens als Berufskrankheit anerkannt werden, wenn der Nikotinkonsum nach jahrelanger Abstinenz nicht mehr hinreichend wahrscheinlich die Krebserkrankung verursacht hat. Dies hat der 2. Senat des Bundessozialgerichts am 27.09.2023 entschieden (B 2 U 8/21 R).





Arzt verbindet Hand
Arzt verbindet Hand
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Anerkennungsvoraussetzung für Carpaltunnelsyndrom als Berufskrankheit

Die Anerkennung der BK 2113 der Anlage 1 zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) setzt einen engen zeitlichen Zusammenhang zwischen letzter gefährdender Tätigkeit und dem erstmaligen Auftreten bzw. dem Nachweis der Krankheitssymptome voraus. Ein solcher Zusammenhang liegt nach einem Urteil des LSG Hamburg jedenfalls dann nicht mehr vor, wenn die dazwischen liegende Zeitspanne mehr als drei Jahre beträgt.


Polizeiauto_Schrift Polizei groß
Polizeiauto_Schrift Polizei groß
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Keine Dienstunfallanerkennung für die psychisch belastende Tätigkeit eines ehemaligen Polizeibeamten

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts hat am 10.08.2023 die Klage eines ehemaligen Polizeibeamten auf Anerkennung eines Dienstunfalls abgewiesen. Dieser hatte über län­gere Zeit eine psy­chisch be­las­ten­de Tä­tig­keit (Sich­tung kin­der­por­no­gra­fi­schen Ma­te­ri­als) aus­ge­übt und dadurch eine Stress­er­kran­kung erlitten.








Altenheim, Pflegerin gibt Seniorin eine Tasse und Gebaeck
Altenheim, Pflegerin gibt Seniorin eine Tasse und Gebaeck
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Anerkennung einer Covid19-Infektion als Berufskrankheit

Die Anerkennung einer Covid19-Infektion als Berufskrankheit Nr. 3101 der Anlage 1 der BKV ist bei einer als Betreuungskraft im Alten- und Pflegeheim tätigen Person grundsätzlich möglich. Allerdings kann eine Anerkennung nach einem Urteil des SG Augsburg nur erfolgen, wenn eine beruflich bedingte Ansteckung, also der Kontakt mit an Covid19 erkrankten Patienten oder Kollegen im beruflichen Zusammenhang, im Vollbeweis nachgewiesen ist. Die reine Möglichkeit einer beruflich bedingten Ansteckung genüge nicht.






Gärtner
Gärtner
Berufskrankheiten vorbeugen

Hautarztverfahren: Auch in den grünen Berufen ein Präventionserfolg

Mit dem Hautarztverfahren können Ärzt:innen sowie Unfallversicherungsträger schnell und effektiv geeignete Maßnahmen ergreifen, um einer dermatologischen Berufskrankheit vorzubeugen und Betroffenen zu ermöglichen, in ihrem Beruf zu bleiben. Für die „grünen Berufe“ hat die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bereits vor 20 Jahren dieses Verfahren eingeführt. Denn in diesen Bereichen gibt es ganz besonders viele Betroffene mit berufsbedingten Ekzemen und Allergien.


TRX1834.TIF
TRX1834.TIF
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Wann ist Schwerhörigkeit durch Hubschrauberlärm berufsbedingt?

Eine 14-mo­na­ti­ge Tä­tig­keit im sog. „Ground­hand­ling“ von Hub­schrau­bern reicht nach Meinung des LSG Niedersachsen-Bremen selbst bei einer er­höh­ten Lärm­be­las­tung nicht zur An­er­ken­nung eines be­ruf­li­chen Hör­scha­dens aus. Das LSG verwies dazu auf die fach­me­di­zi­ni­schen "Kö­nig­stei­ner Emp­feh­lun­gen".




Getränkekiste
Getränkekiste
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Anerkennung einer "Wie-BK" aufgrund von Arbeitsschutzvorschriften

Ein Schaden an der Halswirbelsäule einer Getränkeverräumerin, der nicht durch das Tragen schwerer Lasten auf der Schulter entsteht, sondern seine Ursache im alleinigen Tragen, Ziehen oder Schieben schwerer Lasten hat, ist keine Listen-BK. Ein solcher Schaden sei auch nicht als eine sog. "Wie-BK" anzuerkennen. Arbeitsschutzvorschriften wie die Lastenhandhabungsverordnung sind keine neuen Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft.


Gabelstaplerfahrer
Gabelstaplerfahrer
Aktuelle Rechtsprechung für die betriebliche Praxis

Eine Berufskrankheit kann auch durch eine Kombinationsbelastung entstehen

Die Be­rufs­ge­nos­sen­schaft muss die LWS-Er­kran­kung eines Mit­glieds als Be­rufs­krank­heit an­er­ken­nen. Der Be­trof­fe­ne/Versicherte hatte in meh­re­ren An­stel­lun­gen ver­schie­de­ne Be­las­tun­gen durch Ganz­kör­per­schwin­gun­gen ei­ner­seits und schwe­res Heben und Tra­gen von Las­ten an­de­rer­seits er­lit­ten. Die Be­rech­nung einer Kom­bi­na­ti­ons­be­las­tung sei dann, so das LSG, für die An­er­ken­nung ma­ß­geb­lich.