Ein Verkehrsunfall ist ein plötzliches, zumindest von einem der Beteiligten nicht gewolltes Ereignis, das im ursächlichen Zusammenhang mit dem öffentlichen Straßenverkehr und seinen Gefahren steht und zu einem nicht gänzlich belanglosen fremden Sach- oder Körperschaden führt.

Kaum ein häufig vorkommender Sachverhalt zieht mehr rechtliche Verfahren nach sich als der Verkehrsunfall. Ein Verkehrsunfall bewirkt zumeist auch einen Versicherungsfall, führt regelmäßig zu Schadensersatzansprüchen und zieht Bußgelder, oft auch Fahrverbote und  gelegentlich Strafverfahren nach sich.


News 14.08.2018 Haftungsverteilung

News 07.08.2018 Sorgfaltspflichten im ÖPNV

Bezug zum Straßenverkehr

Der Verkehrsunfall setzt einen straßenverkehrsspezifischen Bezug voraus, in dem sich die typischen Gefahren des Straßenverkehrs verwirklicht haben. Das ist z.B. nicht der Fall bei einem Schaden durch einen selbständig rollenden Einkaufswagen. Um als Verkehrsunfall zu gelten, muss das zum Schaden führende Ereignis unmittelbar Folge eines Verkehrsvorgangs sein und das Merkmal der Unfreiwilligkeit erfüllen. Unfallmanipulationen und vorgetäuschte Unfälle, die von einem oder allen Beteiligten vorsätzlich herbeigeführt werden, gelten nicht als Verkehrsunfall, sie sind Aspekte einer Betrugshandlung.

Die Regulierung der Schäden nach einem Verkehrsunfall erfolgt nach dem Verkehrszivilrecht, die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten im Bußgeldverfahren. Bei Vorliegen einer Verkehrsstraftat kommt das StGB zur Anwendung. In Betracht kommen insbesondere fahrlässige Körperverletzung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (§ 142 StGB). Das absichtliche Herbeiführen eines Unfalls oder die Verabredung dazu (manipulierter Verkehrsunfall) ist ebenfalls eine Straftat (§ 315 Abs. 3, § 315b Abs. 3 StGB) dar. Verkehrsstraftaten können neben Geldstrafen auch Freiheitsstrafen nach sich ziehen.

News 11.07.2018 Betriebsgefahr

Wenn ein Auto mit einer Straßenbahn zusammenstößt, ist physikalisch gesehen klar, wer den Kürzeren zieht. Doch wie sieht die Haftungsfrage aus, wenn sowohl die Ampel für den Autofahrer als auch die für die Straßenbahn auf "Grün" bzw. auf freie Fahrt stand? Im Zweifel ist der Schienenverkehr besser gestellt, schließlich hat er den längeren Bremsweg.mehr

News 15.05.2018 Beweisverwertungsverbot

Dashcam-Aufnahmen, mit denen Autofahrer das Geschehen auf der Straße während ihrer Fahrt festhalten, sind umstritten. Während Befürworter sich durch Videos Klarheit bei der Analyse von Unfällen versprechen, sehen Datenschützer die Aufnahmen skeptisch. Gerichte hatten in der Vergangenheit unterschiedlich entschieden, ob solche Aufnahmen als Beweismittel verwendet werden dürfen. Der BGH hat nun für etwas mehr Klarheit gesorgt.mehr

News 04.04.2018 Obliegenheitsverletzungen

Wenn eine Verkehrsteilnehmerin volltrunken einen Unfall verursacht und sich danach unerlaubt vom Unfallort entfernt, kann die Haftpflichtversicherung sie in Regress nehmen. Das Argument, mangels Schuldfähigkeit könne die Fahrerin mit 3,27 ‰ keine Obliegenheitsverletzung begehen, überzeugt nicht.mehr

News 26.03.2018 Halterhaftung

Wer wirklich einen "im Tee" hat, sollte lieber mit seinem Rausch zuhause bleiben, denn auch ein Fußgänger kann absolut verkehrsuntüchtig sein. Kommt es in so einem Zustand zum Unfall mit einem Auto, kann die Haftung des Autofahrers komplett entfallen.mehr

News 20.03.2018 Wenigfahrer

Wer ohne eigenes Verschulden in einen Verkehrsunfall verwickelt wird und dabei einen Schaden an seinem Fahrzeug erleidet, kann sich im Regelfall für die Zeit der Reparatur einen Mietwagen nehmen. Doch es gibt Ausnahmen wie z.B. den Fall des sogenannten Wenigfahrers.mehr

News 31.01.2018 Fahrradunfall

Zwei Fahrradfahrer kollidieren in einer dunklen Unterführung, einer verletzt sich schwer. Ob der Beklagte auf die Gegenfahrbahn geraten ist und so den Unfall verursacht hat, ist unklar. Unstreitig ist dagegen, dass der Kläger ohne Licht unterwegs war. Zu wenig für eine Schadensersatzforderung, entschied das OLG Hamm.mehr

News 21.12.2017 Mithaftung

Der Verstoß gegen ihre Beleuchtungspflicht kann Radler teuer zu stehen kommen. Wer in der Dunkelheit ohne Licht radelt, ist im Falle eines Unfalls selbst dann in der Mithaftung, wenn es nicht zu einer Kollision gekommen ist und der Unfallgegner hektisch reagiert hat.mehr

News 14.12.2017 Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn

Rettungsfahrzeuge im Einsatz haben Vorfahrt, denn sie genießen Sonderrechte nach §§ 35, 38 StVO. Doch wer kommt für den Schaden auf, wenn es zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kommt, weil ein Feuerwehrfahrzeug auf dem Weg zu einem Wohnungsbrand eine rote Ampel überfährt?mehr

News 23.11.2017 Verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung

Autofahrer sehen sich im Falle eines Unfalls mit der verschuldensunabhängigen Gefährdungshaftung konfrontiert. Doch es gibt Konstellationen, in denen die erhöhte Betriebsgefahr hinter einem groben Verschulden des anderen Verkehrsteilnehmers zurücktritt.mehr

News 16.10.2017 Kfz-Haftpflichtversicherung

Wird ein Unfall verabredet und ein entsprechender Schaden provoziert, besteht kein Anspruch gegen den Schädiger und damit auch kein Direktanspruch gem. § 115 I 1 Nr. 1 VVG gegen dessen Haftpflichtversicherer. Durch die Unfallabsprache fehlt es schon an der Rechtswidrigkeit der Rechtsgutverletzung gem. §§ 7 I, 18 I StVG und § 823 I BGB.mehr

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Wer unachtsam die Fahrzeugtür öffnet und so eine Kollision verursacht, dem kann durchaus ein Alleinverschulden mit entsprechender Haftung drohen. Eine erhöhte Betriebsgefahr des in die Tür fahrenden Fahrzeugs kann das allerdings ändern.mehr

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Nur für einen Moment fielen dem Fahrer die Augen zu. Als er sie wieder öffnete, war die Kurve so nah, dass er beim Lenken ins Schleudern geriet und in die Leitplanken knallte. Kein Einzelfall. 26 % der Autofahrer sind schon einmal am Steuer eingenickt, so eine Studie des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).mehr

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Wie muss sich ein Radfahrer beim Überholen eines anderen Radlers verhalten, um diesen nicht zu gefährden? Mit dieser Frage hat sich anlässlich eines Unfalls das OLG Hamm beschäftigt.mehr

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News 29.07.2016 Fragwürdiges Beweismittel

Der Nutzer eines Carsharing-Fahrzeugs verursachte einen Unfall mit tödlichem Ausgang für einen Radfahrer und muss sich vor Gericht verantworten. In dem Verfahren kann das Gericht auf ein genaues Bewegungsprofil des Fahrers zurückgreifen, weil diese Daten vom Hersteller des PKW geliefert wurden. Datenschützer zeigen sich von diesem Vorgehen überrascht und bezweifeln die Rechtmäßigkeit.mehr

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Ein Gericht darf im Laufe eines Verfahrens seine Rechtsauffassungen nicht ändern, wie die sprichwörtliche Unterwäsche. Heute Hü und morgen Hott geht nicht - das hat mit rechtsstaatlichen Grundsätzen wenig zu tun. Darum stehen die Chancen für betroffene Parteien und ihre Anwälte nach einer neuen BGH-Entscheidung gut, Überraschungsentscheidungen wieder aus der Welt zu bekommen.mehr