Weniger Störungen durch Änderungen bei der Arbeitsgestaltung
Ob Stressreport oder Forschungsbericht: Untersuchungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) belegen, dass Arbeitsunterbrechungen und Multitasking hohe Anforderungen an das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit stellen. Sie werden als Störungen wahrgenommen und belasten viele bei der Arbeit. Mit der Zeit kommt es zu Leistungseinbußen. Mancher kann sogar nach Feierabend das Stressgefühl nicht mehr loswerden.
Störungen, die jeder kennt
Zu den typischen Unterbrechungen durch Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden bzw. Patienten zählen etwa
- spontanes Ansprechen,
- Anrufe,
- E-Mails.
Negative Auswirkungen wissenschaftlich nachgewiesen
Wie häufig es zu solchen Belastungen kommen kann und wie sie sich auf die Leistung und das Wohlbefinden der Beschäftigten auswirken, belegt der Forschungsbericht „Auswirkung von Arbeitsunterbrechungen und Multitasking auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit – Eine Tagebuchstudie bei Gesundheits- und KrankenpflegerInnen“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
Kleine Veränderungen in der Arbeitsgestaltung sorgen für Entlastung
Doch bereits kleine Veränderungen in der Arbeitsgestaltung können dazu führen, dass sich die Situation allgemein entschärft. Praktische Tipps und Anregungen bietet dazu etwa die BAuA-Broschüre „Bitte nicht stören! Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking“. Hier eine Auswahl für kleine Veränderungen:
- Stellen Sie Ihr E-Mail-Programm so ein, dass neue Nachrichten nur in einem von Ihnen bestimmten Zeitintervall oder sogar nur nach manueller Anforderung vom Server gezogen werden.
- Machen Sie eher öfter und rechtszeitig eine kurze Pause, als nur eine lange.
- Führen Sie Privatgespräche besser in allgemeinen Gebäudebereichen statt im Mehrpersonenbüro oder Stationszimmer.
- Teilen Sie für 2 bis 4 Stunden einen Telefonverantwortlichen ein.
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