Steuerhinterziehung

Die Steuerhinterziehung ist das zentrale Delikt des Steuerstrafrechts. Damit soll ein Fehlverhalten sanktioniert werden, das der zutreffenden und zeitgerechten Realisierung des staatlichen Steueranspruchs zuwiderläuft.

Um Rechtsverstöße gegen Steuergesetze zu ahnden, gibt es mehrere Straf- und Bußgeldnormen. Die Straftat der Steuerhinterziehung wird nur bei vorsätzlichem Handeln verwirklicht. Wird die Steuerverkürzung leichtfertig begangen, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor.

Eine Steuerhinterziehung begeht beispielsweise, wer in seiner Einkommensteuererklärung zu hohe Werbungskosten geltend macht und dabei gefälschte Belege verwendet. Aber auch das Verschweigen von Einnahmen wird als Steuerhinterziehung geahndet: Unterlässt es ein Steuerpflichtiger bewusst, dem Finanzamt gegenüber von ihm erzielte Einnahmen aus der Vermietung seiner Ferienwohnung zu erklären, muss er mit einer Strafverfolgung rechnen.

Die Steuerhinterziehung wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet. Auch der Versuch einer Steuerhinterziehung ist strafbar.


News 01.07.2019 Bundesrat

News 01.07.2019 Medienbericht

Strafbefreiende Selbstanzeige

Die Bestrafung wegen einer Steuerhinterziehung, die vollendet, aber nicht entdeckt ist, lässt sich vermeiden, wenn eine Selbstanzeige vorgenommen wird. Alle Voraussetzungen einer Selbstanzeige zu erfüllen ist enorm schwierig und grundsätzlich nur mit Hilfe eines steuerlichen Beraters möglich. Die Selbstanzeige, muss so ausführlich formuliert werden, dass das Finanzamt in die Lage versetzt wird, sofort berichtigende Steuerbescheide zu erlassen. Nur dann entfällt die Strafbarkeit wegen Steuerhinterziehung.

News 17.06.2019 Missbrauchte Vermögenssorge

Lässt der Vater einer minderjährigen Tochter die Einnahmen aus seiner geschäftlichen Tätigkeit auf deren Girokonto überweisen, so führt dies nicht zur Haftung der Tochter für die Steuerschulden des Vaters, auch nicht nach Eintritt ihrer Volljährigkeit.mehr

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News 31.05.2019 Mehreinnahmen für die Staatskasse

Das nordrhein-westfälische Finanzministerium rechnet im Zuge der Aufklärung umstrittener Aktien- und Steuerdeals mit Mehreinnahmen in dreistelliger Millionenhöhe. mehr

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News 27.05.2019 BFH Kommentierung

Keine Erstattung einer Branntweinsteuer aus sachlichen Billigkeitsgründen, die nach § 153 Abs. 3 BranntwMonG deshalb entstanden ist, weil der Inhaber einer allgemeinen Verwendungserlaubnis vergällten Branntwein an andere Erlaubnisinhaber abgegeben hat.mehr

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News 21.05.2019 Kampf gegen Geldwäsche

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will stärker gegen Geldwäsche und Steuertricks vorgehen. Dazu soll das Transparenzregister öffentlich zugänglich gemacht werden, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete.mehr

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News 24.04.2019 FinMin Sachsen-Anhalt

Im Jahr 2018 haben Steuerfahnder in Sachsen-Anhalt 75 Millionen EUR nicht gezahlte Steuern aufgedeckt. mehr

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News 09.04.2019 FG Kommentierung

Ein bargeldintensiver Betrieb hat keinen verfassungsrechtlichen Anspruch auf nur teilweise Besteuerung seiner Bareinnahmen wegen eines strukturellen Erhebungsdefizits bei der Besteuerung bargeldintensiver Geschäftsbetriebe wie z. B. Gaststätten und Hotels.mehr

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News 28.03.2019 Nordrhein-Westfalen

Im Fall der umstrittenen Cum-Ex-Steuerdeals zu Lasten der Staatskasse rechnet die nordrhein-westfälische Landesregierung in Kürze mit einer ersten Anklage. Diese liege der Oberstaatsanwaltschaft Köln im Entwurf vor, sagte Justizminister Peter Biesenbach am Mittwoch im Rechtsausschuss des Landtags in Düsseldorf.mehr

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News 27.03.2019 Manipulierte Kassen

Zwei Männer sollen manipulierte Kassensysteme an Asiarestaurants in ganz Deutschland geliefert haben - seit Dienstag müssen sie sich deswegen in Osnabrück vor dem Landgericht verantworten. Vorgeworfen wird ihnen unter anderem Beihilfe zur Steuerhinterziehung.mehr

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News 19.03.2019 Sächsisches FinMin

Das Sächsische FinMin gibt Einzelheiten zur Statistik der Steuerfahndung bekannt. Danach deckte die sächsische Steuerfahndung im Jahr 2018 fast 66 Mio. EUR Steuerschaden auf.mehr

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News 01.03.2019 Anklage erhoben

Mehr als 1.000 Restaurantbetreiber stehen bundesweit im Verdacht, durch manipulierte Kassen Steuern hinterzogen zu haben.mehr

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News 01.02.2019 FinMin Niedersachsen

Das FinMin Niedersachsen berichtet, dass rund 270 niedersächsische Steuerfahnderinnen und -fahnder für den Fiskus im Jahr 2018 rund 151 Mio. EUR Mehrsteuern festgestellt haben.mehr

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News 10.12.2018 Millionen hinterzogen

Nach monatelangen Ermittlungen gegen ein weit verzweigtes mutmaßliches Schwarzarbeit-Netzwerk hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal Anklage gegen fünf Männer und eine Frau erhoben.mehr

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Ein Großaufgebot von Ermittlern hat am Donnerstag unter anderem die Zentrale des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt durchsucht. Der Verdacht: Mitarbeiter des Konzerns halfen Kunden dabei, sogenannte Off-Shore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen und Gelder aus Straftaten zu waschen.mehr

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Gibt es eine neue Masche, um den Staat mit "unechten" Aktien um Millionen Steuergeld zu prellen? Steuerfahnder sprechen von einem Spiel "Hase gegen Igel".mehr

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Das FA darf bei Anmeldung einer Steuerforderung zur Tabelle feststellen, dass eine rechtskräftige steuerstrafrechtliche Verurteilung vorliegt. Die Feststellung darf sich auch auf den Zinsanspruch beziehen, selbst wenn die Verurteilung nicht wegen der Zinsen erfolgt ist.mehr

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Auf der Suche nach möglichen Steuerhinterziehern wertet die hessische Steuerverwaltung jetzt die sogenannten "Paradise Papers" und "weitere umfangreiche Daten-Leaks" aus.mehr

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Die Ablaufhemmung nach § 171 Abs. 9 AO schließt den Eintritt der Ablaufhemmung nach § 171 Abs. 5 Satz 1 AO nicht generell aus, wenn die Ermittlungen der Steuerfahndung vor dem Ablauf der ungehemmten Festsetzungsfrist beginnen und die Steuerfestsetzung auf konkreten Ermittlungen der Steuerfahndung beruht.mehr

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News 19.10.2018 Medienberichte

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Ein Steuerberater darf wegen der "beruflichen Normalität" seines Handelns auf die Legalität des fremden Tuns seiner Mandanten vertrauen, es sei denn, das von dem Berater erkannte Risiko strafbaren Verhaltens des von ihm Unterstützten ist derart hoch, dass er sich mit seiner Hilfeleistung "die Förderung eines erkennbar tatgeneigten Täters angelegen sein lässt".mehr

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Das BMF hat die Statistik zur Verfolgung von Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten im Jahr 2017 veröffentlicht.mehr

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Es ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt und höchstrichterlich nicht geklärt, wann die Festsetzungsfrist für die Festsetzung von Hinterziehungszinsen auf hinterzogene Steuervorauszahlungen beginnt und nach welchen Maßstäben der Zinslauf zu berechnen ist.mehr

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News 09.05.2018 Hessisches FinMin

Die Steuerfahndung in Hessen geht verstärkt gegen Steuerbetrug in der Sicherheitsbranche vor. Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat eine neue Initiative gegen diese Form der Steuerkriminalität vorgestellt.mehr

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Die Enthüllungen der sog. Panama Papers haben dem deutschen Fiskus nach Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" deutliche Mehreinnahmen beschert. mehr

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News 26.04.2018 Sächsisches Staatsministerium der Finanzen

Die Steuerfahndung in Sachsen hat 2017 fast 68 Millionen EUR Steuerschaden ermittelt. Davon entfällt über die Hälfte allein auf die Umsatzsteuer.mehr

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News 18.04.2018 FinMin Niedersachsen

Das FinMin Niedersachsen ist zentraler Ansprechpartner des Bundes für den automatischen internationalen Datenaustausch mit dem sog. InKA-Verfahren.mehr

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News 19.02.2018 Disziplinarverfahren

Bei einer Steuerhinterziehung durch den Vorsteher eines Finanzamts ist der Vertrauensverlust maßgebend und rechtfertigt eine Entfernung aus dem Beamtenverhältnis. Wird im Strafverfahren lediglich auf Geldstrafe erkannt, kann dennoch die disziplinare Höchstmaßnahme verhängt werden.mehr

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Die Verlängerung der Festsetzungsfrist auf 10 Jahre tritt auch dann ein, wenn der als Gesamtschuldner in Anspruch genommene Erbe keine Kenntnis von der infolge einer unterlassenen Erklärungsberichtigung begangenen Steuerhinterziehung eines Miterben hat.mehr

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News 31.01.2018 Zoll hebt Riesennetz in NRW aus

Mit dem bislang größten Schlag gegen organisierte Schwarzarbeit am Bau in Nordrhein-Westfalen hat der Zoll ein kriminelles Netzwerk ausgehoben, das einen Schaden von rund 48 Mio. EUR verursacht haben soll.mehr

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News 29.01.2018 Hohe Steuerausfälle

Schummeleien an Registrierkassen führen jährlich bis zu ca. 10 Mrd. EUR an Steuerausfällen. Die Politik hat das Problem schon länger auf dem Radar, kommt aber aus Sicht des nordrhein-westfälischen Finanzministers Lutz Lienenkämper (CDU) zu langsam voran.mehr

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News 15.01.2018 Banken-Compliance

Systematischer Betrug am Fiskus und damit an allen Steuerzahlern. Ein Betrugskartell von Banken und Börsenhändlern zum Nachteil der Steuerbehörden und damit der Allgemeinheit soll den jahrelang von namhaften Banken praktizierten „Cum-Ex-Geschäften“ zugrunde liegen. Juristisch sicher ist die Beurteilung als Betrug allerdings nicht.mehr

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News 08.01.2018 Datenmaterial für Steuerfahndungsstellen

Bei der Auswertung der "Panama Papers", die Hessen zentral mit dem Bundeskriminalamt vornimmt, ist die hessische Finanzverwaltung einen wesentlichen Schritt vorangekommen.mehr

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Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern mit Schwarzgeldkonten im Ausland ist infolge schärferer Gesetze rapide zurückgegangen.mehr

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News 01.12.2017 Länder-Finanzminister

Online-Plattformen wie Amazon und Ebay sollen künftig für millionenschwere Hinterziehung von Umsatzsteuer von Anbietern haften. Darauf haben sich die Länder-Finanzminister am Donnerstag bei ihrem Treffen in Berlin verständigt.mehr

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Der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat den Landtag über den aktuellen Ermittlungsstand bei sog. Cum-Ex-Geschäften informiert. Insgesamt summiert sich der Steuerbetrug in Hessen auf rund 1,3 Milliarden.mehr

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Sparkassenpräsident Fahrenschon kennt die Steuervorschriften: Als früherer Finanzminister in Bayern war er einst Chef der Steuerverwaltung im Freistaat. Jetzt wird ihm Steuerhinterziehung vorgeworfen.mehr

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Nach den "Panama Papers" gibt es eine neue Veröffentlichung zu millionenfachen Daten über Steuerschlupflöcher und womöglich brisante Geschäftskontakte. mehr

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News 04.10.2017 Sächsisches Landesamt für Steuern und Finanzen

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News 01.09.2017 Steuerhinterziehung

Ein Schaden von bis zu 30 Milliarden Euro soll dem deutschen Fiskus in Deutschlands größtem Steuerbetrugsfall im Zusammenhang mit den sogenannten „Cum-Ex-Geschäften“ entstanden sein. Nun kommt es zur Anklage gegen den mutmaßlichen Drahtzieher und Erfinder der dubiosen Börsengeschäfte – einen früheren Finanzbeamten. mehr

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News 07.08.2017 Hessisches FinMin

Im zweiten Quartal 2017 sind in Hessen weniger Selbstanzeigen zu Kapitalanlagen in der Schweiz als zuvor eingegangen.mehr

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Bund und Länder wollen Betrügereien mit der Mehrwertsteuer im Onlinehandel zulasten des deutschen Fiskus unterbinden. Die dafür nötigen Gesetzesänderungen sollten "zügig" angeschoben werden, teilten die Finanzminister am Freitag zum Abschluss ihrer Jahreskonferenz mit.mehr

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Special 15.05.2017 Haufe Shop

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