Datenauswertung bei den Panama Papers abgeschlossen
Panama Papers ausgewertet
Das Hessische FinMin zieht Bilanz zur Auswertung der Panama Papers. Es handelte sich hierbei um ein großen Daten-Leak, bei dem umfangreiche Datenpakete ausgewertet werden musste. Hessen hatte sich am Ankauf der Panama Papers durch das Bundeskriminalamt mit 300.000 EUR beteiligt. Im Finzamt Kassel II-Hofgeismar wurde eine Ermittlungsgruppe gegründet, die sich mit der Prüfung der Daten befasste.
Die Ermittlungsgruppe musste die Panama Papers nach inländischen und ausländischen wirtschaftlichen Berechtigten durchsuchen und entsprechende Fälle an die zuständigen Finanz- und Strafverfolgungsbehörden im In- und Ausland abgeben. Dort wurden dann weitere Prüfungen vorgenommen und ggf. auch strafrechtliche Folgen in Gang gesetzt.
Daten-Leak mit 49 Mio. Dokumenten
"Die Panama Papers sind das größte Daten-Leak, das bisher von einer Steuerverwaltung ausgewertet wurde. 3,2 Terabyte an Daten liegen uns vor. Es handelt sich dabei um fast 49 Millionen Dokumente, die mal nur einzelne, aber durchaus auch mehrere hundert Seiten umfassen", berichtete Finanzminister Boddenberg.
Das Hessische FinMin gibt auch eine Momentaufnahme der derzeitigen Ergebnisse. Aufgrund der Ermittlungsarbeit konnte bisher ein steuerliches Mehrergebnis von über 38,4 Mio. EUR erzielt werden. Das strafrechtliche Mehrergebnis liegt bisher bei über 19 Mio. EUR. Es wurden in rund 155 Fällen Steuerstrafverfahren eingeleitet oder bereits laufende Verfahren durch aus den Panama Papers neu gewonnene Erkenntnisse unterstützt. Und auch im Ausland wurden steuerliche Mehrergebnisse erzielt. In der Summe liegt das zentral erfasste Mehrergebnis aktuell bei rund 72 Mio. EUR.
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