Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Beim Kurzarbeitergeld ist zwischen dem konjunkturellen und saisonalen Kurzarbeitergeld zu unterscheiden. Ziel des Kurzarbeitergeldes ist es, den Verdienstausfall von Arbeitnehmern aufgrund von Kurzarbeit teilweise auszugleichen und so betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Welche Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld vorliegen müssen und in welcher Höhe Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wird, erfahren Sie auf dieser Themenseite. 


News 29.05.2020 Coronavirus-Krise

News 20.05.2020 Coronavirus

Was ist Kurzarbeitergeld?

Mit dem Begriff "Kurzarbeitergeld" ist eine Ausgleichszahlung gemeint, die dazu dient, Betriebe vor allem in wirtschaftlicher Notlage finanziell zu unterstützen. Die Leistung der Bundesagentur für Arbeit richtet sich nach der gekürzten Arbeitszeit und dem regulären Arbeitnehmer-Entgelt. Mit dem Kurzarbeitergeld können Arbeitsplätze gesichert und Verdienstausfälle teilweise ausgeglichen werden.

Wer hat Anspruch auf Kurzarbeitergeld?

Anspruch auf das Kurzarbeitergeld haben versicherungspflichtige Beschäftigte, deren Arbeitsverhältnis ungekündigt und nicht durch einen Aufhebungsvertrag aufgelöst ist. Mit dem "Gesetz zur befristeten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld" haben seit 01. März 2020 erstmals auch Leiharbeiter Anspruch. Ausgeschlossen sind Arbeitnehmer in Weiterbildung, die Arbeitslosen- oder Übergangsgeld beziehen. Auch Beschäftigte im öffentlichen Dienst können unter bestimmten Voraussetzungen Kurzarbeitergeld beziehen.

Wie wird das Kurzarbeitergeld beantragt?

Das Kurzarbeitergeld wird bei der Agentur für Arbeit angezeigt und beantragt. Doch nicht alle Arbeitnehmer haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld, es müssen bestimmte Leistungsvoraussetzungen erfüllt sein. Dies kann über das Online-Portal eServices erfolgen. Als Arbeitgeber beantragen Sie monatlich nachträglich die Erstattung des Kurzarbeitergeldes. Für den fristgerechten Eingang gilt eine Dreimonatsfrist.

Wer zahlt was bei Kurzarbeit?

Arbeitgeber zahlen regulär den Betrag für die geleisteten, reduzierten Arbeitsstunden. Vom Verdienstausfall zahlt die Agentur für Arbeit ca. 60 bzw. 67 Prozent – je nachdem, ob es sich um Beschäftigte mit oder ohne Kind handelt.

Was bedeutet das Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmer?

Für Arbeitnehmer ist das Kurzarbeitergeld mit einer vorübergehend verringerten Arbeitszeit verbunden. Sie erhalten entsprechend der reduzierten Arbeitszeit auch einen geringeren Lohn. Um den Verdienstausfall teilweise auszugleichen, leistet die Agentur für Arbeit eine Entgeltersatzleistung. Deren Höhe hängt unter anderem von der reduzierten Stundenanzahl ab.

Wer zahlt die Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit?

Seit 01. März 2020 gelten mit dem "Gesetz zur befristeten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld" Sonderregelungen für Sozialversicherungsbeiträge beim Kurzarbeitergeld. Diese sehen vor, dass anfallende Sozialversicherungsbeiträge komplett durch die Bundesagentur für Arbeit erstattet werden. Bisher haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten geteilt.

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes ist vom regulären Lohn und von der reduzierten Stundenanzahl abhängig. Bei einem monatlichen Verdienst von 1.000 Euro und 50 Prozent Arbeitszeit, leistet der Arbeitgeber 500 Euro. Die Agentur für Arbeit übernimmt 60 Prozent vom Verdienstausfall bzw. 67 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern (300/335 Euro). Am 23. April 2020 wurde eine gestaffelte Erhöhung des Kurzarbeitergeldes beschlossen.


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