Kindergeld

Durch die Zahlung von Kindergeld soll das elterliche Einkommen in Höhe des Existenzminimums des Kindes von der Steuer freigestellt werden. Ein darüber hinaus gehender Betrag dient der Förderung der Familie.

Das Kindergeld für unbeschränkt Steuerpflichtige ist als Steuervergütung in den §§ 62 bis 78 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Beschränkt Steuerpflichtige (Wohnsitz im Ausland) haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Kindergeld als Sozialleistung nach dem Bundeskindergeldgesetz.

Das Kindergeld beträgt 204 Euro für das 1. und 2. Kind, 210 Euro für das 3. Kind und 235 Euro für jedes weitere Kind. Ausgezahlt wird das Kindergeld monatlich von den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit.


News 22.01.2020 Kindergeld

News 16.12.2019 BFH Kommentierung

Kindergeld nach dem 18. Lebensjahr

Kindergeld wird grundsätzlich für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs gewährt. Für ältere Kinder müssen zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sein: Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs wird Kindergeld gezahlt für Kinder, die sich in einer Berufsausbildung befinden oder diese mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen oder fortsetzen können. Auch für Übergangszeiten von maximal 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten besteht ein Kindergeldanspruch, ebenso (bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs) für arbeitslose Kinder, die bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldet sind. Bei Kindern, die den gesetzlichen Wehrdienst oder Zivildienst geleistet haben, ist eine Verlängerung des Kindergeldbezugs über das 25. Lebensjahr hinaus und entsprechend der Dienstzeit möglich, wenn sie sich noch in Ausbildung befinden.

Bei der Einkommensteuerveranlagung prüft das Finanzamt, ob durch das Kindergeld die Steuerfreistellung des Existenzminimums des Kindes erreicht wurde. Falls nicht, kommen die steuerlichen Freibeträge zur Anwendung und das gezahlte Kindergeld wird mit der Steuerschuld verrechnet (also gewissermaßen zurückgezahlt).

News 04.12.2019 Praxis-Tipp (Aktualisierung)

Bei Antragseingang seit 1.1.2018 wird Kindergeld rückwirkend nur für die letzten 6 Monate vor Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag auf Kindergeld eingegangen ist. Die Finanzverwaltung unterscheidet aber zwischen Festsetzungs- und Erhebungsverfahren.mehr

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News 27.11.2019 FG Kommentierung

Die Berufsausbildung nach § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2a EStG endet, wenn ein Kind sein Berufsziel erreicht hat. Schließt die Berufsausbildung mit einer Prüfung ab, so ist das Berufsziel erst mit dem Bestehen der Prüfung, spätestens mit der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses erreicht. mehr

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News 25.11.2019 Praxis-Tipp

Ist ein Kind krank und kann aus diesem Grund keine Ausbildung beginnen, besteht trotzdem Anspruch auf Kindergeld. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass grundsätzlich der Wille vorhanden ist, sich um eine Ausbildung zu bemühen und diese auch anzutreten.mehr

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News 21.11.2019 FG Kommentierung

Nachzahlungen zu Kostenbeiträgen für eine Heimunterbringung eines behinderten Kindes sind bei der Berechnung der Einkünfte und Bezüge des behinderten Kindes erst ab dem Monat der Zahlung zu berücksichtigen.mehr

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News 15.11.2019 FG Baden-Württemberg

Das FG Baden-Württemberg hat entschieden, dass eine unzureichende Sachverhaltsaufklärung ermessensfehlerhaft bei der Ablehnung einer Stundung ist.mehr

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News 06.11.2019 FG Kommentierung

Die Regelung in § 66 Abs. 3 EStG ist nach einem Urteil des FG München dem Festsetzungsverfahren zuzuordnen. Sie wirke rechtsbeendend und nicht lediglich rechtsbegrenzend.mehr

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News 30.10.2019 FG Kommentierung

Kindergeld ist auch für ein Kind zu gewähren, welches sich krankheitsbedingt nicht um einen Ausbildungsplatz bemühen kann.mehr

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News 24.09.2019 FG Kommentierung

Im Rahmen des § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG kommt es auf das angestrebte Berufsziel des Kindes an, sodass der Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung nicht bereits mit dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss erfüllt sein muss. mehr

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News 20.09.2019 Arbeit soll flexibler werden

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Arbeitswelt flexibler machen. Er stellt heute in Berlin seine Reformvorschläge vor. Geplant sind unter anderem Erleichterungen beim Home Office, Neuerungen bei Arbeitszeitkonten und mildere Bestimmungen beim Umzugszwang für Hartz-IV-Neuempfänger.mehr

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News 18.09.2019 FG Münster

Das FG Münster hat entschieden, dass das Praxisjahr zur Vorbereitung auf den Abschluss als "Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt" Teil einer einheitlichen erstmaligen Berufsausbildung ist. Es besteht Anspruch auf Kindergeld.mehr

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News 24.07.2019 FG Kommentierung

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Eine den Kindergeldanspruch begründende einheitliche Erstausbildung ist nicht mehr anzunehmen, wenn die von dem Kind aufgenommene Erwerbstätigkeit bereits die hauptsächliche Tätigkeit bildet und sich die weiteren Ausbildungsmaßnahmen als eine auf Weiterbildung und/oder Aufstieg in dem bereits aufgenommenen Berufszweig gerichtete Nebensache darstellen.mehr

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Vor Kurzem hat der BFH seine Rechtsprechungsgrundsätze zur kindergeldrechtlichen Erstausbildung für Fälle, in denen die einheitliche Erstausbildung mit daneben ausgeübter Erwerbstätigkeit von einer berufsbegleitend durchgeführten Weiterbildung abzugrenzen ist, fortentwickelt und präzisiert. mehr

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Vor Kurzem hat der BFH seine Rechtsprechungsgrundsätze zur kindergeldrechtlichen Erstausbildung für Fälle, in denen die einheitliche Erstausbildung mit daneben ausgeübter Erwerbstätigkeit von einer berufsbegleitend durchgeführten Weiterbildung (Zweitausbildung) abzugrenzen ist, fortentwickelt. Das FG Düsseldorf hat sich als erstes Finanzgericht mit der neuen BFH-Rechtsprechung beschäftigt.mehr

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Ob die Familienkasse ausgezahltes Kindergeld zurückfordern kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer davon sind die Mitwirkungspflichten der Kindergeldempfänger. Wurde Kindergeld auf Hartz IV angerechnet, ist zu prüfen, ob eine nachträgliche Korrektur zu rechtfertigen ist.mehr

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Eine Berufsausbildung i.S.d. § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG erfordert, dass der Erwerb der Kenntnisse regelmäßig einen konkreten Bezug zu dem angestrebten Beruf aufweisen muss. Ist der Ausbildungscharakter zweifelhaft, kommt diesem konkreten Bezug entscheidende Bedeutung zu.mehr

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Ein Kind wird beim Kindergeld berücksichtigt, wenn es eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen kann. Dafür ist es erforderlich, dass es trotz ernsthafter Bemühungen nicht gelungen ist, eine Berufsausbildung zu beginnen oder fortzusetzen. Es kann jedoch auch vorkommen, dass das Kind infolge einer Erkrankung daran gehindert ist.mehr

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News 17.07.2018 CRES/IVD

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Mehraktige Ausbildungsmaßnahmen sind nach der BFH-Rechtsprechung Teil einer einheitlichen Erstausbildung, wenn sie zeitlich und inhaltlich so aufeinander abgestimmt sind, dass die Ausbildung nach Erreichen des ersten Abschlusses fortgesetzt werden soll und das von den Eltern und dem Kind bestimmte Berufsziel nur so erreicht werden kann. mehr

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Bei Gewerbetreibenden, die ohne Wohnsitz und ohne gewöhnlichen Aufenthalt im Inland nur monatsweise tätig sind und antragsgemäß als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig behandelt werden, besteht der Anspruch auf Kindergeld für die Monate, in denen sie ihre inländische Tätigkeit ausüben. Dabei kommt es für die gebotene monatsweise Betrachtung nicht auf den Zufluss von Einnahmen an.mehr

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Eine einheitliche Berufsausbildung liegt nicht vor, wenn die berufspraktischen Erfahrungen im erlernten Ausbildungsberuf (im Streitfall: Ausbildung zur Bankkauffrau) unabdingbare Voraussetzung für das Erreichen des weiteren Berufsabschlusses in Form der Fortbildung zur staatlich geprüften Betriebswirtin ist.mehr

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