Jobtickets sind Monats- oder Jahresfahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, die der Arbeitgeber – häufig vergünstigt – bei einem Verkehrsunternehmen erwirbt, um sie dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt zu überlassen.

Grundsätzlich stellt die Überlassung des Jobtickets durch den Arbeitgeber lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn dar, der als Sachzuwendung im Rahmen der 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze steuerfrei bleiben kann. Für die Prüfung der 44 Euro-Freigrenze ist der Wert aller Sachbezüge eines Arbeitnehmers innerhalb eines Monats, also nicht nur des Jobtickets, zusammenzurechnen. Wird die Sachbezugsfreigrenze überschritten, sind die gesamten Sachzuwendungen steuer- und beitragspflichtig.


News 11.09.2018 FinMin Baden-Württemberg und Hessen

News 06.04.2018 Jobticket in der Lohnabrechnung

Die Kosten des Jobtickets 

Beispiel: Kostet ein Jobticket den Arbeitgeber 50 Euro, ist der gesamte Sachbezug lohnsteuer- und beitragspflichtig. Der Arbeitnehmer kann eigene Zuzahlungen leisten, damit der Sachbezugswert die 44-Euro-Freigrenze nicht übersteigt. Bei einer Zuzahlung des Arbeitnehmers zum Jobticket in Höhe von 6 Euro betrüge der dann verbleibende Sachbezugswert 44 Euro und wäre in voller Höhe steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Arbeitnehmerzuzahlung kann auch über einen Abzug vom Nettolohn im Rahmen der Lohnabrechnung erfolgen.

Bei Jahresfahrkarten als Jobticket muss darauf geachtet werden, dass dem Arbeitnehmer der entsprechende geldwerte Vorteil aus steuerlicher Sicht in dem Monat zufließt, ab dem er über die Jahresfahrkarte verfügen kann, und zwar in voller Höhe. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber monatliche Zahlungen an das Verkehrsunternehmen leistet oder der Arbeitnehmer monatliche Zuzahlungen leistet.

News 01.11.2016 LfSt Kommentierung

Überlässt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern verbilligte oder kostenlose Jobtickets, wendet er damit in der Regel lohnsteuerlich relevante geldwerte Vorteile zu. Das Landesamt für Steuern Rheinland-Pfalz hat mit Verfügung vom 29.6.2016 dargestellt, wie diese Vorteile zu bewerten sind.mehr

Serie 05.09.2016 Lohn von A-Z

Die Gestellung eines Jobtickets durch den Arbeitgeber für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist steuerpflichtiger Arbeitslohn, soweit die Aufwendungen nicht zu den Reisekosten gehören.mehr

News 12.01.2016 Jobticket

Wer mit Bahn oder Bus zur Arbeit fährt, freut sich, wenn der Chef die Monatsfahrkarte finanziell unterstützt. So manches Unternehmen spendiert sogar ein Jobticket. Möglicherweise ein steuerfreier Sachbezug – wenn alle Voraussetzungen beachtet werden. Und ganz wichtig: Auf den Zufluss kommt es an.mehr

News 04.12.2015 BFH Kommentierung

Das Wahlrecht, die Lohnsteuer für geldwerte Vorteile beim Erwerb eines Jobtickets zu pauschalieren, wird durch Anmeldung der pauschalierten Steuer ausgeübt. Ein nachträglicher Antrag im finanzgerichtlichen Verfahren ist unbeachtlich.mehr

News 25.11.2015 Freigrenze

Viele Arbeitgeber gewähren ihren Mitarbeitern ein Jobticket. Eine neue Verwaltungsanweisung klärt Fragen rund um die steuerliche Behandlung solcher Jobtickets und die Anwendung der 44-Euro-Grenze.mehr

News 03.08.2015 Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg will seinen Bediensteten vom kommenden Jahr an ein Jobticket mit Zuschuss für den Öffentlichen Personennahverkehr anbieten.mehr

News 05.04.2013 Lohnbuchhaltung

Mit Jobtickets können Lohnsteuer- und Sozialversicherung gespart werden, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.mehr

News 25.02.2013 BFH Kommentierung

Ein Sachbezug i.S. des § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG liegt auch dann vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Recht zum Erwerb einer vergünstigten Jahresnetzkarte (Jobticket) einräumt.mehr

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