Jobticket

Jobtickets sind Monats- oder Jahresfahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, die der Arbeitgeber – häufig vergünstigt – bei einem Verkehrsunternehmen erwirbt, um sie dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt zu überlassen.


News 25.03.2020 Jobticket – alte und neue Möglichkeiten

Jobtickets sind ab 2019 steuerfrei 

Grundsätzlich stellt die Überlassung des Jobtickets durch den Arbeitgeber lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn dar. Allerdings sind ab 2019 Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) an Arbeitnehmer, die für ihre Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte öffentliche Verkehrsmittel nutzen, steuerfrei. Die Steuerfreiheit kommt nach § 3 Nummer 15 Einkommensteuergesetz nur infrage, wenn die Leistungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden.

Wann Jobtickets steuerpflichtig sind

In allen anderen Fällen handelt es sich um eine steuerpflichtige Sachzuwendung, die jedoch im Rahmen der 44-Euro-Freigrenze steuerfrei bleiben kann. Für die Prüfung der 44 Euro-Freigrenze ist der Wert aller Sachbezüge eines Arbeitnehmers innerhalb eines Monats, also nicht nur des Jobtickets, zusammenzurechnen. Wird die Sachbezugsfreigrenze überschritten, sind die gesamten Sachzuwendungen steuer- und beitragspflichtig.

Wichtig: Die 44-Euro-Freigrenze ist bei Barzuschüssen nicht anwendbar.

Kosten eines Jobtickets 

Beispiel: Kostet ein Jobticket den Arbeitgeber 50 Euro und liegen die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung nach § 3 Nummer 15 Einkommensteuergesetz nicht vor, ist der gesamte Sachbezug lohnsteuer- und beitragspflichtig. Der Arbeitnehmer kann eigene Zuzahlungen leisten, damit der Sachbezugswert die 44-Euro-Freigrenze nicht übersteigt. Bei einer Zuzahlung des Arbeitnehmers zum Jobticket in Höhe von 6 Euro betrüge der dann verbleibende Sachbezugswert 44 Euro und wäre in voller Höhe steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Arbeitnehmerzuzahlung kann auch über einen Abzug vom Nettolohn im Rahmen der Lohnabrechnung erfolgen.

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