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Jobticket

Bild: BVG/Lambert

Jobtickets sind Monats- oder Jahresfahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, die der Arbeitgeber – häufig vergünstigt – bei einem Verkehrsunternehmen erwirbt, um sie dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt zu überlassen.

Grundsätzlich stellt die Überlassung des Jobtickets durch den Arbeitgeber lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn dar, der als Sachzuwendung im Rahmen der 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze steuerfrei bleiben kann. Für die Prüfung der 44 Euro-Freigrenze ist der Wert aller Sachbezüge eines Arbeitnehmers innerhalb eines Monats, also nicht nur des Jobtickets, zusammenzurechnen. Wird die Sachbezugsfreigrenze überschritten, sind die gesamten Sachzuwendungen steuer- und beitragspflichtig.

Die Kosten des Jobtickets 

Beispiel: Kostet ein Jobticket den Arbeitgeber 50 Euro, ist der gesamte Sachbezug lohnsteuer- und beitragspflichtig. Der Arbeitnehmer kann eigene Zuzahlungen leisten, damit der Sachbezugswert die 44-Euro-Freigrenze nicht übersteigt. Bei einer Zuzahlung des Arbeitnehmers zum Jobticket in Höhe von 6 Euro betrüge der dann verbleibende Sachbezugswert 44 Euro und wäre in voller Höhe steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Arbeitnehmerzuzahlung kann auch über einen Abzug vom Nettolohn im Rahmen der Lohnabrechnung erfolgen.

Bei Jahresfahrkarten als Jobticket muss darauf geachtet werden, dass dem Arbeitnehmer der entsprechende geldwerte Vorteil aus steuerlicher Sicht in dem Monat zufließt, ab dem er über die Jahresfahrkarte verfügen kann, und zwar in voller Höhe. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber monatliche Zahlungen an das Verkehrsunternehmen leistet oder der Arbeitnehmer monatliche Zuzahlungen leistet.


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