0

Kostenrechnung

Bild: Michael Bamberger

In der Kostenrechnung werden die betrieblichen Kosten erfasst und auf die Leistungen des Unternehmens verrechnet. Die Kostenrechnung ist in drei Bereiche gegliedert.

 In der Kostenartenrechnung werden die Kosten nach dem Wesen der Kosten unterteilt, z. B. in Materialkosten, Personalkosten, Abschreibungen etc. In der Kostenstellenrechnung werden die Kosten, die nicht direkt der Leistung/dem Produkt des Unternehmens zugerechnet werden können, nach dem Ort ihrer Entstehung (Kostenstellen) zugeordnet.
Von den Kostenstellen werden die Kosten dann über Umlageschlüssel oder Bezugsgrößen auf die Kostenträger (Produkte, Dienstleistungen, Projekte) verteilt. In der Kostenträgerrechnung werden dann alle Kosten je Leistung erfasst und den erzielten Leistungen (Umsätze) gegenübergestellt.
Die Ergebnisse der Kostenträgerrechnung dienen der Preisfindung und der kurzfristigen Gestaltung von Produktportfolios. Die Kostenträgerrechnung zeigt letztlich allen Beteiligten, wie teuer etwa die Herstellung und der Vertrieb eines Produktes sind.

Was liefert die Kostenrechnung?

Adressaten der Informationen aus der Kostenrechnung sind neben Geschäftsführung und Controlling auch die Kostenstellen-Verantwortlichen und Produktmanager, deren Leistung an dem Ergebnis der von ihnen verantworteten Bereiche gemessen wird. Somit liefert die Kostenrechnung Informationen, die für die Vorgabe wie auch die Kontrolle von Budgets notwendig sind. (Ist das Budget für Projekt X schon erschöpft/überschritten?)
Daneben liefert die Kostenrechnung Erfahrungswerte für die Planung. Ihre Aufgabe ist nicht zuletzt Probleme zu erkennen, Ursachen aufzudecken und Hilfen zur Beseitigung anzubieten. Voraussetzung für eine sinnvolle Kostenerfassung ist eine funktionierende Kostenstellenrechnung