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Arbeitsunfähigkeit (AU)

Arbeitsunfähigkeit und Entgeltfortzahlung

Werden Arbeitnehmer arbeitsunfähig, besteht ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Mit dem Anspruch entstehen auch Rechte und Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Welche dies sind und wie mit Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit umzugehen ist, erläutert dieses Top-Thema.


Krankengeld: Versicherungsschutz und Nahtlosigkeit

Der Anspruch auf Krankengeld ist nicht immer einfach zu bestimmen. In diesem Top-Thema zeigen wir Besonderheiten auf. Dabei erfahren Sie, ob und ab wann ein Krankengeldanspruch besteht und was Selbstständige beachten müssen.

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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand

Wenn Anwälte wichtige Fristen verpassen, droht oft ein Anwaltsregress. Der Ausweg der Wahl ist häufig ein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Aktuell hat das Thema Wiedereinsetzung mit der seit 1.1.2022 obligatorischen aktiven Nutzung des BeA erheblich an Brisanz gewonnen.





Krankheitsbedingte Kündigung

Krankheitsbedingte Kündigung: Bei Unfall keine negative Gesundheitsprognose möglich

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln hat entschieden, dass Arbeitsunfähigkeitszeiten infolge eines Unfalls für die Frage der negativen Gesundheitsprognose grundsätzlich nicht relevant sind, da sie regelmäßig nicht prognosefähig sind. Eine krankheitsbedingte Kündigung, die Ausfallzeiten aufgrund eines Unfalls bei der negativen Gesundheitsprognose berücksichtigt, ist daher unwirksam.







BAG-Urteil

Jahresurlaub darf auch bei längerer Krankheit nicht einfach verfallen

Der Anspruch auf gesetzlichen Mindesturlaub aus einem Urlaubsjahr, in dem der Arbeitnehmer tatsächlich gearbeitet hat, bevor er aus krankheitsbedingten Gründen an der Inanspruchnahme seines Urlaubs gehindert war, erlischt regelmäßig nur dann nach Ablauf eines Übertragungszeitraums von 15 Monaten, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer rechtzeitig in die Lage versetzt hat, seinen Urlaub zu nehmen. Dies folgt nach einer Entscheidung des BAG aus einer richtlinienkonformen Auslegung des § 7 Abs. 1 und Abs. 3 BUrlG.





Bundesarbeitsgericht

BAG ruft EuGH zur behördlich angeordneten Quarantäne während des Urlaubs an

Der Neunte Senat des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hat ein Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) gerichtet, um die Frage klären zu lassen, ob aus dem Unionsrecht die Verpflichtung des Arbeitgebers abzuleiten ist, einem Arbeitnehmer bezahlten Erholungsurlaub nachzugewähren, der zwar während des Urlaubs selbst nicht erkrankt ist, in dieser Zeit aber eine behördlich angeordnete häusliche Quarantäne einzuhalten hatte.












Selbständigkeit und Krankheit

Mit Risiken und Existenzängsten gelassener umgehen und negative Folgen begrenzen

Wohl jeder Selbstständige (Bilanzbuchhalter) hat sich schon mal Gedanken darübergemacht, was passiert, wenn er längere Zeit krank wird und ausfällt. Das bedeutet nicht nur, dass keine Einnahmen erzielt werden können und die meisten Kosten weiterlaufen. Es besteht auch das Risiko, dass Kunden abspringen und sich einen anderen Dienstleister suchen. Damit gehen künftige Aufträge und Einnahmen verloren und im Extremfall droht zusätzlich zur Krankheit der wirtschaftliche Ruin. Und oft besteht bei hauptberuflich Selbstständigen auch kein Anspruch auf Krankengeld. Doch es gibt Möglichkeiten, zumindest einen Teil der Sorgen und Probleme zu mildern.







Krankengeld

Unklare Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie geht zu Lasten der Krankenkasse

Eine zeitliche Lücke in den ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsfeststellungen ist für die Weitergewährung von Krankengeld unschädlich, wenn Versicherte alles in ihrer Macht Stehende und ihnen Zumutbare getan haben, um ihre Ansprüche zu wahren. Das hat das Sozialgericht Stuttgart entschieden. Im konkreten Fall hatte eine Versicherte einen Arzt persönlich aufgesucht und die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit verlangt.