Tipp der Woche: Mitarbeiterempfehlungen nutzen

Ob rechtliche Neuerungen, Personalstrategien für die Post-Corona-Zeit oder Führungsthemen: Jede Woche gibt die Online-Redaktion Personal HRlern und Führungskräften mit einem Praxistipp neue Anreize. Diese Woche mit einem Tipp, wie Unternehmen im Recruitingprozess Zeit und Kosten sparen.


Tipp von Melanie Rößler, Redakteurin

Recruiting via Mitarbeiterempfehlungen: Während des Corona-Lockdowns konnten Bewerbungsgespräche ausschließlich virtuell geführt werden, und aus Infektionsschutzgründen wird es auch weiterhin Einschränkungen im Recruitingprozess geben. Aber einen Kandidaten einstellen, den man gar nicht richtig persönlich kennenlernen konnte? Diese Vorstellung verunsichert viele Unternehmen. Warum also nicht die persönlichen Kontakte der eigenen Mitarbeiter nutzen? Längst gibt es Software-Tools, um ein solches Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm auf professionelle Füße zu stellen und einfach abzuwickeln. Eine aktuelle Studie von Firstbird und Wollmilchsau hat gezeigt, dass Kandidaten, die von Mitarbeitern empfohlen wurden, schneller eingestellt werden und länger im Unternehmen verbleiben. Das spart Zeit und Kosten. Da verwundert es eigentlich, dass in Deutschland erst jede zehnte Stelle über eine solche Mitarbeiterempfehlung besetzt wird. In den USA ist es bereits jede dritte Stelle.

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Tipp von Daniela Furkel, Chefreporterin

Dem Burnout entgegenwirken: Einen Negativtrend verzeichnet das Thema Burnout. Zwischen März und April verdoppelten sich auf der Mitarbeiterengagement-Plattform Glint die Angaben der Arbeitnehmer, die um dieses Thema kreisen. Deshalb gilt es nun, den Beschäftigten Anerkennung zuzusprechen und ihnen zuzusichern, dass sie einen festen Platz im Team haben. Wichtig sind zudem aktuelle Informationen zu den Geschehnissen im Unternehmen, um Unsicherheiten abzubauen. In einer Krise, in der nicht klar ist, welche Regeln nächste Woche gelten, benötigen Arbeitnehmer klare und verlässliche Aussagen ihres Arbeitgebers.

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Tipp von Hannes Selz, Volontär

Rückkehrplan gemeinsam erarbeiten: Trotz oder gerade wegen der räumlichen Distanz fühlen sich viele Mitarbeiter stärker miteinander verbunden als vor der Corona-Krise. Der Plan für die Rückkehr an den festen Arbeitsplatz sollte daher von Führungskräften und Mitarbeitern im engen Austausch erarbeitet werden – natürlich unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften. Die im Homeoffice erlernte Kollaboration spiegelt sich dadurch auch im Rückkehrplan wider. Beim Zeitpunkt der Rückkehr lohnt es sich, kulant zu sein. So fühlt sich jeder wohl und zu nichts gezwungen.

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Tipp von Frank Bollinger, Fachredakteur für Arbeitsrecht

Aufhebungsverträge richtig formulieren: Aufgepasst bei der Formulierung eines Aufhebungsvertrags mit Freistellung bis zum Ende der Kündigungsfrist! Dass mit der Freistellung noch ausstehender Urlaub abgegolten ist, ist eine Standardformulierung. Doch was ist mit einem darüber hinaus bestehenden Zeitguthaben auf einem Arbeitszeitkonto? Vergessen Sie nicht, auch dieses explizit im Aufhebungsvertrag durch die Freistellung als abgegolten zu erklären, da anderenfalls eine finanzielle Abgeltungsverpflichtung droht!

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