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| Umlageverfahren bei Krankheit

Erstattungssatz für die U1 bis Januar 2016 auswählen

Der Umlagesatz bestimmt die Höhe der Erstattung.
Bild: Thomas Siepmann ⁄

Die vielen Änderungen zum Jahresbeginn lassen ein Wahlrecht der Arbeitgeber leicht in Vergessenheit geraten. Wer dieses Wahlrecht nicht ausübt, muss aber auf den nächsten Jahresbeginn warten, denn: Nur zum Jahresbeginn kann die Höhe des Erstattungssatzes zur U1 gewählt werden.

Das Umlageverfahren U1 federt die finanzielle Belastung eines Betriebes bei Krankheit der Arbeitnehmer ab. Den Arbeitgebern wird das bei Arbeitsunfähigkeit weiter gezahlte Entgelt in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes erstattet.
Der gewählte Erstattungssatz kann immer nur zu Beginn eines Kalenderjahres gewechselt werden. Der Antrag muss bis zur Fälligkeit des Januar-Beitrages bei der Krankenkasse eingegangen sein, im Jahr 2016 somit bis spätestens 27. Januar.

Arbeitgeber haben die Wahl beim Umlagesatz zur U1

Einige Krankenkassen bieten zum U1-Verfahren drei verschiedene Umlagesätze an. Wählt der Arbeitgeber keinen dieser drei Umlagesätze, gilt der allgemeine Umlagesatz. Die Höhe des allgemeinen Umlagesatzes wird durch die Krankenkassen individuell festgelegt und bewegt sich zwischen 1,6 % und 2,7 %. Die Erstattungssätze für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall liegen zwischen 60 % bis 70 %.
Arbeitgeber können bei Kassen mit drei Umlagesätzen einen geringeren oder höheren Erstattungssatz wählen. In diesem Fall zahlen sie auch entsprechend entweder einen ermäßigten oder erhöhten Umlagesatz zur U1.

Unterschiedliche Krankheitszeiten berücksichtigen

Durch die Wahl des Erstattungssatzes kann ein Arbeitgeber die individuellen Krankheitszeiten einzelner Arbeitnehmer berücksichtigen.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer war noch nie krank und ist als einziger Arbeitnehmer bei der Krankenkasse A versichert. Der Rest der Belegschaft ist bei der Krankenkasse B versichert und zwei- bis dreimal mal im Jahr krank.
Für den Arbeitgeber ist es unter Berücksichtigung dieser Konstellation vorteilhaft, bei der Krankenkasse A den ermäßigten und bei der Krankenkasse B den allgemeinen oder erhöhten Umlagesatz zu wählen. Der gegenüber dem niedrigen Umlagesatz gewählte allgemeine oder erhöhte Umlagesatz führt auch zu einer höheren Erstattung der Aufwendungen bei Krankheit.

An die Wahl des Umlagesatzes ist der Arbeitgeber dann jedoch ein Jahr

gebunden.

 

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