Arbeitgeber müssen für die Lohnsteuerbescheinigung 2018 einige Änderungen im Lohnkonto anpassen., Bild: Marcus Surges

Die Finanzverwaltung hat neue Regeln für die Ausstellung von Lohnsteuerbescheinigungen veröffentlicht. Zusätzlich gibt es neue Muster für die Lohnsteuerbescheinigung 2018.

Aufgrund der Aufzeichnungen im Lohnkonto hat der Arbeitgeber nach Abschluss des Lohnkontos für jede(n) Mitarbeiter/-in der zuständigen Finanzbehörde bis zum letzten Tag des Monats Februar des folgenden Jahres eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung zu übermitteln. Dem Mitarbeiter ist ein nach amtlich vorgeschriebenem Muster gefertigter Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung mit Angabe der Steuer-Identifikationsnummer auszuhändigen oder elektronisch bereitzustellen.

Lohnkonto muss angepasst werden  

Die Verwaltung hat nun bereits die Muster für 2018 und einen Anwendungserlass dazu bekannt gemacht. Sie kommen aber frühestens bei ab Januar 2018 ausscheidenden Mitarbeitern zur Anwendung. Um den (geänderten) Bescheinigungspflichten nachkommen zu können, müssen die Arbeitgeber frühzeitig ihre Aufzeichnungen im Lohnkonto anpassen. Ergänzend enthält der Erlass Neuerungen zum Korrekturverfahren.

Hinweis: Für den Jahresabschluss 2017 und die Übermittlung bis Ende Februar 2018 sind zunächst die Bescheinigungen nach dem Muster für 2017 zu verwenden (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 31. August 2016, IV C 5 - S 2378/15/10003). Für die Ausstellung der Bescheinigungen 2017 gelten noch die Regelungen des BMF-Schreibens vom 30. Juli 2015 (BStBl 2015 I S. 614).

Großbuchstaben in der Lohnsteuerbescheinigung 

Für die Jahre 2017 und 2018 sind insbesondere folgende Hinweise gültig:

  • Grenzgänger Frankreich: Unter Nummer 2 sind die Großbuchstaben FR einzutragen bei französischen Grenzgängern, bei denen aufgrund einer Freistellung vom Lohnsteuerabzug abzusehen ist. Der Großbuchstabe "FR" ist um das Land zu ergänzen, in dem der Grenzgänger im Bescheinigungszeitraum zuletzt tätig war. Für Baden-Württemberg ist der Großbuchstabe "FR" ohne Leerzeichen um die Ziffer 1 ("FR1"), für Rheinland-Pfalz um die Ziffer 2 ("FR2") und für das Saarland um die Ziffer 3 ("FR3") zu ergänzen (vergleiche dazu das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 30. März 2017, BStBl 2017 I Seite 753 und die News "Neue Aufzeichnungspflichten für Arbeitgeber mit Grenzgängern aus Frankreich").
  • Unter Nummer 20 des Ausdrucks sind grundsätzlich die steuerfreien Verpflegungszuschüsse bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten zu bescheinigen. Es gilt aber weiterhin die Kulanzregelung, dass eine Bescheinigung dieser Beträge nicht zwingend erforderlich ist, wenn das Betriebsstättenfinanzamt für die steuerfreien Verpflegungsspesen bei Auswärtstätigkeiten eine andere Aufzeichnung als im Lohnkonto zugelassen hat (Fälle mit getrennter Lohn- und Reisekostenabrechnung). In diesen Fällen ist für 2017/18 auch eine Bescheinigung des Großbuchstabens "M" für Mahlzeiten auf Auswärtstätigkeiten nicht zwingend erforderlich. Das soll sich aber zukünftig ändern, vergleiche dazu die News: "Ab 2019 wird der Großbuchstabe "M" zur Pflicht"

Quelle: Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 27. September 2017, IV C 5-S 2378/17/10001

Schlagworte zum Thema:  Lohnsteuerbescheinigung, Lohnkonto, Muster, Aufzeichnungspflicht, BMF-Schreiben

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