Lohnsteuer: Neue Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität

Nach einem neuen Gesetzentwurf, dem Jahressteuergesetz 2019, sollen noch in diesem Jahr die steuerlichen Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität ausgeweitet werden. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Änderungen bei der Lohnsteuer geplant sind.

Anfang Mai dieses Jahres hat das Bundesfinanzministerium einen Vorabentwurf für ein neues umfassendes Steuergesetz veröffentlicht. Es trägt die amtliche Bezeichnung "Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften".

Förderung der Elektromobilität: Geplante steuerliche Maßnahmen 

Zur Verfolgung des Kernanliegens enthält der Gesetzentwurf zahlreiche Regelungen zur Förderung der Elektromobilität. Teilweise handelt es sich dabei um neue Maßnahmen, vielfach geht es um eine Verlängerung bestehender Maßnahmen. Aus dem Bereich der Lohnsteuer ist auf folgende Regelungen beziehungsweise Änderungen hinzuweisen:

  • Bei der Dienstwagenbesteuerung für Elektro- und Hybridfahrzeuge erfolgt für seit Jahresbeginn 2019 angeschaffte Fahrzeuge eine Halbierung der Bemessungsgrundlage. Bei der Fahrtenbuchmethode wird die zu berücksichtigende Abschreibung halbiert. Bisher gilt die Förderung nur befristet bis 2021. Mit dem Gesetz soll eine Ver­längerung bis 2030 erfolgen. Die Halbierung der geldwerten Vorteile gilt also weiter, allerdings werden bei der Förderung von Hybridfahrzeugen die Reichweiten­voraussetzungen (derzeit mindestens 40 Kilometer oder Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm) in späteren Jahren stufenweise verschärft.
  • Das kostenlose oder verbilligte Aufladen der Batterien von Elektro- beziehungsweise Hybridelektrofahrzeugen im Betrieb des Arbeitgebers ist aktuell bis Ende 2020 steuerfrei. Überlässt der Arbeitgeber Mitarbeitern eine betriebliche Ladevorrichtung für Elektro- oder Hybridelektrofahrzeuge, ist der geldwerte Vorteil bis dahin ebenfalls steuerfrei (§ 3 Nr. 46 EStG). Beide Regelungsbereiche der Vorschrift sollen mit dem Gesetz bis 2030 verlängert werden.
  • Seit 2019 bleiben zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads, das kein Kraftfahrzeug ist, steuerfrei (§ 3 Nr. 37 EStG). Die Steuerbefreiung gilt sowohl für Elektrofahrräder als auch für Fahrräder. Auch diese Steuerbefreiung wird bis 2030 verlängert. Sie war bisher ebenfalls bis 2021 befristet.

Hinweis: Neben den namensgebenden Regelungen zur Elektromobilität enthält der Gesetzentwurf noch zahlreiche andere Maßnahmen. Wir informieren Sie auch über diese unter dem Stichwort "Jahressteuergesetz 2019".


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