Themenseite

Working Capital

Working-Capital

Das Working Capital, auch Nettoumlaufvermögen genannt, ist der Saldo aus Vorräten und Forderungen des Umlaufvermögens  abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten. Das Working Capital (WC) ist ein wichtiger Stellhebel zur Optimierung von Ergebnis und finanzieller Stärke eines Unternehmens. 

Grundsätzlich gilt aus finanzieller Sicht: Je niedriger das Working Capital, desto besser. Ein niedriges Working Capital bedeutet, das nur wenig Kapital im Unternehmen gebunden ist. Dies senkt die Fremdfinanzierungskosten und erhöht die Liquidität.

Seit dem Einsetzen der Finanzkrise ist das Working Capital Management, d.h. das Freisetzen von im Working Capital gebundener Liquidität eine der Top-Prioritäten der Führungskräfte. Der hohe Stellenwert des Working Capital Managements wird Jahr für Jahr in dem vom ICV und Roland Berger gemeinsam durchgeführten Operations Effizienz Radar bestätigt. 

Viel ungenutztes Potential bei Working Capital

Working Capital Management ist nicht neu. Potenzial und Notwendigkeit sind weithin bekannt. Umso erstaunlicher ist es, dass es nur wenigen Unternehmen gelingt, ihr Working Capital erfolgreich und dauerhaft zu senken. Eine Ursache ist sicherlich die große Zahl an möglichen internen Zielkonflikten. Zu den wichtigsten Bereichen mit  Zielkonflikten zählen

  • Forderungen: Hier bevorzugt der Vertrieb üblicherweise lange Zahlungsfristen. Dies erhöht jedoch das WC.
  • Vorräte: Einkauf, Produktion und Vertriebe bevorzugen üblicherweise große Bestände, um Mengenrabatte beim Einkauf, eine zuverlässige Produktion und eine hohe Lieferfähigkeit zu sichern.
  • Verbindlichkeiten: Hier bevorzugt der Einkauf üblicherweise kurze Zahlungsfristen, um Probleme und Beschwerden mit Lieferanten zu vermeiden.

Working Capital Management ist eine Querschnittsmaterie. Um erfolgreich zu sein, gilt es Prozesse abteilungs- und unternehmensübergreifend zu gestalten, klare Verantwortungen zu schaffen, vielfältige Zielkonflikte aufzulösen, insbesondere Unternehmens- vor Abteilungsziele und Liquiditätsziele neben Ertragsziele zu stellen.  


Congress der Controller 2025

Resilienz im Automobilsektor: Controlling bei BENTELER als Erfolgsfaktor

Der Automobilmarkt befindet sich im Umbruch. Globale Krisen, volatile Märkte, hohe Kostenbelastungen und ein verschobenes Kräfteverhältnis zwischen OEMs und Zulieferern prägen die aktuelle Realität. Tim Harrenkamp erläuterte, wie sich das Familienunternehmen BENTELER in diesem schwierigen Umfeld strategisch neu aufstellt und welche Schlüsselrolle das Controlling dabei spielt.





Working Capital Management & Projektcontrolling

"Durch Design Thinking und das agile Setup wurden sehr viel Energie und Kreativität frei."

Das Projekt "Working Capital Management Plus" der A1 Telekom Austria AG wurde erfolgreich nach der Scrum-Methode organisiert. Romana Aumer erläutert im Teil 3 einer Interviewserie, wie es gelang, getroffene Maßnahmen an die Linienorganisation zu übergeben und welche Fähigkeiten ein Controller für ein agiles Projektcontrolling haben sollte.



Controlling & Working Capital

"Working Capital wird von vielen Bereichen im Unternehmen beeinflusst und ist komplex."

Das Projekt "Working Capital Management Plus" der A1 Telekom Austria AG gehörte zu den drei Finalisten beim Controlling Excellence Award 2020 des Internationalen Controller Vereins. Projektleiterin Romana Aumer berichtet über den Erfolg des Projektes in einer Interviewserie. In Teil 1 erklärt sie, welchen Zweck das Projekt verfolgte und welche Vorgehensweisen sich bewährt haben.