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Kinderkrankengeld

Bild: Haufe Online Redaktion

Ein Anspruch auf Kinderkrankengeld kann bestehen, wenn ein Versicherter wegen Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege seines erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben muss.

Voraussetzung für einen Anspruch auf Kinderkrankengeld ist, dass

  • das zu betreuende Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
  • der Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld versichert ist,
  • das Kind gesetzlich krankenversichert ist.

Besteht ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts für die Zeit der Freistellung seitens des Arbeitsgebers (tarifvertragliche Regelung), so ruht der Anspruch auf Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes. Anspruch auf Kinderkrankengeld haben auch Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes.



Berechnung und Umfang des Kinderkrankengeldes

Die Berechnung des Kinderkrankengeldes ist identisch mit der des Krankengeldes. Wird es arbeitstäglich errechnet, ist es für Arbeitstage zu zahlen. Erfolgt die Berechnung des Kinderkrankengeldes kalendertäglich, erfolgt die Zahlung kalendertäglich.

Der Anspruch auf Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes besteht in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens für 10 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte längstens für 20 Arbeitstage. Es besteht auch die Möglichkeit, den Anspruch auf Kinderkrankengeld von einen auf den anderen Ehegatten zu übertragen. Eltern von schwerstkranken Kindern mit einer Lebenserwartung von wenigen Monaten erhalten Anspruch auf Kinderpflege-Krankengeld ohne zeitliche Befristungen.

Leistungsbezieher nach dem SGB III haben einen Anspruch auf Leistungsfortzahlung, wenn sie der Arbeit fernbleiben müssen. Der Anspruch auf Kinderkrankengeld ruht daher.