Die Zeichen stehen auf Marktbelebung
Das Jahr 2026 beginnt mit einem leichten Rücksetzer: Im Vergleich zum Dezember 2025 sinkt das Deutsche Hypo Immobilienklima in Januar-Befragung von rund 1.000 befragten Immobilienexperten um 0,6 Prozent auf nun 93,6 Punkte.
Immerhin das Investmentklima legt wieder leicht um 1,5 Prozent auf den neuen Wert von 92,2 Punkten zu. Das Ertragsklima (Vermietung) gibt hingegen weiter um deutliche 2,9 Prozent auf aktuell 94,9 Punkte nach.
Zuversichtlich ist eine Einschätzung bei 100 Punkten.
Assetklassen entwickeln sich bis auf Hotel positiv
Die Assetklasse Hotel hat sich im Dezember 2025 mit einem satten Plus von 10,9 Prozentauf 119,7 Punkte deutlich positiv entwickelt, während alle anderen Segmente zum Jahresende verloren – damit ist laut Deutsche Hypo Immobilienklima vorerst Schluss. Das Segent erleidet einen deutlichen Verlust von 11,6 Prozent, bleibt aber mit 105,8 Punkten das zweitstärkste Segment nach dem Wohnklima.
Zu Beginn des neuen Jahres entwickeln sich die nur noch die anderen Immobilienklasse positiv. Das Handelsklima legt um 1,7 Prozent zu und erreicht 85,2 Punkte. Das Logistikklima zeigt nach Verlusten in den beiden Vormonaten wieder ein Plus und steigt um 1,3 Prozent auf 102,8 Punkte. Das Wohnklima bleibt mit 146,1 Punkten (plus 1,1 Prozent) stabil. Und das Büroklima wächst noch einmal minimal um 0,1 Prozent auf 73,6 Punkte im Januar.
Werte und Änderungen der Indizes im Überblick*
Dezember 2025 | Januar 2026 | Veränderung (%) | |
Immobilienklima | 94,2 | 93,6 | - 0,6 |
Investmentklima | 90,8 | 92,2 | + 1,5 |
Ertragsklima | 97,7 | 94,9 | - 2,9 |
Büroklima | 73,5 | 73,6 | + 0,1 |
Handelsklima | 83,8 | 85,2 | + 1,7 |
Wohnklima | 144,5 | 146,1 | + 1,1 |
Logistikklima | 101,5 | 102,8 | + 1,3 |
Hotelklima | 119,7 | 105,8 | - 11,6 |
Quelle: Bulwiengesa AG
*es können Rundungsdifferenzen auftreten
Mehr Informationen zum Deutsche Hypo Immobilienklima-Index
ESG & Co.: Weiterentwicklung der Immobilienbestände zählt
"Nach einem herausfordernden, zugleich stabilisierenden Jahr 2025 sorgt vor allem das konstante Zinsniveau für eine sichere Basis der Kalkulationen im neuen Jahr. Die Preisfindung funktioniert wieder und Investoren können entschiedener agieren", kommentiert Sebastian Steigleder, Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance Frankfurt, die aktuellen Ergebnisse. 2026 rücke die strategische Weiterentwicklung der Immobilienbestände in den Vordergrund, mit ESG als Voraussetzung für Vermietbarkeit und Finanzierbarkeit.
Laut Steigleder werden nur hochwertige, ESG konforme Immobilien im Wettbewerb überzeugen. Der Büromarkt mit seiner Zweiteilung zeige das deutlich: "Während sich zukunftsfähige Objekte in guten Lagen behaupten, steigen die Leerstandrisiken für nicht ESG-konforme Objekte in weniger gefragten Lagen." Das operative Management gewinne an Bedeutung, etwa bei Brown-to-Green-Strategien oder aktivem Mietermanagement.
Die Flächenknappheit bei modernen Flächen dürfte sich dem Experten zufolge verschärfen, da die Neubaupipeline nahezu leer ist. Steigleder meint jedoch, dass politische Maßnahmen wie der Bauturbo Impulse setzen werden. "Trotz aller Herausforderungen fällt mein Ausblick auf das Jahr 2026 positiv aus, denn die Voraussetzungen für eine Marktbelebung sind gegeben: Stabilisierte Zinsen, funktionierende Preisbildung und steigende Nachfrage nach nachhaltigen Immobilien bilden ein solides Fundament."
Ein Blick auf moderne Wohnformen
Immer mehr Investoren richten den Blick auf moderne Wohnformen wie Studentisches Wohnen, Co-Living und Microliving, Serviced Apartments und Servicewohnen für Senioren, wie ein Research Special der Deutsche Hypo zeigt. Im Vergleich zum klassischen Wohnungsmarkt bieten diese einen Renditevorteil und profitieren von einer geringeren Regulierung, was sie auch für internationale Konzepte und Investoren attraktiv macht.
Microliving – rechtliche Besonderheiten und Fallstricke
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