Immobilienklima: Die Stimmung hellt sich leicht auf

Ausgelassen ist die Stimmung am Markt nicht, aber das Deutsche-Hypo-Immobilienklima erholt sich im Dezember leicht, nachdem der Index seit Ausbruch der Pandemie auf seinen historischen Tiefststand gerutscht war. Sogar das Hotelklima macht mit. Die Rückschau auf das Gesamtjahr sieht jedoch düster aus.

Der umfragebasierte Immobilienklimaindex der Deutschen Hypothekenbank (Deutsche Hypo) steigt im Dezember gegenüber dem Vormonat (November: 69,4) leicht um ein Prozent auf 70,1 Punkte. Auffällig ist laut Deutsche-Hypo-Vorstand Andreas Rehfus die deutliche Verbesserung des Hotelklimas: Nachdem es seit Beginn der Corona-Krise erhebliche Einbußen verzeichnen musste, verbucht es im Dezember einen Anstieg um satte 44,7 Prozent und landet bei 20,1 Punkten, nach 14 Punkten im November. Im Jahresrückblick ist das Hotelklima trotzdem der große Verlierer und verharrt weiterhin auf dem letzten Platz im Scoring.

Im Jahresrückblick zeigt sich im Immobilienklima-Index "ein noch nie dagewesener rückläufiger Trend um beachtliche 40,2 Prozent", so Rehfus. Verglichen mit dem Höchststand von 121,1 Zählerpunkten Anfang 2020 zeigt sich ein deutliches Stimmungsgefälle von minus 42,1 Prozent.

Wohnklima büßt erstmals seit April Index-Punkte ein

Insgesamt trug vor allem das Investmentklima mit einem Plus gegenüber dem Vormonat von 2,4 Prozent auf 74,4 Punkte wesentlich zur Aufhellung des Immobilienklimas im Dezember bei. Das Ertragsklima nahm um 0,4 Prozent ab und steht jetzt bei 65,8 Punkten.

Neben dem Hotelklima weist in der aktuellen Umfrage nur das Büroklima gegenüber November eine positive Entwicklung auf (plus 7,8 Prozent auf 69,2 Punkte). Das Wohnklima muss erstmals seit April 2020 einen leichten Rückgang (minus 1,8 Prozent gegenüber November) hinnehmen und liegt jetzt bei 131,7 Punkten, und damit weiterhin knapp hinter dem Logistikklima – dem Spitzenreiter unter den analysierten Assetklassen – mit 136,6 Punkten (minus 3,7 Prozent). Das Handelsklima fällt zum Jahresende zwar nicht unter den Tiefststand vom Mai, aber es geht weiter bergab: um 12,9 Prozent auf 27,8 Punkte.

Immobilienfinanzierung: Deutsche Hypo wird vollständig in Nord/LB integriert

Die Deutsche Hypothekenbank, rechtlich selbstständige Immobilienfinanzierungstochter der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB), wird voraussichtlich zum 1.7.2021 vollständig in den Mutterkonzern integriert werden. Das haben die Institute am 14.12.2020 bekannt gegeben. Die Marke "Deutsche Hypo" wird nicht aufgegeben.

Die Finanzierung von Gewerbeimmobilien ist eine zentrale Säule unseres Geschäftsmodells und wird dies auch bleiben, erklärte Reinhold Hilbers, niedersächsischer Finanzminister und Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie der Trägerversammlung der Nord/LB. Im Zuge der Verschmelzung wolle man Synergieeffekte nutzen und Kosten sparen. Mit rund 400 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 19,4 Milliarden Euro (Stand 30.6.2020) zählt die Deutsche Hypo zu den großen deutschen Immobilienfinanzierern.


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