Wohninvestment: Kleine Städte, große Renditen Infografik

Mehr als 13 Prozent Rendite können Investoren mit Wohnimmobilien in deutschen Kleinstädten teilweise absahnen, mehr als in Mittel- oder Großstädten. Zum Vergleich: Beim "Schlusslicht" Hamburg gibt es nur 2,5 Prozent. Wo sich das Investieren sonst auszahlt, zeigt eine Analyse von Geomap.

Kleinstädte haben Investoren eher selten im Blick, wenn sie nach Wohnimmobilien suchen. Dabei könnte sich das lohnen. Laut einer Analyse der Online-Datenbank Geomap lassen sich in dieser Kategorie vor allem in Ostdeutschland hohe Renditen erzielen: Auf Platz eins liegt aktuell Mücheln in Sachsen-Anhalt mit einer Rendite von 13,2 Prozent. In der Mittelstadt Zerbst/Anhalt (Sachsen-Anhalt) liegt die Rendite bei 10,6 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgt als erste Großstadt im Ranking Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) mit 5,1 Prozent.

Rendite in Kleinstädten: Besser als in Mittelstädten

Während auch im ostdeutschen Südliches Anhalt (11,8 Prozent) und Weischlitz in Sachsen mit 11,6 Prozent weit überdurchschnittliche Renditen möglich sind, sind Kleinstädte (unter 20.000 Einwohner) in anderen Bundesländern längst nicht so attraktiv. Die niedrigsten Renditen erzielen derzeit laut Geomap Wohnimmobilien in Rottach-Egern (Bayern) mit 1,6 Prozent. Dahinter folgen Geeste mit 1,7 Prozent und Norderney mit 1,8 Prozent (beide Niedersachsen).

Dass Kleinstädte hohe Renditen bieten können, ist nicht neu. In der vorigen Geomap-Analyse der Renditen in Kleinstädten von 2018 betrug die Spitzenrendite für Wohnungen in Adorf (Sachsen) 19,4 Prozent - mit 1,2 Prozent wurde in Kalbe (Sachsen-Anhalt) die niedrigste Rendite erzielt.

Analysiert wurden die Kauf- und Mietpreise für Wohnungsangebote (ohne möblierte Objekte), die im Zeitraum vom 20.4.2020 bis 20.4.2021 online waren.

Top 10: Aktuelle Renditen in Kleinstädten

  1. Mücheln (Sachsen-Anhalt): 13,2 Prozent
  2. Südliches Anhalt (Sachsen-Anhalt): 11,8 Prozent
  3. Weischlitz (Sachsen): 11,6 Prozent
  4. Oelsnitz/Vogtland (Sachsen): 10,9 Prozent
  5. Zeithain (Sachsen): 10,7 Prozent
  6. Lichtenstein (Sachsen): 10,7 Prozent
  7. Meuselwitz (Thüringen): 10,0 Prozent
  8. Mülsen (Sachsen): 10,0 Prozent
  9. Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt): 9,8 Prozent
  10. Thale (Sachsen-Anhalt): 9,6 Prozent

Quelle: geomap/immo

Rendite in Mittelstädten: Alle "Top 10" in Ostdeutschland

In Ostdeutschland werden laut Geomap auch die höchsten Renditen unter allen 621 Mittelstädten (20.000 und 100.000 Einwohner) erzielt. Auf Platz eins liegt Zerbst/Anhalt (Sachsen-Anhalt) mit 10,6 Prozent, gefolgt von Werdau (Sachsen) mit 10,2 Prozent und Eisleben (Sachsen-Anhalt) mit 9,8 Prozent. Die niedrigsten Renditen wurden in Bayern und Baden-Württemberg erzielt. Schlusslicht ist Garmisch-Partenkirchen (Bayern) mit 2,1 Prozent. Dahinter folgen Starnberg (Bayern) und Überlingen (Baden-Württemberg) mit je 2,2 Prozent.

In der letzten Geomap-Analyse der Renditen in Mittelstädten aus dem Jahr 2019 betrug die Spitzenrendite für Wohnungen 10,6 Prozent in Zeitz (Sachsen-Anhalt). Die niedrigste Rendite wurde 2019 ebenfalls in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) erzielt mit 2,6 Prozent.

Analysiert wurden für die aktuelle Studie die Kauf- und Mietpreise für Wohnungsangebote (ohne möblierte Objekte), die im Zeitraum vom 12.5.2020 bis 12.5.2021 online waren.

Top 10: Aktuelle Renditen in Mittelstädten

  1. Zerbst/Anhalt (Sachsen-Anhalt): 10,6 Prozent
  2. Werdau (Sachsen): 10,2 Prozent
  3. Eisleben (Sachsen-Anhalt): 9,8 Prozent
  4. Zeitz (Sachsen-Anhalt): 9,2 Prozent
  5. Reichenbach/Vogtland (Sachsen): 8,9 Prozent
  6. Greiz (Thüringen): 8,6 Prozent
  7. Köthen/Anhalt (Sachsen-Anhalt): 7,7 Prozent
  8. Grimma (Sachsen): 7,6 Prozent
  9. Döbeln (Sachsen): 7,5 Prozent
  10. Plauen (Sachsen): 7,4 Prozent

Quelle: geomap/immo

Großstädte: 2 der Top-3-Renditen gibt es in NRW

Die höchsten Renditen in den 81 Großstädten (mehr als 100.000 Einwohner) in Deutschland können Investoren Geomap zufolge in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Niedersachsen erzielen. Sie liegen deutlich unter den Top-Ergebnissen in den Klein- und Mittelstädten. Auf Platz eins der Rangliste liegt Gelsenkirchen (NRW) mit 5,1 Prozent, gefolgt von Salzgitter (Niedersachsen) mit fünf Prozent und Oberhausen (NRW) mit 4,8 Prozent. Die niedrigste Rendite in den Großstädten gibt es aktuell in Hamburg mit 2,5 Prozent. Dahinter folgen München (2,6 Prozent) und Berlin (2,7 Prozent).

Analysiert wurden Kauf- und Mietpreise für Wohnungsangebote (ohne möblierte Objekte), die im Zeitraum vom 8.6.2020 bis 8.6.2021 online waren.

Top 10: Aktuelle Renditen in Großstädten

  1. Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen): 5,1 Prozent
  2. Salzgitter (Niedersachsen): 5,0 Prozent
  3. Oberhausen (Nordrhein-Westfalen): 4,8 Prozent
  4. Chemnitz (Nordrhein-Westfalen): 4,6 Prozent
  5. Herne (Nordrhein-Westfalen): 4,6 Prozent
  6. Duisburg (Nordrhein-Westfalen): 4,6 Prozent
  7. Hagen (Nordrhein-Westfalen): 4,5 Prozent
  8. Wuppertal (Nordrhein-Westfalen): 4,4 Prozent
  9. Bremerhaven (Bremen): 4,4 Prozent
  10. Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz): 4,3 Prozent

Quelle: geomap/immo


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Schlagworte zum Thema:  Investment, Rendite, Wohnimmobilien