Das Transaktionsvolumen mit zertifizierten Green Buildings belief sich 2017 auf 7,92 Milliarden Euro. Damit wurde das Vorjahresergebnis um sieben Prozent übertroffen. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Der Durchschnitt der vergangenen Jahre sei sogar um gut 80 Prozent überboten worden, erklärte Hermann Horster, Head of Sustainability der BNP Paribas Real Estate GmbH. Bezogen auf die knapp 38,9 Milliarden Euro, die bundesweit in Einzelobjekte investiert wurden, belaufe sich der Anteil zertifizierter Gebäude auf gut 20 Prozent.

„Über die letzten fünf Jahre betrachtet, wurde bei Einzeltransaktionen ungefähr jeder fünfte Euro in nachhaltige Immobilien investiert.“ Hermann Horster, Head of Sustainability der BNP Paribas Real Estate GmbH

Vor allem großvolumige Objekte werden zertifiziert

Der bereits in den Vorjahren zu beobachtende Trend zu großvolumigen und häufig prominenten Objekten hat sich laut der Untersuchung 2017 fortgesetzt. Während 2014 Verkäufe im dreistelligen Millionenbereich zu 56 Prozent zum Umsatz beitrugen, habe sich dieser Anteil kontinuierlich auf gut 73 Prozent im Jahr 2017 erhöht. Rechnet man noch Objekte zwischen 50 und 100 Millionen hinzu, seien es sogar annähernd 92 Prozent.

88 Prozent der Green-Building-Umsätze an A-Standorten

Gut 88 Prozent des Umsatzes mit zertifizierten Gebäuden wurden an den großen deutschen A‑Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) registriert. Am meisten investiert wurde in Frankfurt (2,56 Milliarden Euro), Berlin (2,40 Milliarden Euro) und Düsseldorf (710 Milliarden Euro).

Die bei Investments mit zertifizierten Gebäuden besonders aktiven Anlegergruppen haben sich laut der Untersuchung über die Jahre kaum verändert. Nach wie vor sind es vor allem eigenkapitalstarke Core-Investoren, die hohe Anteile beisteuern.

Insgesamt knapp 1.600 zertifizierte Objekte

Ende 2017 konnten bundesweit fast 1.600 Green Buildings erfasst werden. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies laut BNP Paribas Real Estate einer Steigerung um fast 40 Prozent, ausgelöst vor allem durch den wachsenden Anteil zertifizierter Objekte im Neubausegment. Neben den in der Vergangenheit dominierenden Bürohäusern (+27 Prozent) hätten insbesondere die übrigen Assetklassen spürbar aufgeholt. Demzufolge liegen die Zuwächse bei Retail-Objekten (+68 Prozent), Hotels (+60 Prozent) und Logistik (+38 Prozent) noch deutlich höher.

DGNB holt wieder Marktanteile auf

Während das in Deutschland traditionell führende Label des DGNB in den letzten Jahren einige Marktanteile verloren hatte, war laut der Untersuchung 2017 wieder eine leichte Aufwärtstendenz festzustellen. Gerade im Neubaubereich konnte die Marktstellung mit einem Anteil von 83 Prozent wieder etwas ausgebaut werden. Zweitwichtigstes Brand ist weiterhin BREEAM, vor dem amerikanischen Label LEED. Bei den Bestandszertifizierungen liegt BREEAM an erster Stelle, mit einem Anteil von 58 Prozent.

Trend wird sich weiter fortsetzen

BNP Paribas Real Estate rechnet damit, dass sich der Anteil zertifizierter Objekte, vor allem im Neubausegment, in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird.

 

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