Bundesverfassungsgericht





Coronavirus Form Weltkugel Hand Griff
Coronavirus Form Weltkugel Hand Griff
Corona-Einschränkungen

Corona-Generationenkonflikt vor dem Bundesverfassungsgericht: Gesundheit oder Freiheit?

Das die Sicht auf Corona-Beschränkungen divergiert, zeigt sich auf vor dem obersten deutschen Verfassungsgericht: Ein junger und ein älterer Beschwerdeführer scheiterten dort mit Verfassungsbeschwerden. Der junge hielt die Beschränkungen der Freiheitsrechte für unverhältnismäßig, dem älteren dagegen gingen Lockerungen zu weit. Ein ähnlicher Graben verläuft zwischen denen, die schwere Coronafälle erlebt und nicht erlebt haben.




Justitia wehrhaft
Justitia wehrhaft
Presserecht vs. Persönlichkeitsrecht

Recht auf Vergessen (werden) - BVerfG zeigt Grenze bezüglich alter Internetartikel auf

Das Recht auf Vergessen, soll als Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts auch davor schützen, dass alte Informationen über Personen online dauerhaft zugänglich bleiben und über Suchmaschinen abrufbar sind. Das BVerfG zeigte kürzlich Grenzen dieses Rechts auf: Es sein kein Recht, öffentlich so wahr genommen zu werden, wie man es wünscht.






Labor, rote Kapseln in Petrischale
Labor, rote Kapseln in Petrischale
Erlaubnis des BfArM gem. § 3 Abs. 1 BtMG

BVerfG muss zum Recht Schwerstkranker auf Medikamente zur Selbsttötung urteilen

Todkranken Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzten möchten, ist es aktuell in Deutschland verwehrt, entsprechende Medikamente zu kaufen. Ist das Verkaufsverbot mit der Menschenwürde und dem Persönlichkeitsrecht der Betroffenen vereinbar? Das BVerwG hat entscheiden: Nein. Das VG Köln hat diese Frage dem BVerfG vorgelegt, weil es sich, auch wenn es das Ergebnis teilt, an das BVerwG-Urteil so nicht halten mag. 



Vergittertes Fenster, Gefaengnis
Vergittertes Fenster, Gefaengnis
Grundrecht auf Resozialisierung

BVerfG bestätigt Recht von Häftlingen mit hoher Freiheitsstrafe auf Ausführung

Langzeit-Häftlinge sollen nicht erst dann ausgeführt werden, wenn Haftschädigungen eingetreten sind oder die Entlassung kurz bevorsteht. Ausführungen dienen der Erhaltung der Lebenstüchtigkeit und können nur verwehrt werden, wenn konkret Flucht oder Missbrauch zu befürchten sind, die nicht abgesichert werden können. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in drei Fällen, in denen Häftlingen Ausführungen versagt wurden.









Stau
Stau
Fahndung vs. informationelle Selbstbestimmung

Automatisierter Autokennzeichen-Abgleich ist laut BVerfG teilweise verfassungswidrig

In vielen Bundesländern fährt auf manchen Verkehrswegen kein Kfz, ohne dass sein Kennzeichen erfasst wird. Nun hat das BVerfG entschieden, dass die landespolizeilichen Vorschriften zur automatisierten Kontrolle von Kfz-Kennzeichen in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern teilweise verfassungswidrig sind. Diese Länder müssen bis Ende 2019 ihre Gesetze nachbessern.






















Blutentnahme mit Spitze im Arm
Blutentnahme mit Spitze im Arm
BVerfG

Psychisch-Kranken-Gesetz verfassungswidrig - medizinische Zwangsbehandlung unzulässig

Das BVerfG entschied zugunsten einer zwangsbehandelten Patientin, dass die von ihm aufgestellten Regeln zur Zwangsbehandlung im Maßregelvollzug auch bei Klinikeinweisungen anwendbar sind. Die in Mecklenburg-Vorpommern bis Juli 2016 gültige Rechtsgrundlage  wurde damit für verfassungswidrig erklärt. Die Vorschrift ist zwar zwischenzeitlich in außer Kraft, ähnliche Vorschriften existieren jedoch noch in Bayern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.




Richter im Gerichtssaal
Richter im Gerichtssaal
BVerfG-Kommentierung – Verlustabzug

Verlustabzugsbeschränkung teilweise verfassungswidrig

Die Regelung des § 8c KStG zum Verlustabzug bei Körperschaften ist bis 31.12.2015 teilweise nicht verfassungsgemäß. Mit Beschluss vom 29.3.2017 (2 BvL 6/11), hat der 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts festgestellt, dass die Regelung zum Verlustabzug bei Körperschaften zumindest in der bis 31.12.2015 geltenden Fassung verfassungswidrig gewesen ist. Der Gesetzgeber ist angewiesen, bis zum 31.12.2018 rückwirkend eine Neuregelung zu treffen, die verfassungsgemäß ist.