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Bürger stehen hinter dem Ausbau der Erneuerbaren Energien

Umfrage zur Akzeptanz des Netzausbaus
Bild: TNS Infratest

Die Zustimmung der Deutschen gegenüber Erneuerbaren Energien ist hoch: 93 Prozent halten den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien für "wichtig" bis "außerordentlich wichtig". Das geht aus einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest hatte 3.800 Teilnehmer von August bis Oktober 2012 befragt. Der hohe Wert entspricht vergleichbaren Umfragen der Vorjahre.

"Die deutsche Bevölkerung steht weiterhin in großer Geschlossenheit hinter dem Ausbau der Erneuerbaren Energien", so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. 74 Prozent sind der Meinung, dass Erneuerbare Energien zu einer sicheren Zukunft der nachfolgenden Generation beitragen. Mehr als zwei Drittel sehen den Klimaschutz als besonderen Vorteil der Energie aus Sonne, Wind & Co. an. Ebenso spricht es nach Meinung von 62 Prozent der Befragten für die Erneuerbaren, dass sie die Abhängigkeit von Energieimporten senken.

Auch vor der eigenen Haustür sind Erneuerbare beliebt

Auch die Akzeptanz gegenüber Anlagen in der Umgebung der Befragten ist groß und hat im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht zugenommen. Zwei Drittel der Befragten begrüßen Erneuerbare-Energien-Anlagen in der eigenen Nachbarschaft. Besonders beliebt sind Solarparks – 77 Prozent der Befragten finden diese Anlagen in ihrer Nachbarschaft sehr gut oder gut.

Die aktuelle Umfrage zeigt, dass sich ein Trend der Vorjahre festigt: Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Erneuerbaren-Energien-Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz sogar noch – bei den Solarparks beispielsweise auf 84 Prozent. Die gleiche Beobachtung lässt sich auch bei anderen Erneuerbare-Energien-Erzeugungsanlagen machen, etwa bei Windenergie- und Biomasseanlagen.

Kosten der Energiewende gerecht verteilen

Die Umfragen der vergangenen Jahre zeigten die große Bereitschaft der Deutschen, die Kosten für die Förderung der Erneuerbaren Energien zu tragen. Noch 2011 hielten mehr als drei Viertel der Befragten die damalige EEG-Umlage in Höhe von 3,5 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) für "angemessen" oder sogar für "zu niedrig".

Das Ergebnis der aktuellen Umfrage zeigt, dass diese Bereitschaft abnimmt, wenn die EEG-Umlage ab 2013, wie von vielen Experten erwartet, auf rund 5 ct/kWh stiegt. Während 46 Prozent der Befragten eine EEG-Umlage von rund 5 ct/kWh für "angemessen" oder "zu niedrig" halten, erachten 51 Prozent sie für "zu hoch".

Die zusätzlichen Belastungen kleiner und mittlerer Unternehmen sowie der Privathaushalte nehmen zu, seitdem die Zahl der von der EEG-Umlage befreiten Unternehmen steigt. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie macht die Privilegierung der Großverbraucher knapp 1 Cent der Umlage (derzeit 3,59 ct/kWh) aus.

2013 wird dieser Wert bereits 1,3 ct/kWh betragen. Weitere Steigerungsfaktoren innerhalb der EEG-Umlagen sind: Marktprämie, Merit-Order-Effekt und Liquiditätsreserve.

Schlagworte zum Thema:  Umfragen, Erneuerbare Energien

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