64,6 Prozent der im Jahr 2017 fertig gestellten Wohnhäuser (knapp 110.100) heizen mit erneuerbaren Energien. In 43,3 Prozent dieser Gebäude werden erneuerbare Energien primär als Energiequelle eingesetzt. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge liegen die erneuerbaren Energien damit inzwischen auf Platz zwei hinter Gas (47,4 Prozent). Dem Vergleichsportal Check24 zufolge sind die Gaspreise seit Januar 2016 um neun Prozent gesunken.

Die Heizölkosten wiederum sind Check24 zufolge seit Januar 2016 im Durchschnitt um 67 Prozent gestiegen. Im Mai 2018 zahlten Verbraucher für 2.000 Liter Heizöl 1.387 Euro. 20.000 kWh Gas kosteten im Durchschnitt 1.174 Euro.

Die übrigen Energiequellen (Fernwärme, Öl und Strom) erreichten nach Angaben von Destatis zusammen 9,3 Prozent.

  • Zu den erneuerbaren Energien zählen Geothermie, Umweltthermie, Solarthermie, Holz, Biogas / Biomethan sowie sonstige Biomasse.
  • Zu den konventionellen Energien zählen Öl, Gas und Strom. Fernwärme stellt eine weitere Energiequelle dar, die sich jedoch nicht eindeutig den erneuerbaren oder konventionellen Energien zuordnen lässt. 

Neue Wohngebäude, die primär mit erneuerbaren Energien beheizt werden, nutzen laut Destatis vor allem Umweltthermieanlagen (69,5 Prozent) oder Geothermieanlagen (16,4 Prozent). Sie sind in mehr als der Hälfte der neuen Wohngebäude jeweils der alleinige Energieträger.

Wo diese ausschließliche Nutzung nicht der Fall ist, spielt laut Destatis Holz die wichtigste Rolle zur Ergänzung – sowohl bei der primären Nutzung von Umweltthermie, bei der es in 19,4 Prozent der Fälle ergänzend eingesetzt wurde, als auch bei der Nutzung von Geothermie (13,6 Prozent).

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Schlagworte zum Thema:  Erneuerbare Energien, Wohnimmobilien, Heizung