Hauspreisindex Juni 2026

Immobilienpreise: Stabile Lage schafft Planungssicherheit


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Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen entwickeln sich im Juni seitwärts – während Mieten weiter steigen, bleibt der Kauf von Wohneigentum attraktiv. Das sind die aktuellen Daten aus dem Europace Hauspreisindex (EPX).

Der Europace Hauspreisindex (EPX) gibt im Juni 2026 gegenüber dem Vormonat minimal um 0,01 Prozent nach und landet bei einem Gesamtwert von 221,80 Punkten (Basisjahr = Indexwert 100). Im Jahresvergleich sind die Preise im Schnitt um 1,66 Prozent gestiegen.

Für Stabilität sorgt weiterhin der Neubau. Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind nach einem deutlichen Anstieg im April und Mai in der aktuellen Auswertung unverändert – der Index liegt bei 244,56 Punkten (Jahresvergleich: plus 2,61 Prozent).

Preise für Eigentumswohnungen und Bestandshäuser konstant

Die Preise für Eigentumswohnungen bleiben im Juni nahezu konstant mit einem leichten Rückgang um 0,01 Prozent auf nun 219,60 Punkte. Im Jahresvergleich errechnet sich daraus ein Plus von 1,01 Prozent. Trotz nachlassender Dynamik: Hier sieht Europace Potenzial.

Bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäuser zeigt sich nach einem Plus von 0,12 Prozent im Mai im aktuellen EPX ebenfalls wenig Bewegung: Die Preise gehen leicht um 0,02 Prozent auf einen Indexwert von 201,29 Punkten zurück. Im Jahresvergleich steht ein Plus von 1,43 Prozent. Der Markt ist insgesamt stabil.

"Nach den leichten Preisbewegungen der vergangenen Monate sehen wir nun in nahezu allen Segmenten eine Seitwärtsentwicklung. Das schafft Orientierung und Planungssicherheit für Kaufinteressierte", sagt Europace-Vorstand und Co-CEO Stefan Münter. Gerade vor dem Hintergrund weiter steigender Mieten bleibe der Erwerb einer Bestandsimmobilie oder Eigentumswohnung für viele Haushalte eine wirtschaftlich attraktive Alternative.

Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail

Gesamtindex: stabil

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Juni 2026221,80- 0,01 Prozent + 1,66 Prozent
Mai 2026221,83+ 0,11 Prozent+ 1,48 Prozent
April 2026221,58+ 0,42 Prozent+ 1,91 Prozent
März 2026220,65+ 0,28 Prozent+ 1,49 Prozent
Februar 2026220,03- 0,04 Prozent+ 1,54 Prozent
Januar 2026220,11- 0,72 Prozent+ 1,48 Prozent
Dezember 2025220,71- 0,11 Prozent+ 1,90 Prozent
November 2025220,95+ 0,24 Prozent+ 2,40 Prozent
Oktober 2025220,43+ 0,23 Prozent+ 2,50 Prozent
September 2025219,91+ 0,48 Prozent+ 2,65 Prozent
August 2025218,87- 0,09 Prozent+ 2,41 Prozent
Juli 2025219,20+ 0,40 Prozent+ 2,63 Prozent
Juni 2025218,19- 0,18 Prozent + 2,45 Prozent

 

Quelle: Europace

Eigentumswohnungen: stabil

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Juni 2026221,80 - 0,01 Prozent+ 0,83 Prozent
Mai 2026219,63+ 0,15 Prozent+ 1,17 Prozent
April 2026219,96+ 0,32 Prozent+ 1,73 Prozent
März 2026219,26+ 0,61 Prozent+ 1,39 Prozent
Februar 2026217,94+ 0,27 Prozent+ 1,07 Prozent
Januar 2026217,35- 0,01 Prozent+ 0,91 Prozent
Dezember 2025217,37- 0,60 Prozent+ 1,50 Prozent
November 2025218,68- 0,24 Prozent+ 2,50 Prozent
Oktober 2025219,21- 0,15 Prozent+ 3,29 Prozent
September 2025219,55+ 0,13 Prozent+ 3,19 Prozent
August 2025219,27+ 0,03 Prozent+ 3,18 Prozent
Juli 2025219,20+ 0,64 Prozent+ 3,24 Prozent
Juni 2025217,80+ 0,33 Prozent+ 3,24 Prozent

Quelle: Europace

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: stabil

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Juni 2026244,57  0,00 Prozent+ 2,61 Prozent
Mai 2026244,56+ 0,33 Prozent+ 2,16 Prozent
April 2026243,75+ 0,99 Prozent+ 2,40 Prozent
März 2026241,35- 0,01 Prozent+ 1,26 Prozent
Februar 2026241,37- 0,33 Prozent+ 1,50 Prozent
Januar 2026242,16- 0,46 Prozent+ 2,12 Prozent
Dezember 2025243,27+ 0,42 Prozent+ 2,68 Prozent
November 2025242,25+ 0,79 Prozent+ 2,51 Prozent
Oktober 2025240,35+ 0,64 Prozent+ 2,07 Prozent
September 2025238,83+ 0,63 Prozent+ 2,25 Prozent
August 2025237,34- 0,49 Prozent+ 1,74 Prozent
Juli 2025238,50+ 0,06 Prozent+ 1,81 Prozent
Juni 2025238,36- 0,43 Prozent+ 1,62 Prozent

Quelle: Europace

Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: stabil

MonatIndexwertVeränderung / VormonatVeränderung / Vorjahresmonat
Juni 2026201,24 - 0,02 Prozent+ 1,43 Prozent
Mai 2026201,29+ 0,12 Prozent+ 1,01 Prozent
April 2026201,04- 0,15 Prozent+ 1,52 Prozent
März 2026201,35+ 0,29 Prozent+ 1,89 Prozent
Februar 2026200,77- 0,02 Prozent+ 1,80 Prozent
Januar 2026200,82 - 0,33 Prozent+ 1,35 Prozent
Dezember 2025201,48- 0,22 Prozent+ 1,40 Prozent
November 2025201,93+ 0,10 Prozent+ 2,16 Prozent
Oktober 2025201,73+ 0,18 Prozent+ 2,18 Prozent
September 2025201,36+ 0,69 Prozent+ 2,54 Prozent
August 2025199,99+ 0,26 Prozent+ 2,36 Prozent
Juli 2025199,47+ 0,53 Prozent+ 0,53 Prozent
Juni 2025198,41- 0,43 Prozent+ 2,60 Prozent

Quelle: Europace

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Value-Daten: Immobilienpreise trotzen Zinsanstieg 

Auch die aktuelle Marktanalyse der Value AG, die den EPX begleitet, zeigt für Juni 2026 bei den Wohnimmobilienpreisen ein zwiespältiges Signal: Die Quartals- und Jahreswerte zeigen weiter nach oben – die aktuellen Monatszahlen geben erstmals wieder nach.

Trotz erneut gestiegener Zinsen im zweiten Quartal 2026 und der verstärkten geopolitischen Unsicherheit bleiben die Preise damit aber weitgehend resilient – ein Rückschlag bleibt aus, der Aufschwung verliert aber spürbar an Fahrt.

Die Angebotsdaten der Value AG bestätigen die Seitwärtsbewegung, die sich in den Transaktionsdaten abzeichnet: Kaufpreise für Wohnungen wie Häuser gaben im Juli um jeweils 0,5 Prozent nach, die Angebotsmieten legten nach mehreren Anstiegen eine Pause ein (minus 0,2 Prozent). Bemerkenswert ist der Verlauf im Quartal: Nach Zuwächsen im April und Mai drehten alle Segmente im Juni ins Minus.

Dabei sage der bundesweite Durchschnitt immer weniger, sagt Sebastian Hein, Director bei der Value AG: Hamburg lege kräftig zu, während Stuttgart und München bei Häusern deutlich nachgegeben hätten. "Offen bleibt, ob der Rückgang im Juni ein saisonales Sommerloch ist – oder ob die Anstiege im April und Mai bereits eine Torschlusspanik waren", so Hein weiter. "Am angespanntesten bleibt derweil der Mietmarkt, der im Jahresvergleich weiter am stärksten wächst."

Die Value AG liefert eigene Auswertungen der Angebotsmärkte. Die Value Data Insights mit detaillierten Regionalauswertungen zu den Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt erscheinen weiterhin quartalsmäßig.

Europace EPX Hedonic Datenbasis

Immobilienmarkt: Quartalsdaten der Value AGKaufpreise und Nachfrage: Wo die Dynamik am größten ist

 

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4 Kommentare
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A

Andreas Schmid

10.06.2026 15:52 Uhr

Hallo, ich weiß ja nicht woher Sie Ihre Infos beziehen, vlt. nur aus Immobilienverkaufsanzeigen. Nur leider stimmt das Ganze mit der Realität nicht überein. Das zumindest in unserem Gebiet Oberbayern Landkreis Starnberg und auch Stadt München. Die Anzahl an angebotenen Immobilien steigt, was auf unverkaufte Objekte zurückzuführen ist. Die Preisen steigen nicht, im Gegenteil, sie ermäßigen sich bei den effektiv verkauften Objekten sogar noch im Vergleich zum Vorjahr. Was sollte denn für steigende Preis sorgen, die Wirtschaftslage, die politische Weltlage für Europa/Deutschland mit Konflikten USA/Iran, China/Taiwan und Nordkorea etc. trägt nur zur weiteren Verunsicherung bei. Dazu hat sich bei den Darlehenszinsen nichts verbessert und die Baupreise sind weiterhin immens hoch. Und das ist übrigens nicht nur meine Meinung aus der Praxis, das bestätigen mir auch Kollegen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schmid Immobilien

T

Thomas Bock

10.06.2026 10:07 Uhr

baupreise können nur durch hochautomatisierte werke mit je ca 50000 we p.a. reduziert werden. solange handwerklich in der fabrik und vor ort ohne bauroboter gebaut wird, werden baupreise wie in der vergangenheit auch in zukunft steigen. lösungen seit 1979 zum erschwinglichen bauen auf ((Link redaktionell entfernt, bitte beachten Sie unsere Netiquette, Haufe Online-Redaktion))

14.05.2026 19:28 Uhr

Haufe Online Redaktion: Dieser Text wurde redaktionell gelöscht.

B

Bernd Michalski

07.03.2026 15:41 Uhr

mdr am 24.2.2026
TROTZ WOHNUNGSNOT
Bund lässt eigene Immobilien seit Jahren leer stehen


„Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, besonders in Großstädten. Auch der Bund tritt als Vermieter auf und besitzt rund 38.000 Wohnungen. Doch statt mit gutem Beispiel voranzugehen, passiert das Gegenteil: Ausgerechnet der Staat zeigt, wie schlecht man mit dringend benötigtem Wohnraum umgehen kann. 13 Prozent der Wohnungen im Bundesbesitz stehen leer.

Stand Juli 2025 wurden 38.341 Wohnungen vom Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, auch Bundesimmobilien oder BImA genannt, verwaltet. Davon stehen 3.725, also fast jede zehnte Wohnung leer. Hinzu kommen 1.127 nicht "marktaktive" Wohnungen. Das heißt: Sie sind entweder stark sanierungsbedürftig oder sollen verkauft werden. Das macht zusammen 4.852 leere bundeseigene Wohnungen. Das ist eine Quote von 12,65 Prozent.“

Gesamter Artikel:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/mietwohnung-immobilien-bund-100.html?xing_share=news