Nachfrage konzentriert sich auf Bestandsimmobilien
Im März 2026 haben die Preise gegenüber Februar nur noch im Neubausegment moderat um 0,01 Prozent nachgelassen – Eigentumswohnungen haben sich hingegen deutlich um 0,61 Prozent verteuert und bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,26 Prozent.
Insgesamt steigt der Europace Hauspreisindex (EPX) gegenüber dem Vormonat um 0,28 Prozentpunkte und landet bei einem neuen Gesamtwert von 220,65 Punkten (Basisjahr = Indexwert 100). Im Jahresvergleich sind die Preise im Schnitt um 1,49 Prozent gestiegen.
Neue Häuser: Im Jahresvergleich noch im Preisplus
Der Index für Eigentumswohnungen erhöht sich im März 2026 gegenüber dem Vormonat mit einem Plus von 0,61 Prozent auf nun 219,26 Punkte. Im Vorjahresvergleich kletterten die Preise damit um 1,39 Prozent nach oben.
Im Segment der bestehenden Ein- und Zweifamilienhäuser steigt der Index (plus 0,26 Prozent) im März auf 201,35 Punkte. Im Vorjahresvergleich liegen die Preise im aktuellen EPX um 1,89 Prozent höher.
Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind mit dem moderaten Rückgang um 0,01 Prozent stabil, der Index sinkt damit auf 241,35 Punkte. Im Vergleich zum März 2025 legten die Preise für das Segment aber um 1,26 Prozent zu.
"Der Zinsanstieg im März führt zu einem erhöhten Nachfragedruck und unterstützt die Entwicklung", erklärt Europace Co-CEO und Vorstand Stefan Münter. Der Markt differenziere sich. Die Nachfrage konzentriere sich auf verfügbare Bestandsimmobilien, während die Baukosten den Neubau weiterhin bremsten. "Für 2026 bedeutet das: Der Aufwärtstrend ist da, er bleibt moderat und stark segmentabhängig", so der Experte.
Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail
Gesamtindex: leicht steigend
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
März 2026 | 220,65 | + 0,28 Prozent | + 1,49 Prozent |
Februar 2026 | 220,03 | - 0,04 Prozent | + 1,54 Prozent |
Januar 2026 | 220,11 | - 0,72 Prozent | + 1,48 Prozent |
Dezember 2025 | 220,71 | - 0,11 Prozent | + 1,90 Prozent |
November 2025 | 220,95 | + 0,24 Prozent | + 2,40 Prozent |
Oktober 2025 | 220,43 | + 0,23 Prozent | + 2,50 Prozent |
September 2025 | 219,91 | + 0,48 Prozent | + 2,65 Prozent |
August 2025 | 218,87 | - 0,09 Prozent | + 2,41 Prozent |
Juli 2025 | 219,20 | + 0,40 Prozent | + 2,63 Prozent |
Juni 2025 | 218,19 | - 0,18 Prozent | + 2,45 Prozent |
Mai 2025 | 218,58 | + 0,53 Prozent | + 2,83 Prozent |
April 2025 | 217,43 | + 0,01 Prozent | + 2,72 Prozent |
März 2025 | 217,41 | + 0,24 Prozent | + 3,07 Prozent |
Quelle: Europace
Eigentumswohnungen: steigend
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
März 2026 | 219,26 | + 0,61 Prozent | + 1,39 Prozent |
Februar 2026 | 217,94 | + 0,27 Prozent | + 1,07 Prozent |
Januar 2026 | 217,35 | - 0,01 Prozent | + 0,91 Prozent |
Dezember 2025 | 217,37 | - 0,60 Prozent | + 1,50 Prozent |
November 2025 | 218,68 | - 0,24 Prozent | + 2,50 Prozent |
Oktober 2025 | 219,21 | - 0,15 Prozent | + 3,29 Prozent |
September 2025 | 219,55 | + 0,13 Prozent | + 3,19 Prozent |
August 2025 | 219,27 | + 0,03 Prozent | + 3,18 Prozent |
Juli 2025 | 219,20 | + 0,64 Prozent | + 3,24 Prozent |
Juni 2025 | 217,80 | + 0,33 Prozent | + 3,24 Prozent |
Mai 2025 | 217,09 | + 0,40 Prozent | + 3,71 Prozent |
April 2025 | 216,23 | - 0,01 Prozent | + 4,48 Prozent |
März 2025 | 216,26 | + 0,29 Prozent | + 5,80 Prozent |
Quelle: Europace
Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: stabil
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
März 2026 | 241,35 | - 0,01 Prozent | + 1,26 Prozent |
Februar 2026 | 241,37 | - 0,33 Prozent | + 1,50 Prozent |
Januar 2026 | 242,16 | - 0,46 Prozent | + 2,12 Prozent |
Dezember 2025 | 243,27 | + 0,42 Prozent | + 2,68 Prozent |
November 2025 | 242,25 | + 0,79 Prozent | + 2,51 Prozent |
Oktober 2025 | 240,35 | + 0,64 Prozent | + 2,07 Prozent |
September 2025 | 238,83 | + 0,63 Prozent | + 2,25 Prozent |
August 2025 | 237,34 | - 0,49 Prozent | + 1,74 Prozent |
Juli 2025 | 238,50 | + 0,06 Prozent | + 1,81 Prozent |
Juni 2025 | 238,36 | - 0,43 Prozent | + 1,62 Prozent |
Mai 2025 | 239,39 | + 0,57 Prozent | + 1,93 Prozent |
April 2025 | 238,35 | - 0,13 Prozent | + 1,17 Prozent |
März 2025 | 238,35 | + 0,23 Prozent | + 0,92 Prozent |
Quelle: Europace
Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: leicht steigend
Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
März 2026 | 201,35 | + 0,29 Prozent | + 1,89 Prozent |
Februar 2026 | 200,77 | - 0,02 Prozent | + 1,80 Prozent |
Januar 2026 | 200,82 | - 0,33 Prozent | + 1,35 Prozent |
Dezember 2025 | 201,48 | - 0,22 Prozent | + 1,40 Prozent |
November 2025 | 201,93 | + 0,10 Prozent | + 2,16 Prozent |
Oktober 2025 | 201,73 | + 0,18 Prozent | + 2,18 Prozent |
September 2025 | 201,36 | + 0,69 Prozent | + 2,54 Prozent |
August 2025 | 199,99 | + 0,26 Prozent | + 2,36 Prozent |
Juli 2025 | 199,47 | + 0,53 Prozent | + 0,53 Prozent |
Juni 2025 | 198,41 | - 0,43 Prozent | + 2,60 Prozent |
Mai 2025 | 199,27 | + 0,63 Prozent | + 2,96 Prozent |
April 2025 | 198,03 | + 0,21 Prozent | + 2,73 Prozent |
März 2025 | 197,61 | + 0,20 Prozent | + 2,79 Prozent |
Quelle: Europace
Value-Prognose: Mietexplosion treibt Immobilienmarkt
Auch in den Angebotsdaten zeigt sich weiterhin Druck auf dem Preiskessel. Das zeigt die aktuelle Marktanalyse der Value AG, die den EPX begleitet.
Während die Kaufpreise für Häuser (minus 0,14 Prozent) und Wohnungen (plus 0,18 Prozent) zum Ende des ersten Quartals 2026 eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau vollziehen, kennt die Dynamik bei den Mieten nur eine Richtung – steil nach oben. Im Quartalsvergleich legten Wohnungen um 0,33 Prozent und Häuser um 0,36 Prozent zu.
"Die Schere zwischen Miete und Kauf klafft immer weiter auseinander", kommentiert Sebastian Hein, Director bei der Value AG, die aktuellen Zahlen. "Der Anreiz zum Kauf ist aktuell so hoch wie selten zuvor, scheitert aber häufig an der Finanzierbarkeit. Hier darf die Politik nicht länger zögern, sondern muss durch gezielte Förderung den Sprung ins Eigentum ermöglichen, statt den Markt einseitig zu regulieren."
Die Value AG liefert eigene Auswertungen der Angebotsmärkte. Die Value Data Insights mit detaillierten Regionalauswertungen zu den Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt erscheinen weiterhin quartalsmäßig.
Europace EPX Hedonic Datenbasis
Keine News verpassen mit dem Newsletter Immobilienwirtschaft News rund um die Immobilienwirtschaft – dienstags direkt in Ihr E-Mail-Postfach |
Das könnte Sie auch interessieren:
Preisdynamik für Wohnimmobilien lässt nach
-
Notarvertrag muss 14 Tage vor Beurkundung vorliegen
252
-
Dunkle Wolken über Dubai
142
-
Wo Babyboomer-Häuser den Markt fluten
117
-
Provision bei Vorkenntnis des Käufers? Es kommt darauf an!
77
-
So entwickeln sich die Wohnimmobilienpreise bis 2035
69
-
Befristetes "Umwandlungsverbot" bis Ende 2030 verlängert
50
-
Immobilienprüfung mit ChatGPT – was ist möglich?
39
-
Wohnimmobilien unter dem Hammer: Chance für Neukäufer
36
-
Muster-Widerrufsformular: Risiko für Makler bei Abweichung
25
-
Baunebenkosten in Deutschland am höchsten
24
-
Wohnungsangebot am regulären Mietmarkt schrumpft
20.04.2026
-
Hohe Kosten und Bürokratie bremsen den Baubeginn
20.04.2026
-
Inflation lässt Preise für neue Wohnungen steigen
17.04.2026
-
Wo Eigentumswohnungen wieder an Wert gewinnen
16.04.2026
-
Ferienimmobilien als Kapitalanlage: Die Trends
13.04.2026
-
Nachfrage konzentriert sich auf Bestandsimmobilien
13.04.20261
-
Mieten in Großstädten steigen trotz Preisbremse
13.04.2026
-
Diese Wohnimmobilien sind von Investoren gesucht
10.04.2026
-
Eigenkapitalbedarf variiert je nach Grunderwerbsteuer
10.04.20261
-
Wohnungskäufer nutzen Zinsniveau: Preise und Nachfrage
02.04.2026
Bernd Michalski
Sat Mar 07 14:41:58 UTC 2026 Sat Mar 07 14:41:58 UTC 2026
mdr am 24.2.2026
TROTZ WOHNUNGSNOT
Bund lässt eigene Immobilien seit Jahren leer stehen
„Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, besonders in Großstädten. Auch der Bund tritt als Vermieter auf und besitzt rund 38.000 Wohnungen. Doch statt mit gutem Beispiel voranzugehen, passiert das Gegenteil: Ausgerechnet der Staat zeigt, wie schlecht man mit dringend benötigtem Wohnraum umgehen kann. 13 Prozent der Wohnungen im Bundesbesitz stehen leer.
Stand Juli 2025 wurden 38.341 Wohnungen vom Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, auch Bundesimmobilien oder BImA genannt, verwaltet. Davon stehen 3.725, also fast jede zehnte Wohnung leer. Hinzu kommen 1.127 nicht "marktaktive" Wohnungen. Das heißt: Sie sind entweder stark sanierungsbedürftig oder sollen verkauft werden. Das macht zusammen 4.852 leere bundeseigene Wohnungen. Das ist eine Quote von 12,65 Prozent.“
Gesamter Artikel:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/mietwohnung-immobilien-bund-100.html?xing_share=news