Bestandshäuser holen auf, Wohnungen geben nach
Der Europace Hauspreisindex (EPX) steigt im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,19 Prozent und landet bei einem Gesamtwert von 222,22 Punkten (Basisjahr = Indexwert 100). Im Jahresvergleich sind die Preise im Schnitt um 1,44 Prozent gestiegen.
Damit setzt sich die insgesamt stabile Entwicklung am deutschen Immobilienmarkt fort. Bewegung zeigt sich vor allem bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern, deren Preise deutlich steigen.
Preise für Eigentumswohnungen geben nach
Die Preise für Eigentumswohnungen sinken im Juli um 0,03 Prozent auf nun 219,54 Punkte. Im Jahresvergleich errechnet sich daraus ein Plus von 1,16 Prozent. Damit bewegen sich die Wohnungspreise nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser bleiben auf hohem Niveau ebenfalls weitgehend stabil. Im Juli gibt der EPX hier um 0,20 Prozent auf 244,07 Punkte nach. Im Jahresvergleich steht weiterhin ein deutliches Plus von 2,34 Prozent.
Bei Ein- und Zweifamilienhäusern im Bestand steigen die Preise nach einer Seitwärtsbewegung im Juni im aktuellen EPX um 0,89 Prozent auf 203,04 Punkte. Im Jahresvergleich wird bei Bestandshäusern ein Plus von 1,79 Prozent registriert.
"Ein Plus von 0,89 Prozent in einem Monat ist deutlich – um von einem neuen Trend zu sprechen, ist es aber zu früh", sagt Europace-Vorstand und Co-CEO Stefan Münter. Dass Bestandshäuser gegenüber Eigentumswohnungen seit Jahresbeginn aufholten, könne darauf hindeuten, dass Käufer bei höheren Finanzierungskosten stärker auf das Verhältnis von Preis und Wohnfläche achten und das Haus im Umland wieder attraktiver werde.
Entwicklung der EPX-Preisindizes im Detail
Gesamtindex: stabil
| Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
| Juli 2026 | 222,22 | + 0,19 Prozent | + 1,44 Prozent |
| Juni 2026 | 221,80 | - 0,01 Prozent | + 1,66 Prozent |
| Mai 2026 | 221,83 | + 0,11 Prozent | + 1,48 Prozent |
| April 2026 | 221,58 | + 0,42 Prozent | + 1,91 Prozent |
| März 2026 | 220,65 | + 0,28 Prozent | + 1,49 Prozent |
| Februar 2026 | 220,03 | - 0,04 Prozent | + 1,54 Prozent |
| Januar 2026 | 220,11 | - 0,72 Prozent | + 1,48 Prozent |
| Dezember 2025 | 220,71 | - 0,11 Prozent | + 1,90 Prozent |
| November 2025 | 220,95 | + 0,24 Prozent | + 2,40 Prozent |
| Oktober 2025 | 220,43 | + 0,23 Prozent | + 2,50 Prozent |
| September 2025 | 219,91 | + 0,48 Prozent | + 2,65 Prozent |
| August 2025 | 218,87 | - 0,09 Prozent | + 2,41 Prozent |
| Juli 2025 | 219,20 | + 0,40 Prozent | + 2,63 Prozent |
Quelle: Europace
Eigentumswohnungen: stabil
| Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
| Juli 2026 | 219,54 | - 0,03 Prozent | + 0,16 Prozent |
| Juni 2026 | 221,80 | - 0,01 Prozent | + 0,83 Prozent |
| Mai 2026 | 219,63 | + 0,15 Prozent | + 1,17 Prozent |
| April 2026 | 219,96 | + 0,32 Prozent | + 1,73 Prozent |
| März 2026 | 219,26 | + 0,61 Prozent | + 1,39 Prozent |
| Februar 2026 | 217,94 | + 0,27 Prozent | + 1,07 Prozent |
| Januar 2026 | 217,35 | - 0,01 Prozent | + 0,91 Prozent |
| Dezember 2025 | 217,37 | - 0,60 Prozent | + 1,50 Prozent |
| November 2025 | 218,68 | - 0,24 Prozent | + 2,50 Prozent |
| Oktober 2025 | 219,21 | - 0,15 Prozent | + 3,29 Prozent |
| September 2025 | 219,55 | + 0,13 Prozent | + 3,19 Prozent |
| August 2025 | 219,27 | + 0,03 Prozent | + 3,18 Prozent |
| Juli 2025 | 219,20 | + 0,64 Prozent | + 3,24 Prozent |
Quelle: Europace
Neue Ein- und Zweifamilienhäuser: stabil
| Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
| Juli 2026 | 244,07 | - 0,20 Prozent | + 2,34 Prozent |
| Juni 2026 | 244,57 | +/- 0,00 Prozent | + 2,61 Prozent |
| Mai 2026 | 244,56 | + 0,33 Prozent | + 2,16 Prozent |
| April 2026 | 243,75 | + 0,99 Prozent | + 2,40 Prozent |
| März 2026 | 241,35 | - 0,01 Prozent | + 1,26 Prozent |
| Februar 2026 | 241,37 | - 0,33 Prozent | + 1,50 Prozent |
| Januar 2026 | 242,16 | - 0,46 Prozent | + 2,12 Prozent |
| Dezember 2025 | 243,27 | + 0,42 Prozent | + 2,68 Prozent |
| November 2025 | 242,25 | + 0,79 Prozent | + 2,51 Prozent |
| Oktober 2025 | 240,35 | + 0,64 Prozent | + 2,07 Prozent |
| September 2025 | 238,83 | + 0,63 Prozent | + 2,25 Prozent |
| August 2025 | 237,34 | - 0,49 Prozent | + 1,74 Prozent |
| Juli 2025 | 238,50 | + 0,06 Prozent | + 1,81 Prozent |
Quelle: Europace
Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser: steigend
| Monat | Indexwert | Veränderung / Vormonat | Veränderung / Vorjahresmonat |
| Juli 2026 | 203,04 | + 0,89 Prozent | + 1,79 Prozent |
| Juni 2026 | 201,24 | - 0,02 Prozent | + 1,43 Prozent |
| Mai 2026 | 201,29 | + 0,12 Prozent | + 1,01 Prozent |
| April 2026 | 201,04 | - 0,15 Prozent | + 1,52 Prozent |
| März 2026 | 201,35 | + 0,29 Prozent | + 1,89 Prozent |
| Februar 2026 | 200,77 | - 0,02 Prozent | + 1,80 Prozent |
| Januar 2026 | 200,82 | - 0,33 Prozent | + 1,35 Prozent |
| Dezember 2025 | 201,48 | - 0,22 Prozent | + 1,40 Prozent |
| November 2025 | 201,93 | + 0,10 Prozent | + 2,16 Prozent |
| Oktober 2025 | 201,73 | + 0,18 Prozent | + 2,18 Prozent |
| September 2025 | 201,36 | + 0,69 Prozent | + 2,54 Prozent |
| August 2025 | 199,99 | + 0,26 Prozent | + 2,36 Prozent |
| Juli 2025 | 199,47 | + 0,53 Prozent | + 0,53 Prozent |
Quelle: Europace
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Value-Daten: Mietmarkt bleibt angespannt
Auch die aktuelle Marktanalyse der Value AG, die den EPX begleitet, zeigt für Juni 2026 bei den Wohnimmobilienpreisen ein zwiegespaltenes Bild des Marktes. Während die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im Juli wieder anstiegen, gaben Eigentumswohnungen abermals leicht nach. Die Mieten legten im Juli deutlich zu.
Der Median der Angebotspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt bundesweit bei 2.662 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 0,18 Prozent gegenüber Juni; im Vorjahresvergleich stehen plus 2,4 Prozent. Eigentumswohnungen geben mit 3.564 Euro pro Quadratmeter um 0,22 Prozent nach – die Jahresrate hat sich damit auf plus 1,3 Prozent abgeflacht. Die Angebotsmieten steigen um 0,51 Prozent auf 9,78 Euro pro Quadratmeter kalt. Im Jahresvergleich sind es plus 3,7 Prozent.
"Angebots- und Transaktionsseite laufen im Juli im Gleichklang, beide Messpunkte weisen auf die Differenzierung von Eigenheimen und Wohnungen hin", so Sebastian Hein, Director bei der Value AG, die Zahlen. Unklar bleibe die genaue Ursache. Im Wohnungssegment sei die Selbstnutzernachfrage robust, während das Anlagesegment stagniere.
Die Value AG liefert eigene Auswertungen der Angebotsmärkte. Die Value Data Insights mit detaillierten Regionalauswertungen zu den Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt erscheinen weiterhin quartalsmäßig.
Europace EPX Hedonic Datenbasis
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Andreas Schmid
10.06.2026 15:52 Uhr
Hallo, ich weiß ja nicht woher Sie Ihre Infos beziehen, vlt. nur aus Immobilienverkaufsanzeigen. Nur leider stimmt das Ganze mit der Realität nicht überein. Das zumindest in unserem Gebiet Oberbayern Landkreis Starnberg und auch Stadt München. Die Anzahl an angebotenen Immobilien steigt, was auf unverkaufte Objekte zurückzuführen ist. Die Preisen steigen nicht, im Gegenteil, sie ermäßigen sich bei den effektiv verkauften Objekten sogar noch im Vergleich zum Vorjahr. Was sollte denn für steigende Preis sorgen, die Wirtschaftslage, die politische Weltlage für Europa/Deutschland mit Konflikten USA/Iran, China/Taiwan und Nordkorea etc. trägt nur zur weiteren Verunsicherung bei. Dazu hat sich bei den Darlehenszinsen nichts verbessert und die Baupreise sind weiterhin immens hoch. Und das ist übrigens nicht nur meine Meinung aus der Praxis, das bestätigen mir auch Kollegen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schmid Immobilien
Thomas Bock
10.06.2026 10:07 Uhr
baupreise können nur durch hochautomatisierte werke mit je ca 50000 we p.a. reduziert werden. solange handwerklich in der fabrik und vor ort ohne bauroboter gebaut wird, werden baupreise wie in der vergangenheit auch in zukunft steigen. lösungen seit 1979 zum erschwinglichen bauen auf ((Link redaktionell entfernt, bitte beachten Sie unsere Netiquette, Haufe Online-Redaktion))
Bernd Michalski
10.06.2026 14:22 Uhr
Michael Marks und seine 2015 gegründete Holzhaus-Baufirma Katerra aus dem kalifornischen Menlo Park hatte ca. 2 Milliarden US-Dollar eingesammelt und waren nach 6 Jahren pleite.
Seine Vision für Katerra war klar – die Revolution der Baubranche durch voll integrierte Vorfertigung, in der alle Bereiche der Wertschöpfungskette im Haus gehalten werden.
Also eine vertikale Struktur.
Katerra ist gescheitert, weil sie die physische Vertikalität (Fabriken, LKWs, Holzwerke) skaliert haben, ohne die digitale und zirkuläre Souveränität zu lösen. Sie waren am Ende ein riesiger, unflexibler Generalunternehmer mit hohem Fixkostenblock.
14.05.2026 19:28 Uhr
Haufe Online Redaktion: Dieser Text wurde redaktionell gelöscht.
Bernd Michalski
07.03.2026 15:41 Uhr
mdr am 24.2.2026
TROTZ WOHNUNGSNOT
Bund lässt eigene Immobilien seit Jahren leer stehen
„Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, besonders in Großstädten. Auch der Bund tritt als Vermieter auf und besitzt rund 38.000 Wohnungen. Doch statt mit gutem Beispiel voranzugehen, passiert das Gegenteil: Ausgerechnet der Staat zeigt, wie schlecht man mit dringend benötigtem Wohnraum umgehen kann. 13 Prozent der Wohnungen im Bundesbesitz stehen leer.
Stand Juli 2025 wurden 38.341 Wohnungen vom Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, auch Bundesimmobilien oder BImA genannt, verwaltet. Davon stehen 3.725, also fast jede zehnte Wohnung leer. Hinzu kommen 1.127 nicht "marktaktive" Wohnungen. Das heißt: Sie sind entweder stark sanierungsbedürftig oder sollen verkauft werden. Das macht zusammen 4.852 leere bundeseigene Wohnungen. Das ist eine Quote von 12,65 Prozent.“
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https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/mietwohnung-immobilien-bund-100.html?xing_share=news