Heizungstausch & Klimaschutz

BEG-Förderung Wärmepumpe 2026: Jetzt berechnen

Wärmepumpe, Pelletheizung oder Gas? Online-Rechner helfen Wohneigentümern, die passende Heiztechnologie zu finden – inklusive BEG-Förderung und einem Tool zur raumweisen Heizleistungsbilanz.

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Kostenlose Online-Tools sollen Eigentümern von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern bei der Entscheidung helfen, welche Heiztechnologie in ein Gebäude passt und ob sich eine Wärmepumpe lohnt.

Jetzt wurde ein Online-Rechner zur neuen BEG-Förderung veröffentlicht. Hauseigentümer sollen "unkompliziert und schnell" ermitteln können, mit welcher Fördersumme jetzt bei einem Vorhaben noch gerechnet werden kann.

Neue Wärmepumpenförderung

Die angepasste BEG-Förderung, die seit dem 21. Juli in Kraft ist, kann laut Burkhard Max, Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft von Stiebel Eltron, in den kommenden Monaten mehr Geld für den Tausch zur Wärmepumpe bringen als bisher obwohl die Förderung langfristig abschmelzen wird und ab sofort die maximal förderfähigen Investitionskosten und der Klimageschwindigkeitsbonus sinken.

"Gleichzeitig wurde aber der maximale Förderanteil an den Investitionskosten für bestimmte Einkommensgruppen von 70 auf 80 Prozent erhöht, auch kommen mehr Einkommensgruppen in den Genuss des Einkommensbonus", so Max. Seien bisher für den Heizungstausch im Einfamilienhaus maximal 21.000 Euro Zuschuss möglich gewesen, wären es nun 22.400 Euro und statt 10.500 Euro Zuschuss jetzt bis zu 16.800 Euro. Besonders interessant sei die Förderung mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt.

Mit dem neuen Förderrechner kann ausgerechnet werden, wie hoch die Förderung für den Heizungstausch voraussichtlich ausfallen wird. Benötigt werden den Angaben zufolge nur wenige Informationen: Art und Alter der bisherigen Heizung, geplante Investitionskosten und das zu versteuernde Haushaltseinkommen.

Förderrechner Einfamilienhaus (BEG-Förderung für Wärmepumpen 2026)

Gebäudecheck Wärmepumpe und Heizleistung

Ein neues kostenloses Online-Tool, das im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) in einem Projektteam aus Ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, co2online und Ingenieurbüro Heckmann entwickelt wurde, prüft, ob und wie gut ein Gebäude für eine Wärmepumpe geeignet ist – und ermittelt, mit welchen Maßnahmen das Gebäude "wärmepumpenfähig" gemacht werden kann.

Das Besondere am Gebäudecheck Wärmepumpe ist dem UBA zufolge die raumweise Betrachtung der Heizleistungsbilanz. Die Ergebnisse sollen Immobilieneigentümern Spielräume für kostengünstige Einzelmaßnahmen aufzeigen.

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zeigt, dass Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden effizient betrieben werden können und klimaschonend heizen, ohne dass die Gebäude auf Neubaustandard saniert werden müssen. In dem Forschungsprojekt waren vier Jahre lang detaillierte Messungen an 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern vorgenommen worden.

Gebäudecheck Wärmepumpe

Nutzen und Einsatz von Wärmepumpen

Das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte unabhängige Programm Zukunft Altbau hat mit Partnern das Onlineportal "Wegweiser Wärmepumpe" gelauncht.

Hauseigentümer erhalten hier einen Überblick über die Arten und Einsatzgebiete der Technologie und wann sie sich lohnt – die Wissenseite ist gegliedert in Basiswissen, Wärmepumpenarten, Energieeffizienz und Umwelt, Auslegung und Montage sowie kosten und Wirtschaftlichkeit. Auch Informationen zu möglicher Förderung (wird aktualisiert) und zu den Betriebskosten gibt es.

In einem interaktiven Schnellcheck lässt sich außerdem herausfinden, ob eine Wärmepumpe zum Gebäude passt. Dazu geben Nutzer Daten zum Energieverbrauch und zum Zustand der Immobilie ein – etwa, wie alt das Haus ist, ob und wann energetische Sanierungsmaßnahmen vorgenommen wurden und wie hoch der Energieverbrauch ist.

Wegweiser Wärmepumpe mit Wärmepumpen-Check

Wärmepumpen-Check von Zukunft Altbau

Was neben dem Nachrüsten auf eine Wärmepumpe sinnvoll oder was in einem Wohngebäude möglich ist, lässt sich auch mit dem kostenlosen digitalen Wärmepumpen-Check der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online prüfen. Das Tool wurde mit Verbraucherschutzorganisationen, Energieberatern und Ingenieuren entwickelt.

Zum Wärmepumpen-Check von co2online

Wärmepreisrechner: Mehrfamilienhaus & Einfamilienhaus

Einzelheizung oder Wärmenetz – was ist wirtschaftlicher? Mit dem Wärmepreisrechner der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) lässt sich berechnen, welche Heizungstechnologie voraussichtlich kostengünstiger ist. Auch die CO2-Bepreisung fließt mit ein.

Beispiel Mehrfamilienhaus: Bei einem typischen Mehrfamilienhaus mit sieben Parteien zeigt sich, dass die Nutzung eines Wärmenetzes günstiger ist als bei anderen Heizungsarten. Die Vollkosten liegen pro Jahr rund 1.300 Euro (knapp 37.000 Euro) unter denen eines Gasbrennwertkessels (38.000 Euro). Nicht berücksichtigt in der Rechnung hat KEA-BW die Förderung eines Wärmenetzanschlusses.

Das Beispielhaus hat eine Wohnfläche von 600 Quadratmetern und verbraucht rund 12.000 Kubikmeter Gas pro Jahr. Der angenommene Arbeitspreis liegt bei knapp 16 Cent pro Kilowattstunde, beim Wärmenetz bei 14 Cent.

Beispiel Einfamilienhaus: In einem Ein- oder Zweifamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche kommt der Preisrechner von KEA-BW auf jährliche Vollkosten von etwa 8.900 Euro im Wärmenetz. Die jährlichen Vollkosten bei einem Erdgasbrennwertkessel liegen um rund 900 Euro höher bei etwa 9.800 Euro. Auch hier ist die Förderung eines Wärmenetzanschlusses nicht berücksichtigt.

Ein detaillierter Kostenvergleich ist mit dem Rechner nicht möglich. Die Preisentwicklung bei Brennstoffen und Energiedienstleistungen lässt sich für die kommenden 20 Jahre zudem nur bedingt prognostizieren.

Zum KA-BW-Wärmepreisrechner

 

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