17.10.2013 | Mietrecht

Kabinett beschließt Austauschpflicht für 30 Jahre alte Heizungen

Kabinett beschließt Heizungs-Austauschpflicht
Bild: Ulrich Antas, Minden ⁄

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass vor 1985 eingebaute Gas- und Ölheizungen bis 2015 ausgetauscht werden müssen. Bisher galt die Pflicht nur für Heizkessel, die vor 1978 installiert wurden. Der Beschluss erfolgte gemäß der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV).

Nicht betroffen sein sollen Brennwertkessel mit einem hohen Wirkungsgrad. Auch Hauseigentümer, die seit Februar 2002 in Häusern mit 30 Jahre alten Heizungen wohnen, sind von der Austauschpflicht ausgenommen. Voraussichtlich werden die Änderungen ab dem 1.5.2014 wirksam.

Bauminister Peter Ramsauer (CSU) begrüßt EnEV-Novellierung

Umweltschützern geht die neue EnEV nicht weit genug. Sie setze zu wenig Impulse, im Wärmebereich Energie einzusparen und den klimaschädlichen Kohlendioxidaustausch zu mindern. Allerdings sollen ab Januar 2016 der Primärenergiebedarf bei Neubauten um durchschnittlich 25 Prozent und der Wärmebedarf durch eine bessere Gebäudedämmung um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt werden.

Zudem soll auf Energieausweisen die Energieeffizienzklasse vermerkt werden, um bei Verkauf und Vermietung transparent über den zu erwartenden Energieverbrauch zu informieren. Bauminister Peter Ramsauer (CSU) betonte, die Novellierung sei notwendig, um die neu gefasste EU-Gebäuderichtlinie umzusetzen: "Für das Heizen, Kühlen und die Warmwasserbereitung in Gebäuden verbrauchen wir in Deutschland noch immer rund 35 Prozent der Endenergie." Um den Energieverbrauch in Deutschland weiter zu reduzieren könnten neue Gebäude einen wichtigen Beitrag leisten.

Schlagworte zum Thema:  Energieeinsparverordnung

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