Energetische Bestandsmodernisierung

Rahmenvereinbarung Serielles Sanieren: Ausschreibung startet


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Die Wohnungswirtschaft startet im Juli die Ausschreibung für die neue Rahmenvereinbarung zum seriellen Sanieren. Darum geht es.

Die europaweite Ausschreibung für die neue Rahmenvereinbarung "Serielles Sanieren 1.0" (SerSan 1.0) des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW soll Anfang Juli starten. Ziel ist es, Wohnungsunternehmen den Zugang zu verlässlichen, qualitativ hochwertigen und skalierbaren Lösungen für die serielle energetische Sanierung zu erleichtern.

Das Projekt baut auf den Erfahrungen mit den Rahmenvereinbarungen zum seriellen, modularen und systemischen Bauen (SMSB) auf.

Serielle Sanierung: Ziele der Rahmenvereinbarung im Überblick

Das serielle Sanieren gilt als zentraler Hebel für die Transformation des Gebäudebestands. Durch standardisierte Prozesse und industrielle Vorfertigung können Sanierungen schneller umgesetzt, Kosten reduziert und Kapazitäten effizienter genutzt werden.

Mit der geplanten Rahmenvereinbarung verfolgt die Wohnungswirtschaft laut GdW insbesondere drei Ziele:

  • Strukturierte und verlässliche Prozesse für Wohnungsunternehmen,
  • die aktive Beschleunigung und Skalierung des Marktes für serielle Sanierungslösungen, sowie
  • die Unterstützung der Energiewende und der Klimaziele im Gebäudesektor.

Die Rahmenvereinbarung entsteht gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Deutschen Energie-Agentur (Dena). Begleitet wird das Verfahren durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).

Serielles und modulares Bauen: Die Rahmenvereinbarungen

Die erste Rahmenvereinbarung für das serielle und modulare Bauen ging im Jahr 2018 an den Start und ist im Mai 2023 ausgelaufen. Es folgte die Rahmenvereinbarung 2.0 mit Konzepten von ausgewählten Anbietern, die im Oktober 2023 veröffentlicht wurde.

Die Angebote reichen von Holzbau über Stahlbeton bis hin zu Hybridbauweisen. Die Anbieter wurden ebenfalls im Rahmen eines europaweiten vergaberechtlichen Ausschreibungsverfahrens ausgewählt.

Die Spanne der Preise für die Modellgebäude liegt zwischen 2.370 und 4.370 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Medianwert beträgt rund 3.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Preise sind auf fünf Jahre festgeschrieben und dürfen nur auf Grundlage festgelegter Material- oder Baupreisindizes angepasst werden. Auch Mengeneffekte sollen beim Sparen helfen.

Informationen zur Rahmenvereinbarung 2.0 mit Bieterliste

Rahmenvereinbarung 1.0: Prototypen und ein Factsheet

Die erste Rahmenvereinbarung ging als eine Maßnahme aus dem Bündnis bezahlbarer Wohnraum von 2017 hervor und lief planmäßig 2023 nach fünf Jahren Geltungsdauer aus.

Ausgewählt wurden damals neun Modellgebäude, für die die Kosten zwischen 2.000 und 3.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche lagen – und damit laut GdW unter den durchschnittlichen Herstellungskosten für Mehrfamilienhäuser in Deutschland.

Factsheet zur Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen 2018 (PDF)

 

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