Klimafreundlicher Neubau

KfW-Programm KFN: Bessere Förderkonditionen


KfW-Programm KFN: Bessere Förderkonditionen

Das KfW-Förderprogramm für den klimafreundlichen Neubau (KFN) wird gut angenommen – jetzt hat der Bund die Konditionen noch einmal verbessert. Wer die Anträge stellen kann und wie viel Unterstützung möglich ist.

Die Konditionen im Förderprogramm für den klimafreundlichen Neubau (KFN) wurden zum 2.3.2026 noch einmal verbessert. Die Zinsen für den Neubau eines Effizienzhauses 40 (EH40-Standard) sinken auf nun 0,6 Prozent effektiv pro Jahr bei zehn Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung.

Geld gibt es für den Neubau und den Ersterwerb energieeffizienter Wohn- und Nichtwohngebäude und zusätzliche Unterstützung für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Auch kommunale Gebietskörperschaften können höhere Zuschüsse beantragen.

KfW-Programm KFN – Wohngebäude: Formulare und Downloads

Zinsverbilligte Kredite: Bis zu 150.000 Euro pro Wohnung

Gefördert werden der Neubau und Erstkauf von Gebäuden mit dem Standard Effizienzhaus 40. Das heißt, der Energiebedarf der Immobilie darf maximal 40 Prozent des Bedarfs eines Standardhauses betragen. Zudem müssen die spezifischen Grenzwerte für Treibhausgasemissionen unterschritten werden.

Mit dem QNG-Qualitätssiegel sind bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit möglich, ohne QNG bis zu 100.000 Euro pro Wohnung.

Antragsberechtigt sind Investoren, Genossenschaften, Unternehmen und Privatpersonen. Sie können die Förderung durch zinsverbilligte Kredite bei der Hausbank beantragen. Zuschüsse für Investitionen erhalten nur Kommunen und Landkreise, auch für den Bau von Wohnungen. Die Anträge müssen vor Baubeginn gestellt werden.

Tagesaktuelle Zinskonditionen können bei der KfW eingesehen werden

Chronologie: KFN-Programm und Förderstopps

Die "Stufe eins" der Neuausrichtung der Neubauförderung ging am 1.4.2022 als Programm "EH40" an den Start. Bereits Stunden nach dem Start gab es einen Antragsstopp, da die Fördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro ausgeschöpft waren. Betroffen waren alle KfW-Programmbereiche: Effizienzhaus/-gebäude 55 im Neubau (EH/EE 55), Effizienzhaus/-gebäude 40 im Neubau (EH/EE 40) und Energetische Sanierung.

Am 21.4.2022 wurde in "Stufe zwei" das Programm "EH40-Nachhaltigkeit" für Neubauten nach dem Standard "EH40-Plus mit QNG" auf den Weg gebracht – das lief Ende 2022 aus. Unterstützt wurden EH40-Neubauten, die zudem die Voraussetzungen für ein Qualitätssiegel erfüllten. Das Volumen für den Förderzeitraum betrug 500 Millionen Euro.

Das überarbeite KfW-Programm KFN ("Stufe drei") ging am 1.3.2023 an den Start. Am 14.12.2023 folgte der bisher letzte Förderstopp. Im Februar 2024 lief das Programm wegen der hohen Nachfrage wieder an.

Verantwortet werden die KfW-Neubauprogramme seit Januar 2023 vom Bundesbauministerium. Die Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Klimafreundlicher Neubau (KFN) wurde am 25.1.2023 vorgestellt.

Energie-Effizienz-Experten für Bundesförderprogramme

Immobilienwirtschaft: Förderprogramme zu komplex

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) ist der Ansicht, dass die nun verbesserten Förderkonditionen bessere Rahmenbedingungen für bezahlbares Bauen setzen. Niedrigere Zinsen schaffen demnach dringend benötigte Investitionsanreize und können helfen, den Bauüberhang endlich zu verringern – also jene Projekte, die längst genehmigt sind, aber wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bisher nicht starten konnten.

Für die Attraktivität und den Erfolg des Förderprogramms sei essenziell, dass der Abstand zwischen Markt- und Förderzins groß genug sei. Wesentlicher ist laut ZIA außerdem Planungssicherheit: Änderungen bei Förderprogrammen, Haushaltsstopps und fehlende Stabilität in den vergangenen Jahren hätten zur Zurückhaltung der Marktteilnehmer geführt.

In der Praxis ist dem Verband zufolge aber die Nutzung der Förderprogramme für viele Investoren mit hoher Komplexität verbunden. Die Antragstellung sei technisch anspruchsvoll, zeitkritisch und stark fragmentiert. "Eine einfachere Förderlandschaft und übersichtliche Regelungen würden enorm dazu beitragen, das Programm attraktiver und leichter nutzbar zu machen", heißt es in einer Mitteilung.


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