CRE-Immobilienstrategie

Workplace Experience und Daten bestimmen die Arbeitswelt


Männer und Frauen Arbeitskollegen arbeiten

Unternehmen im Bereich Corporate Real Estate (CRE) setzen bei ihrer Arbeitsplatzstrategie zunehmend auf datenbasierte Immobilienstrategien, wie eine Studie zeigt – die Qualität der Daten entscheidet künftig maßgeblich über die Effizienz von Büroportfolios.

80 Prozent der Unternehmen verfolgen mit ihrer Corporate Real Estate (CRE)-Technologiestrategie das Ziel, die Immobilienportfolios zu optimieren. 70 Prozent wollen die Genauigkeit der Flächendaten verbessern. Und rund zwei Drittel (61 Prozent) haben sich zum Ziel gesetzt, die Workplace Experience der Mitarbeiter stärker gezielt anzugehen.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von CBRE.

Workplace-Technologien: Reifegrad steigt

Die technologische Reife in Unternehmen steigt laut CBRE kontinuierlich. Bereits 82 Prozent der befragten Organisationen weisen heute mindestens einen mittleren Reifegrad bei der Nutzung von Workplace-Technologien auf. Gleichzeitig wächst die Zahl der Unternehmen mit einem sehr hohen Reifegrad: Drei Prozent erreichen mittlerweile die höchste Stufe der Technologieintegration – im Vorjahr lag dieser Wert noch bei null Prozent.

"Unternehmen erkennen zunehmend, dass hochwertige Daten die Grundlage für bessere Entscheidungen rund um Flächen, Nutzung und Arbeitsplatzgestaltung bilden. Die Qualität der Daten entscheidet künftig maßgeblich über die Effizienz von Büroportfolios", sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.

Daten entscheiden Immobilienstrategie

Besonders deutlich wird dieser Wandel bei der Nutzung von Datenfeeds. 94 Prozent der Unternehmen integrieren automatisierte Datenquellen in die Flächenmanagementsysteme. Am häufigsten (86 Prozent der Studienteilnehmer geben das an) stammen diese aus Human Resources (HR)-Systemen, wodurch Unternehmen detaillierte Einblicke in Mitarbeiterstrukturen, Funktionen und Standorte erhalten.

Auch die Weiterverarbeitung der Daten gewinnt stark an Bedeutung: 91 Prozent der Unternehmen verfügen inzwischen über sogenannte Outbound-Datenfeeds. Dabei wächst vor allem die Nutzung von Data Warehouses, Data Lakes und webbasierten Dashboards, die bereits von rund der Hälfte (54 Prozent) der Unternehmen eingesetzt werden – im Vorjahr waren das laut CBRE noch 42 Prozent. Damit wird die Grundlage für umfassendere Analysen und eine datengetriebene Steuerung der Immobilienportfolios geschaffen.

Hybride Arbeitsmodelle

Bei der technologischen Unterstützung hybrider Arbeitsmodelle zeigt die Studie noch Defizite: 48 Prozent der Unternehmen verzichten demnach auf digitale Tools zur Erfassung und Steuerung von Büroanwesenheiten – und der Anteil wächst sogar. Im Jahr 2024 waren es nur 39 Prozent.

"Es ist erstaunlich, dass etwa jedes zweite Unternehmen keinerlei Technologie einsetzt, um nachzuvollziehen, wann und wie oft die Beschäftigten ins Büro kommen", sagt Stephan Leimbach, Head of Occupier Accounts & Consulting Germany bei CBRE. "Ohne solche Daten bleibt jede Flächenoptimierung aber letztlich Raten statt Steuern."

Reservierungssysteme und BIM-Nutzung stabil

77 Prozent der Unternehmen nutzen CBRE zufolge Reservierungssysteme für Arbeitsplätze und Besprechungsräume. Am häufigsten kommt Microsoft Outlook zum Einsatz (46 Prozent). Besonders relevant sind Funktionen wie Check-in- und Check-out-Systeme für Besprechungsräume (70 Prozent) sowie Analysen zur Raumauslastung (50 Prozent). Die liefern Erkenntnisse über tatsächliche Nutzungsmuster und unterstützen Unternehmen bei der Optimierung von Büroflächen.

Stabil bleibt außerdem die Nutzung von Building Information Modeling (BIM): 76 Prozent der Unternehmen setzen entsprechende digitale Gebäudemodelle ein – insbesondere im Facility Management (55 Prozent). BIM ermöglicht laut CBRE eine effizientere Verwaltung und Instandhaltung von Immobilien über den gesamten Lebenszyklus hinweg. 

Über die CBRE-Studie

Die "2026 Global Workplace & Occupancy Insights" basieren auf fünf Jahren Benchmarking-Daten und Stimmungsanalysen zur Entwicklung von Büroarbeitsumgebungen seit 2021. Die Studie wertet globale Daten von CBRE-Kunden aus, die Büroflächen von insgesamt 28 Millionen Quadratmeter repräsentieren, mit einer durchschnittlichen Portfoliogröße von etwa 465.000 Quadratmetern. Die Auswertung liefert Erkenntnisse differenziert nach Portfoliogröße, Branche sowie Region beziehungsweise geografischem Markt.

CBRE-Studie "2026 Global Workplace & Occupancy Insights"

  

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