Interprofessionelle Zusammenarbeit - für Anwälten ein Tabu oder eher eine Chance?
Gruppe
Serie   06.05.2016   Kanzleiführung - alles noch im Griff?

Auch wenn das BVerfG kürzlich den § 59a der BRAO für teilweise verfassungswidrig erklärt hat, dürfte das anwaltliche Gesellschaftsrecht ein Closed Shop bleiben. Die Zusammenarbeit mit nicht verkammerten Berufen bleibt ein Tabu. Auch bei Anwälten ist die Angst vor aufmüpfigen Heuschrecken und branchenfremden Quertreibern längst nicht überwunden. Doch jüngere Anwälte sind offener für zukunftsweisende Zusammenarbeitsmodelle.mehr


Hat eine Kanzlei mehrere Filialen, führt das manchmal zur Ablehnung der Reisekostenerstattung
Paragraph Pflaster
News   02.03.2016   Kanzleibegriff

Darf der Anwalt eine Geschäftsreise abrechnen, wenn die Kanzlei am Gerichtsort eine Zweigstelle unterhält, der Anwalt aber dort nicht tätig ist? Diese Rechtsfrage beschäftigte das Oberlandesgericht Koblenz.mehr

Meistgelesene beiträge

Diplom-Wirtschaftsjuristin auf einem Briefkopf – Anwaltskammer verlangt Klarstellung
Unterschreiben eines Briefes
News   22.06.2015   Anwaltsbriefkopf

Darf ein Rechtsanwalt auf seinem Briefkopf neben dem eigenen Namen den Namen einer Diplom-Wirtschaftsjuristin (FH) aufführen, ohne klarzustellen, dass kein Fall der gemeinschaftlichen Berufsausübung vorliegt. Nein, sagt der Anwaltsgerichtshof Rheinland-Pfalz.mehr


Anwaltsinsolvenz - Comeback nach Insolvenz eines Rechtsanwalts ist selten
Hand zeigt leere Hosentasche
Top-Thema 27.10.2014 Anwaltsinsolvenz und Verlust der Zulassung bedingen sich oft gegenseitig

Wer auf der Internetseite des BGH unter „Entscheidungen“ das Stichwort „Vermögensverfall“ eingibt, reibt sich die Augen. Hunderte von Beschlüssen belegen, dass Anwaltsinsolvenzen bittere Realität sind. Der Rechtsmarkt ist hart umkämpft und eine Kanzlei längst kein Selbstläufer mehr. Anders als im gewerblichen Bereich gilt für insolvente Anwälte zumeist „They never come back!“ Die Zwickmühle aus entzogener Zulassung und notwendiger Restschuldbefreiung ist kaum auszuhebeln.mehr


BGH moniert Briefbogen bei Kooperation zwischen Anwälten, Steuerberatern + Wirtschaftsprüfern
Paragraphenzeichen auf Glastür
News   16.05.2014   Fachübergreifende Sozietät

Die Kooperation zwischen Rechtsanwaltskanzlei, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater ist rechtlich nicht zu beanstanden. Was der BGH aber monierte, war die Gestaltung des Briefbogens: Verwenden die verschiedenen Berufsträger darauf eine einheitliche Kurzbezeichnung, gehen die Mandanten auch haftungsrechtlich von einer Einheit aus.mehr


BGH gibt Sozietät aus Anwälten, Ärzten und Apothekern grünes Licht
Vernetzte Personen, Grafik
News   14.08.2013   Berufsübergreifender Zusammenschluss

Das anwaltliche Gesellschaftsrecht ist streng. Nach § 59a BRAO dürfen sich Advokaten nur mit anderen Berufskollegen, Patentanwälten, Steuerberatern, Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern zur gemeinschaftlichen Berufsausübung im Rahmen der eigenen beruflichen Befugnisse verbinden.mehr


Kein Betriebsausgabenabzug für gegenseitige Risikolebensversicherungen
Unterschrift auf Vertrag
News   08.07.2013   BFH Kommentierung

Beiträge für Risikolebensversicherungen sind nicht betrieblich veranlasst, wenn sich Gesellschafter gegenseitig gegen die wirtschaftlichen Folgen des Ausfalls eines Gesellschafters absichern.mehr


Rettung der Zulassung des insolventen Anwalts durch Anstellung/Beaufsichtigung in einer Sozietät?
Paragraphenzeichen auf Glastür
News   11.06.2013   Insolvenz und Anwaltszulassung

Wenn Anwälte pleite gehen, ist die Anwaltszulassung in der Regel weg. Zu groß ist die Gefahr, dass Mandanten Schaden nehmen könnten. Ausweg: Die Anstellung des Pleitiers in einer Sozietät, wo durch Beaufsichtigung die Gefährdung Rechtsuchender ausgeschlossen ist. Doch es muss seine effektive Kontrolle gewährleistet sein.mehr


Gebührenverzicht eines Anwalts bringt die Partner auf die Palme
Euroscheine, Fächer aller Werte
News   27.05.2013   Treuepflicht in der Sozietät

Wer für sich alleine lebt, kann als Single tun und lassen, was er will. In der Ehe ist das ganz anders. Das musste auch ein Rechtsanwalt erfahren, der sich nach einem Gebührenverzicht zu Gunsten eines Mandanten plötzlich einer Schadensersatzforderung seiner Kollegen gegenübersah.mehr


Auch gemischte Sozietäten dürfen PKH-Mandanten beigeordnet werden
Richter im Gerichtssaal
News   22.05.2013   Prozesskostenhilfe

Ein Familiengericht hatte einem Mandanten im Rahmen des Prozesskostenhilfeverfahrens die Beiordnung einer aus Rechtsanwälten und Steuerberatern bestehenden Rechtsanwalts-GmbH verweigert. Doch die Entscheidung kassierte das Oberlandesgericht Nürnberg gleich wieder ein.mehr


Zurückbehalten von Forderungen bei Praxiseinbringung
Zeigefinger tippt auf Taschenrechner
News   25.02.2013   BFH Kommentierung

Honorarforderungen eines Steuerberaters können als unwesentliche Betriebsgrundlagen bei einer Einbringung nach § 24 UmwStG zurückbehalten werden. Die zurückbehaltenen Forderungen sind als nachträgliche Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit nach § 24 Nr. 2 EStG im Zuflusszeitpunkt zu erfassen.mehr